
Bei „Biddle“ teilen wir uns in Teams auf, jedoch in jeder Runde in einer neuen Konstellation. Du entscheidest jedes Mal aufs neue, ob du daran glaubst die Aufgabe zu schaffen, oder doch lieber aussteigst. Da die Würfel über Sieg oder Niederlage entscheiden, kann man sich nie sicher sein, ob man mit Punkten belohnt wird, oder doch leer ausgeht.
Wir spielen 10 Runden. Mischt dazu die Aufgabenkarten und zählt 10 davon ab. Es müssen verschiedene Würfelwerte, Zahlenreihen, oder eine bestimmte Summe erwürfelt werden. Für Abwechslung ist gesorgt. Die Symbolik wurde gut gewählt. Man findet sich schnell zurecht und es ist eigentlich selbsterklärend. Falls doch mal was unklar ist, kann man sich an der Übersichtskarte orientieren.
Eine Runde besteht aus 2 Phasen: Bieten und Würfeln. Jede Person erhält 10 Markierungssteine einer Farbe. Deckt die 1. Karte auf. Nun entscheidet ihr nacheinander in wie vielen Würfelversuchen die Aufgabe zu schaffen ist. Ihr braucht euch jedoch nicht sofort festlegen. Bist du wieder am Zug, wählst du erneut ob du mit dem aktuell niedrigsten Gebot mitgehst, oder sogar weiter unterbietest. Ist es dir zu heikel, kannst du auch aussteigen.
Die Bietphase dauert solange bis mindestens 1 Person ausgestiegen ist und alle anderen auf dem gleichen Feld der Gebotsleiste ihren Farbstein liegen haben. Natürlich können auch mehrere aussteigen. Gehörst du zu den Aussteigern, legst du deinen Stein auf die linke Seite in der Punkteleiste.
Nun kommt die Würfelphase. Diejenigen die dafür waren, dass die Aufgabe zu schaffen ist, dürfen nun würfeln. Jedoch nur so oft wie sie vorrausgesagt haben. Um den Überblick nicht zu verlieren, wird am besten dabei immer nach jedem Wurf ein Stein ein Feld nach unten geschoben. In unseren Testrunden übernahm dies immer eine Person die ausgestiegen ist. So können sich die anderen auf die Aufgabe konzentrieren und kommen nicht durcheinander.
Ist mehr als nur eine Person im „Würfelteam“ dürft ihr selber wählen, ob nur einer für das ganze Team oder abwechselnd gewürfelt wird.
Habt ihr die Aufgabe geschafft, dürft ihr eure Steine auf die Punkteleiste rechts legen. Die Aussteiger müssen ihren Stein von dort wieder entfernen. Andersrum ist es natürlich, wenn das „Würfelteam“ die Aufgabe nicht geschafft hat. Für das „Austeigerteam“ gibt es weniger Punkte, als für die die sich an die Aufgabe ran getraut haben.
Nun beginnt eine neue Runde. Deckt dazu eine neue Aufgabe auf. Es beginnt eine neue Bietphase.
Ihr spielt 10 Runden. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

Fazit
„Biddle“ bietet einen leichten Einstieg für Jung und Alt. Jede Runde verfolgen die Spielenden mit Spannung ob die Aufgabe geschafft wird oder nicht. Wie schätzt man selbst ein, in wievielen Versuchen die Aufgabe zu meistern ist? Da gewürfelt wird, hat niemand Vor- oder Nachteile. Um mehr Punkte zu erreichen, hilft es wenn man mutig ist. Man muss aber auch gut abschätzen können, wenn es Zeit ist zu gehen. Die Schwierigkeitsgrade auf den Karten sind unterschiedlich.
Die Spielsteine sind farblich gut zu unterscheiden. Je mehr mitspielen, desto mehr macht es Spaß. Das Material wirkt hochwertig. Die Würfel sind schön gestaltet. Alles in allem ein amüsantes Bietspiel für Einsteiger, das für gute Laune am Spieltisch sorgt.
Bewertung / Test
+ schönes Bietspiel für Jung und Alt
+ leichter Einstieg
+ keine Downtime, man ist eigentlich immer dran, bzw. es geschieht immer was
– bei Würfelpech kann man nichts machen
(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)
Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)
Spielecafé der Generationen – Jung und Alt Spielt – YouTube
Biddle (2025)
Spielidee: Ralf zur Linde & Carsten Rohlfs
Grafik: Markus Erdt
Verlag: Amigo
Anzahl der Spielenden: 2-5 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Generationentauglich: Durchaus. Das Material ist übersichtlich und verständlich gestaltet.