Unser Spielecafé mit einem Stand auf der Spielemesse Essen ’22

Die Spiele-Messe in Essen ist die weltweit größte Publikumsmesse für Brettspiele. Bisher waren wir regelmäßig dort um Kontakte zu pflegen und um uns zu informieren. In diesem Jahr haben wir uns das erste Mal getraut, dort mit einem Stand vertreten zu sein. Da brauchte es natürlich Unterstützende und viele Helfende. Wie es uns ergangen ist und wie wir wahrgenommen wurden, darum soll es in diesem Bericht gehen.

Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Wir sind mit insgesamt 16 Vereinsmitgliedern nach Essen gefahren. Ein guter Teil war während der ganzen Woche dabei. Manche waren beruflich eingespannt und konnten nur an einigen Tagen helfen.

Alle waren ehrenamtlich dabei und stemmten die Messe in ihrer Frei- bzw. Urlaubszeit. Ein Teil des Teams wohnt in der Nähe des „Spielecafés der Generationen“ in Pfarrkirchen, manche wohnen aber auch weiter weg. Gerade Rezensenten:innen dieses unseres Blogs trafen sich zum ersten Mal persönlich weil manche nicht aus Niederbayern kommen. Insgesamt war es eine beachtliche Teamleistung, unsere Aufgaben zu stemmen.

Mehrere Vereinsmitglieder legen Teppichboden aus.

So ging es dann am Dienstag mal los. Bevor der Transporter kam war der Teppichboden zu verlegen und zu befestigen. Der Transporter wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Opel Solcher in Pfarrkirchen.

Festsaal mit Pressekonferenz. Es ist die Präsentation zu sehen und das Podium der Redner#

Bevor die eigentliche Messe startete, waren Petra und ich auf der Pressekonferenz. Dort erfuhren wir viele Hintergründe und hatten die ersten Begegnungen. (s. gesonderten Bericht)

Tische mit aufgebauten Spielen

Für alle Teammitglieder war die Neuheitenshow zugänglich. Das war ebenfalls einen Tag vor der Öffnung und ausschließlich für Fachpublikum.

Messestand und viele Menschen am Stand und auf dem Gang

Am Donnerstag um 10 Uhr öffneten sich die Türen für das Publikum. Bestürmt wurden zunächst die Hallen mit den großen Verlagen und den begehrten Exemplaren der Neuerscheinungen. Wir waren in einer der hinteren Hallen. Ab mittags war dann auch bei uns am Stand etwas los. Zeitweise waren alle Tische besetzt, oft war aber auch etwas frei, für die Besucher:innen eine willkommene Pause vom ganz großen Trubel. Manche fühlten sich aber auch von den aufgebauten Spielen angesprochen. Wir hatten am Stand alle Spiele, die von uns das Siegel „Generationenspiel“ bekommen haben, fast alle in mehreren Exemplaren. Stets waren genug Leute vom Team da, sie zu erklären. Immer wieder war die Erklärung auf Englisch gefragt. Da haben wir uns abgesprochen und konnten das ganz gut leisten.

Spielende bei Qango

Einige Spiele waren besonders beliebt wie Qango. Es lässt sich besonders schnell erklären und der Einstieg ist leicht. Weil es nicht so bekannt ist, wollten Etliche es bei uns kaufen und waren überrascht, das wir gar keine Spiele verkaufen. Spätestens dann waren wir mit den Spielenden im Gespräch, erzählten von unserem Verein und vom Siegel „Generationenspiel“. Die Reaktionen waren immer sehr positiv und wertschätzend.

Spielende bei Billabong

Ähnlich war es bei „Billabong„. Der Verlag Franjos war aus für uns nachvollziehbaren Gründen nicht auf der Messe vertreten. Spielende haben sich dann einfach die Schachtel fotografiert um bei ihrem Fachhändler nachzufragen.

Spielende bei Juicy Fruits

Familien nutzen die Gelegenheit, „Juicy Fruits“ erklärt zu bekommen und auszuprobieren. Wir hatten zunächst Bedenken wegen unserer Tischgrößen, doch es hat funktioniert.

Konferenzsaal voller Besucher

Petra, Anne und ich waren zwischendurch auf der Pressekonferenz von Asmodee. In einem komplett gesonderten Bereich, der nur für geladene Gäste zugänglich war, bekamen wir Spiele erklärt. Das war so interessant wie angenehm.

Spielende mit Can't Stop

Can’t Stop“ kam ebenso gut an wie „Qango“ und wurde ebenfalls manchmal an mehreren Tischen gleichzeitig gespielt.

Zwei Youtuber an unserem Stand

Sehr schön waren natürlich die Begegnungen mit Youtubern, denen unser Verein durchweg bekannt bis gut bekannt ist. Hier ist es Marie von „Nordsprech“ und Chris von „Victoria Parta Games“. Die meisten kennen sich untereinander und begegnen sich bei solchen Gelegenheiten wie auf der „Spiel“..

Älteres Vereinsmitglied erklärt Spielenden am Tisch Seven Wonders Architects

In unserem Team haben wir ebenfalls eine Altersspanne. Aus dem Verein angeschlossenen Jugendzentrum Pfarrkirchen waren drei Praktikantinnen mitgefahren. Hier erklärt unser Pensionist Hans jungen Leuten „7 Wonders Architects„. Auch in diesem Sinne sind wir das „Spielecafé der Generationen“.

Petra vor einem Rednerpult, im Hintergrund eine Präsentation

Am „Educaters Day“, einer Veranstaltung auf der Messe für Fachpublikum referierte Petra über ihre Forschungsergebnisse zum Thema Generationenspiel. Unser Auftritt auf der Messe hatte auch dadurch ziemliches Gewicht für Verlage und Messeleitung.

Gruppenfoto vom Team

Auf diesem Foto sind nicht alle, aber möglichst viele vom Team zu sehen. Wir haben unsere Standaufsichten in Schichten aufgeteilt, damit sich jede:r auch selber umschauen oder auch sich ausruhen konnte. Einzelne von uns hatten von Petra Verlagstermine übernommen. Für sie alleine wäre das gar nicht zu schaffen gewesen, zumal manchmal drei Termine gleichzeitig waren. Bei allen gängigen deutschen Verlagen gibt es mit uns Kooperationen. Die Termine dienen der Kontaktpflege, gleichzeitig dem Austausch von Neuigkeiten. Zudem haben wir zu einigen ausländischen Verlagen, zu kleineren und neuen Verlagen ersten Kontakt geknüpft.

Beladener Transporte und Personen

Mit Spannung sahen wir dem Abbau entgegen. Für die Messe hatten wir noch Tische und Regale gekauft, die nun zusammengebaut in den Transporter mussten. Und vor allem: etliche Verlage hatten uns Rezensionsexemplare mitgegeben und Einige von uns hatten persönlich auf der Messe eingekauft. Es hat aber alles geklappt. Auch der Abbau war eine schöne Teamleistung. Es war ein besonderer Moment, als das Publikumslicht in den Hallen ausging und alle Aussteller sich gegenseitig applaudierten. Den Standnachbar:innen wünschten wir eine gute Rückreise nach Japan, den anderen nach Spanien.

Auf der Treppe zum Hotel hatte ich dann das Gefühl eines Aufwachens, eines Auftauchens aus einer Blase: wir hatten es gewuppt und waren erfolgreich! Es zeichnet sich ab, dass wir das nächsten Jahr wieder machen werden. Doch zunächst liegt die „Münch’ner Spielwiesn“ vor uns. Man sieht sich bald wieder!

 

(Ein Bericht von Paul Theisen)

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