Roboter außer Kontrolle – Robo Chaos | Quirky Circuits von „Asmodee | Plaid Hat Games“ (Rezension)

Robo Chaos | Quirky Circuits | kooperatives Familienspiel | ab 7 Jahren | 2-4 Spielende | Nikki Vales | Plaid Hat Games | Asmodee | pädagogisch wertvoll | generationentauglich

Ich glaube, nahezu jedes Kind wollte früher mal einen Roboter haben. Bei mir war es ein kleiner, weiß behaarter Hund, da meine Eltern lange Zeit keinen echten Hund haben wollten. Schnell habe ich aber gemerkt, dass Doggo (ein einfallsreicher Name – ich weiß) ziemlich hohl ist und ständig gegen Wände fährt. In „Quirky Circuits“ steuern wir alle kooperativ insgesamt 4 Roboter im Verlauf des Spiels und sollten es vermutlich besser machen als ich mit Doggo. Ob das Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension

Zu sehen ist das Spiel Quirky Circuits inkl. des gesamten Spielmaterials.
Quirky Circuits von Plaid Hat Games

 

Das Spiel
Quirky Circuits ist ein kooperatives Familienspiel von Nikki Valens und in der englischen Version bei Plaid Hat Games erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 7 Jahren gespielt werden. Die deutsche Version namens Robo Chaos ist dieses Jahr bei Asmodee erschienen.

Zu sehen ist das Szenarienbuch des Spiels.
Viele Szenarien warten darauf, von uns gespielt zu werden.

 

Das Spiel bringt ein dickes Szenarienbuch mit sich. Vorschlagen wird, die Szenarien der Reihenfolge nach durchzuspielen, da sie sich in ihrem Schwierigkeitsgrad kontinuierlich erhöhen, aber prinzipiell können wir bei jedem beliebigen Szenario einsteigen. Die eine Seite des Buchs erklärt dann immer die szenariospezifischen Regeln, also den Aufbau, das Ziel und so weiter. Auf der anderen Seite finden wir das Spielbrett.

Für unsere 4 Roboter (einen Staubsauger-Roboter, der von unserer Katze gekapert wurde, einen Hunderobotor, einen Bienenrobotor sowie einen Küchen- & Servierrobotor) gibt es ein jeweils individuelles Deck von Programmierkarten. Diese Karten befehlen den Robotern verschiedene Bewegungen wie vorwärts, mehrfach vorwärts, rückwärts oder Drehungen.

Zu sehen ist die Staubsauger-Katzen-Miniatur auf dem Szenarienbuch.
Los kleine Katze, saug den Staub auf.

 

Wie läuft jetzt ein Spielzug in „Robo Chaos | Quirky Circuits“ ab? Zu Beginn erhalten alle Mitspielenden zufällig die gleiche Anzahl an Programmierkarten. Nur wir selbst können auf unserer Karte den genauen Befehl sehen, unsere Mitspielenden können auf der Rückseite nur sehen, ob es sich um eine Bewegung oder Drehung handelt. Jetzt spielen wir in beliebiger Reihenfolge Karten mit der Rückseite nach oben in eine Reihe. Das wird die sogenannte Programmierzeile. Wir dürfen dabei aber auf keinsten Fall verraten, wir wir den Robotor programmiert haben, das sollen unsere Mitspielenden sich mal schön selbst erschließen.

Sobald mindestens 5 Karten ausliegen, können wir das Programmieren beenden und kommen zur Durchführung des Befehles. Im Verlauf des Spiels kommen gelbe Spezialkarten ins Spiel, die immer zuerst ausgespielt werden müssten. Jetzt werden die Karten umgedreht und die Befehle der Reihenfolge nach ausgeführt. Doch was passiert, wenn der Robotor gegen eine Wand fährt oder Gegenstände zerstört? Das wird ganz genau im Szenariobuch erklärt. Eine Runde endet mit dem Reset. Alle genutzten Karten werden gemischt und unter unseren Nachziehstapel gelegt, die Batterieladung reduziert sich um eine Stufe, die Handkarten von allen werden wieder nachgefüllt und es kann in die nächste Runde gehen.

Das Spiel endet mit einer Niederlage, wenn wir das Ziel nicht vor dem Aufbrauchen unserer Energie erfüllt haben oder mit einem Sieg sobald wir das Szenarioziel erreicht haben.

 

Fazit:
„Robo Chaos | Quirky Circuits“ ist ein Spiel, das mein Interesse bereits allein durch die Optik geweckt hatte. Die Miniaturen sehen wahnsinnig süß aus und machen bemalt echt etwas auf dem Tisch her. Wie sagt man so schön, das Auge isst mit. Aber nicht nur die Optik kann überzeugen. Auch das Spielprinzip als solches hat uns wahnsinnig viel Spaß gemacht. Man muss nur wissen, auf was man sich einlässt, nämlich ein kooperatives Programmierspiel, das definitiv im Familiensektor angesiedelt ist.

Zu sehen sind alle 4 Miniaturen des Grundspiels.
4 unterschiedliche Roboter müssen möglichst effektiv gesteuert werden.

 

Durch die vielen Szenarien bringt das Spiel sehr viel Wiederspielreiz mit sich. Das ist übrigens der Grund, weshalb ich mich bewusst für die englische Version des Spiels entschieden habe. Im deutschen Szenariobuch sind meines Wissens nach Stand jetzt weniger Szenarien erscheinen. Damit werden viele sicherlich auch immer noch genug Spaß haben, aber da das Spiel nahezu sprachneutral ist, wollte ich den gesamten, jetzt schon verfügbaren Inhalt genießen können. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass in der deutschen Version ein neuer Robotor neben der schon bekannten Katze auftaucht, ein kleiner Pinguin.

Auch die Schwierigkeit der Szenarien steigt im Verlauf des Spiels stetig an, sodass wir wirklich das Gefühl hatten, uns kontinuierlich verbessern und mehr aufeinander einlassen zu müssen. Während der Partien haben wir wahnsinnig viel gelacht, weil unser Robotor manchmal einfach bedingt durch unsere chaotischen Befehle wie ein verirrtes Wesen durch den Raum düste, gegen Wände krachte und am Ende an ganz anderen Orten als gewollt rauskam.

Die Regeln sind sehr leicht, sodass hier Menschen jeden Alters mitspielen und Spaß haben können. Von mir also eine klare Empfehlung für alle, die sich kooperativ der Programmierung eines Roboters stellen wollen und dabei damit leben können, sich nicht permanent mit ihren Mitspielenden absprechen zu dürfen, sondern einfach mal machen zu müssen.

 

Bewertung/Test
+ hochwertiges Spielmaterial
+ viel Wiederspielreiz
+ kontinuerlicher Anstieg des Schwierigkeitsgrads

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Quirky Circuits | Robo Chaos (2019 | 2022)

Spielidee: Nikki Valens
Grafik: Danalyn Reyes
Verlag: Plaid Hat Games | Asmodee
Anzahl der Spielenden: 2-4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 7 Jahren
Spieldauer: 15-30 Minuten pro Szenario

Generationentauglichkeit:  Definitiv! Die Regeln sind simpel, die Schrift groß genug gestaltet, hier können Menschen jeden Alters miteinander spielen. Falls es für die jüngeren zu schwer sein sollte, bietet das Spiel auch die Option an, die Programmierkarten erstmal aufgedeckt zu spielen.

Pädagogisch wertvoll: Ja, zum einen wird räumliches Denken trainiert und gefordert, zum anderen muss gelernt werden, miteinander und nicht gegeneinander die süßen Robotor durch den Raum zu steuern.

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