Gierige Drachen – Dragons von Board Game Box (Rezension)

Dragons | Familienspiel | ab 8 Jahren | 3 bis 6 Spielende | Bruno Faidutti | Board Game Box | generationentauglich

Da sitzen sie über den Schätzen, die gierigen Drachen, und grübeln, wie sie die Haufen aus Edelsteinen und Geschmeide am besten untereinander aufteilen. Hoffentlich haben sie genug gefressen, denn nur ein voller Drachenmagen kann am Schluss gewinnen.

Die Pappaufsteller zeigen Drachen. Davor iegen die Schatzkarten.
Traue keinem Drachen, den du nicht selbst gezähmt hast.

 


Das Spiel

Dragons
ist ein Familienspiel von Bruno Faidutti und bei Board Game Box erschienen. Es ist für 3-6 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Jede Person, die mitspielt, nimmt sich einen der liebevoll gestalteten Drachen-Pappaufsteller und eine Spielhilfe. Die 104 Schatzkarten werden gemischt und entsprechend der Personenzahl in drei oder vier verdeckte Stapel geteilt. Einer kommt in die Mitte zwischen die Spielenden, die anderen werden vorerst zur Seite gelegt und werden später gebraucht. Vom Kartenstapel in der Mitte werden nun so viele Karten aufgedeckt, wie es Drachen gibt, und um den Stapel gelegt. Das sind ab sofort die Schatzhaufen. Um diese wetteifern die Spielenden.

Für vier Spielende werden vier Startkarten ausgelegt.
So ein bisschen merken sollte man sich schon, was unter den Karten liegt.

Wer an der Reihe ist, nimmt eine verdeckte Karte vom Stapel und legt sie offen an einen beliebigen Schatzhaufen. So wachsen die Schatzhaufen in der Auslage an. Alternativ kann sie oder er den eigenen Drachenaufsteller auf einen Schatzhaufen stellen und diesen für sich beanspruchen. Dann endet zwar für diese Person die Runde, aber niemand anderes schnappt sich diesen Schatz mit all seinen Reichtümern.

Denn eigentlich dreht sich alles um das Sammeln. Wer beispielsweise ganz zum Schluss die meisten blauen oder roten Edelsteine hat, bekommt Punkte, die anderen gehen leer aus. Jedes Set aus Helm, Schild, Schwert und Brustpanzer bringt zehn Punkte, ebenso drei Teile des gleichen Geschmeides. Polituren multiplizieren sich mit sich selbst und jedes Münzsymbol ist ebenso einen Punkt wert. Nur von den einzigartigen Ringen will man nur einen haben, um Punkte zu bekommen. Zwei sind eben nicht mehr einzigartig. Allerdings sollte man auch ein Auge auf die Karten mit Rindern und Schafen haben. Die bringen zwar keine Punkte, aber wer die wenigsten davon sammelt, wird erst gar nicht zur Schlusswertung zugelassen.

Aus den gewonnenen Karten entstehen Sammlungen.
Ja, das kann was werden.

So ziehen und legen die Spielenden vor sich hin, bis alle mit ihren Drachen einen Schatzhaufen für sich beansprucht haben und die Karten des aktuellen Stapels verteilt sind. Im Anschluss wird die Beute offen vor den Spielenden angeordnet. Jetzt sieht man, wer was gesammelt hat, wo es an Nahrung fehlt und auf wen man vielleicht in den nächsten Runden mal besser ein Auge werfen sollte. Die zu Spielbeginn vorbereiteten Kartenstapel werden nun nacheinander durchgespielt. Danach endet Dragons mit der Schlusswertung. Die Person mit den meisten Punkten auf dem Wertungsblock gewinnt.

Drachenaufsteller und Tierkarte nebeneinander
Drachen sind wohl keine Vegetarier.

 


Fazit

Sammeln und das Glück herausfordern sind wohl die beiden Hauptmerkmale dieses Kartenspiels. Schnell ist klar, wofür es Punkte gibt. Die Illustration der Karten unterstützt das wirklich gut. Die zusätzlichen Symbole könnten aber einen Ticken größer sein. Um schwerwiegende Entscheidungen und Strategie geht bei Dragons nicht. Dafür bietet das Kartenspiel einen sehr angenehmen Zeitvertreib, an dem auch junge und betagte Menschen gut miteinander spielen können. Bei der Abschlussrechnung hilft man sich einfach gegenseitig, wenn es mit dem Rechnen nicht so klappt. Einzig die Tatsache, dass eine Person komplett aus der Wertung fliegt, weil vielleicht nur eine Kuh oder ein Schaf fehlt, macht irgendwie unzufrieden.

 

Bewertung / Test
+ schnell gelernt
+ für Jung und Alt geeignet
+ liebevoll illustrierte Drachenaufsteller
– Elimination einer Person kann derbe Motivation für die nächste Runde kosten
– mindestens drei Personen zum Spielen

(Eine Rezension von Oli Clemens)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
2.9

Drachen (2018)

Spielidee: Brun Faidutti
Grafik: David Cochard
Verlag: Board Game Box
Anzahl der Spielenden: 3-6 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Eigene Altersempfehlung: Klappt sicher auch jünger. Hilfe beim Zählen der Punkte gibt es von denen, die gerne rechnen.
Spieldauer: 30 Minuten auf der Schachtel, neigt aber eher zu 20 Minuten pro Partie

Generationentauglichkeit: Einfache Regeln und gut erkennbare Illustrationen schaffen das. Ansonsten Lesebrille auf. 

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