Tod im Mädcheninternat – Suspects – Shakespeares Tränen von Kosmos (Rezension)

Suspects – Shakespeares Tränen | Detektivspiel | ab 12 Jahren | 1 bis 5 Spielende | Guillaume Montiage & Manuel Rozoy | Kosmos | generationentauglich | 

Wir schreiben das Jahr 1921. In einem Mädcheninternat in Nottingham wurde eine Lehrerin tot aufgefunden. Gemeinsam schlüpfen wir in die Rolle der Schülerin und Jungdetektivin Claire Harper. Können wir zusammen mit ihr diesen Todesfall aufklären?

Die Spielebox, verschiedene Dokumente und ein Stapel an Karten.
Die Spielebox, verschiedene Dokumente und ein Stapel an Karten.

 

Das Spiel
Suspects – Shakespeares Tränen
ist ein Detektivpiel von Guillaume Montiage & Manuel Rozoy und bei Kosmos erschienen. Es ist für 1-5 Spielende geeignet und kann ab 12 Jahren gespielt werden.

Bevor wir das Spiel beginnen, dürfen wir das Einleitungsblatt von „Shakespeares Tränen“ aufmerksam durchlesen. Hier machen wir uns mit unserer Rolle der Claire Harper vertraut, die uns auch gleich mit einigen Informationen über den Tod der Lehrerin Miss Doyle versorgt.

Ein anderer Lehrer, Mr. Guilbert wurde angeblich dabei erwischt, wie er sich über den Körper der Leiche beugte, in der Hand noch einen Schürhaken. Eine eindeutige Szene, doch Claire hegt erhebliche Zweifel über die Identität des Täters. Sie ist felsenfest davon überzeugt, selbst ermitteln zu müssen. Wenige Augenblicke später befinden wir uns sofort in der Ermittlungsarbeit und befragen Claires beste Freundin Mei-Lin Soon. Dazu decken wir die Karte Nummer 1 von unserem Stapel auf. Unser Detektivspiel beginnt.

Die Startkarte
Die Startkarte mit der Aussage von Mei-Lin Soon.

 

In diesem Spiel gibt es noch eine ganze Menge solcher Karten, teilweise für die unterschiedlichen Personen, die in der Story von „Shakespeares Tränen“ vorkommen. Meist ermöglichen uns die Karten weitere Karten aus dem Stapel zu nehmen um diese bearbeiten zu können. Das steht dann immer im unteren Bereich der Karte, erkennbar an der roten Sprechblase mit einer Zahl darin. Das ganze Spiel besteht aus Abwägen von „wohin gehen wir jetzt?“ und „wen befragen wir nun?“.

 

Mehrere beschriftete Umschläge
Verschiedene Dokumente, die wir irgendwann während des Spiels öffnen dürfen.

 

Im Laufe unseres Falls können wir auch Orte untersuchen und Hinweise finden. Raffiniert gelöst ist auch die Option, manche Personen explizit zu Dingen fragen zu können, dass funktioniert immer nur dann, wenn die Fragmente der seitlichen Sprechblasen zusammen passen. Wie auf dem nächsten Bild gut zu sehen ist.

Drei Karten, auf zweien eine passende Markierung am Rand, die sie verbindet
Wir besitzen zwei Karten, deren Sprechblasenteile zusammenpassen, daraufhin dürfen wir eine weitere Karte erforschen.

 

Mit jeder Karte tauchen wir weiter in die Geschichte des Internats und der Bewohner ein. Erkunden Büros und andere Räume, befragen Lehrer und auch Schülerinnen. Sobald wir 30 Karten gezogen haben, muss eine Diskussionsrunde eingeleitet werden. Hierzu beantworten wir fünf Fragen nach unserem derzeitigen Kenntnisstand. Diesen Vorgang wiederholen wir dann nochmals nach 45 gezogenen Karten und dann am Schluss wenn wir alle Karten verwendet haben. Je früher wir Fragen richtig beantwortet haben, desto mehr Punkte bekommen wir dafür.

Das Wertungsblatt für den Abschluss
Der Fragebogen.

 

Wenn alle Karten gezogen wurden und wir fertig mit unserem Austausch sind, dann dürfen wir in der Auflösung nachlesen, was sich an dem 13. Oktober 1921 wirklich zugetragen hat. Wir bewerten unsere Antworten und können prüfen, ob wir uns wirklich als Detektive eignen.

 

Fazit

„Suspects Shakespeares Tränen“ erinnert mich ein wenig an „Chronicles of Crime#2, nur ohne App Unterstützung. Die Mechanik, dass Sprechblasenfragmente zusammenpassen müssen um auf weitere Karten zugreifen zu können, hat mir gut gefallen. Etwas unübersichtlich stellte sich aber im Spiel die Menge an aufgedeckten Karten dar. Hier ist ein großer Tisch schon sehr praktisch. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass es eine Möglichkeit gibt, bereits gefundene/erforschte Kartennummern auf anderen Karten markieren zu können. Bei weiteren Fällen werde ich vermutlich mit kleinen Holzwürfelchen arbeiten und Zahlen auf Karten abdecken, wenn diese abgearbeitet sind. Die Story war gut ausgearbeitet und durchdacht und hat mir in ihrer Tiefe sehr gefallen. Mich hat es überrascht, dass in so eine kleine Box, ein solches komplexes Spielgefühl passt. Für mich war es nicht der letzte Fall aus der Suspects Reihe. Fans von Detektivspielen sollten auf jeden Fall etwas aus dieser Reihe testen.

 

Bewertung / Test
+ schöne Illustration
+ intensive Spielstory
+ Spiel kann weitergegeben werden
– großer Platzbedarf
– teilweise etwas unübersichtlich
– …

 

(Eine Rezension von Sandra Waesch)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Shakespeares Tränen (2023)

Spielidee: Guillaume Montiage & Manuel Rozoy
Grafik: Émile Denis
Verlag: Kosmos
Anzahl der Spielenden: 1-5 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab  12 Jahren
Spieldauer: 90 – 130 Minuten

Generationentauglichkeit: Teilweise, Kartentext relativ klein