Gipfelsturm per Roll`n Write im Himalaja – Trek12 von Asmodee Germany (Rezension)

Trek12 | Roll & Write | ab 8 Jahren | 1 – 50 Spielende | 15 – 30 Minuten | Bruno Cathala und Corentin Lebrat | Asmodee Roll

In der Regel sind sie einfach, schnell erklärt, eignen sich gut um neue Mitspielende an den Tisch zu bekommen. Zudem kommen sie auch bei den meisten gut an. Die Rede ist hier natürlich von Roll’n Write Spielen.

Die Blöcke, Würfel, sowie die Umschläge mit Legacy Material
Spieleschachtel mit dem Material

 

Das Spiel
Trek12 ist ein Familienspiel von Bruno Cathala und Corentin Lebrat, welches bei Asmodee Germany erschienen ist. Es wird mit 1-50 Spielenden gespielt und ist ab 8 Jahren geeignet.

 

Das „iel von „Trek 12“ ist es, wie bei fast allen Spielen dieser Art, am Ende des Spiels in der Summe die meisten Punkte vorzuweisen.
Diese Punkte ergattern wir, indem man Seilrouten oder Kletterzonen bildet. Zudem gibt es noch Boni für die längste gebildete Kette sowie Strafpunkte für Fehler, die man einbauen kann, wenn man nicht gut genug plant.
Eine Seilroute ist eine auf- oder absteigende Zahlenreihe. Eine Kletterzone besteht auf gleichen Zahlen. Beide Punktelieferanten dürfen sich auch überschneiden.

Um das ganze übersichtlicher zu gestalten kann man Kreise mit Strichen oder Punkten ausmalen
Der einfachste Spielplan (Dunai) mit den ersten gebildeten Ketten

 

Die Ergebnisse zum Eintragen werden aus zwei sechsseitigen Würfeln gebildet. Hier kann man aus fünf unterschiedlichen Möglichkeiten wählen, wie man die Würfel einsetzen möchte. Ich kann mich für die höchste Zahl entscheiden, die niedrigste Zahl auswählen, die Differenz der beiden Würfel eintragen, wobei hier die Zahl nicht negativ sein darf, die Summe aus beiden Würfel bilden oder das Produkt eintragen, also beide Zahlen miteinander multiplizieren.

Jede der oben genannten Auswahlmöglichkeiten darf ich pro Spiel viermal auswählen. Habe ich das erschöpft, muss ich mich für eine noch offene Möglichkeit entscheiden. Dies alles sorgte bei uns dafür, dass jeder eine andere Route beim Aufstieg genommen hat. Ähnlichkeiten auf den Plänen waren die Ausnahme. Dennoch waren fast alle Runden am Ende punktemäßig recht eng beieinander.

Die unterschiedlichen Pläne bieten unterschiedliche Wege und Schwierigkeiten
Spielplan mit dunklen Gefahrenkreisen, hier nur Zahlen kleiner 6 eintragen

 

Für Abwechslung sorgen neben anfangs drei unterschiedlichen Spielplänen auch drei unterschiedliche Spielmodi.
Es gibt einen Solo-Modus und einen Schnellaufstieg-Modus, in dem wir einen Spielplan spielen und die Punkte am Ende die Gewinnerin oder den Gewinner preisgeben.
Das Herzstück der tollen Box ist aber der Expeditions-Modus. Hier werden drei Aufstiege gespielt und Sterne durch erspielte Punkte gesammelt. Zudem gibt es hier auch noch die Unterstützungskarten, die uns Vorteile bieten können, wenn wir diese erspielen.

Kletterseil, Zelt und Kompass bieten Hilfe bei den Aufstiegen
Die unterschiedlichen Unterstützungskarten

 

In diesem Expeditionsmodus ist es auch möglich, die verschlossenen Umschläge „freizuschalten“, die dem Spiel beiliegen. Dies geschieht, indem wir verschiedene Herausforderungen erfüllen. In den Umschlägen befinden sich noch weitere Spielmaterialien, die nochmals für Abwechslung sorgen. Mehr möchte ich aber aus Gründen der Spannung und Überraschung nicht dazu sagen.

Die Umschläge enthalten Material das beim Erfüllen von Aufgaben frei geschaltet wird
Was hier wohl noch drin stecken wird….

 

Noch ein Wort zu dem Spielmaterial. Ich finde, dass alles sehr schön und übersichtlich gestaltet wurde. Die Würfel liegen zwar ungewöhnlich leicht in der Hand, sind aber auch irgendwie total schön. Die Unterstützungskarten finde ich etwas klein und anfangs auch ein klein wenig kryptisch, sind aber in der Anleitung auch beschrieben.
Was ich nicht so toll finde, sind die leider nur einseitig bedruckten Spielpläne, die auch etwas großzügiger gefüllt sein könnten.


Fazit
Wir sind große Fans dieser Spielmechanik, deshalb hat uns auch „Trek12“ sehr gut gefallen. Man muss sich aber auch im Klaren darüber sein, dass hier nichts großartig Neues geboten wird. Alles hat man so schon einige mal in anderen Spielen gesehen. Dennoch ist das ganze Spiel thematisch schön eingefangen. Die Verarbeitung, angefangen bei der tollen Box bis hin zum Design der Pläne und Karten, ist total gelungen. Die Idee der Umschläge, die man freispielt ist auch toll.
Es macht einfach Spaß in wenigen Minuten eine schnelle Runde zu spielen. Dafür haben wir „Trek 12“ dann auch gerne öfter mal auf den Tisch geholt.

 

Bewertung/Test
+ einfache Regeln
+ schönes, thematisches Material
+ es ist ein Roll’n Write
– bietet nichts wirklich Neues


(Eine Rezension von Marlon Heinz)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Roll & Write”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 75 Jahre

Trek12 (2021)

Autor: Bruno Cathala und Corentin Lebrat
Grafik: Oliver Derouetteau und Jonathan Aucomte
Verlag: Lumberjacks, Vertrieb Asmodee
Spieleranzahl: 1-50 Spielende
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 15 – 30 Minuten

Generationentauglich: Eher nicht wegen der kleine Karten, und außerdem für Kinder zu komplex.