Baumeister der Königreiche- Vier Königreiche (Rezension)

Vier Königreiche | Familien-/Strategiespiel | ab 6 Jahren |  2 bis 4 Spielende | Victoria Alexikova, Jörg Domberger | Alleovs | generationentauglich | sprachneutral

Vier große Herrscher wollen ihre Königreiche und deren Einwohner vor kriegerischen Eindringlingen schützen und beauftragen Euch als Baumeister die Städte größer und sicherer zu bauen. Versucht die helfenden Bürger möglichst schnell auf ihre Bauplätze zu platzieren, um so vielleicht der größte Baumeister der Vier Königreiche zu werden.

Der Karton des Spieles und sein Inhalt (mehrere Spielkarten aufgedeckt, ein Kartenstapel, ein Beutel mit Münzen, 5 einzelne Münzen, die Spielanleitung) liegen auf einem Tisch.
Inhalt des Spiels

Das Spiel
Vier Königreiche ist ein Familienspiel von Victoria Alexikova und Jörg Domberger und bei Alleovs erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 6 Jahren gespielt werden.

Vier Königreiche ist ein einfaches Kartenspiel, das vom Spielprinzip uns sehr an das Spiel „Elfer raus“ erinnert hat. Die Spielbeschreibung ist relativ kurz, so dass man schnell mit den ersten Runden beginnen kann.

Es liegen Spielkarten (3 Stapel mit je 12 Karten) und Münzen auf dem Tisch. Ausserdem steht die Spielpackung mit den restlichen Münzen auf dem Tisch.
Aufbau zu Spielbeginn für 3 Spieler

 

Der Spielablauf ist eigentlich ganz einfach. Die Karten werden gemischt und an alle Spielenden gleichmäßig verteilt. Außerdem bekommt jede:r noch eine bestimmte Anzahl an Münzen. Wer den blauen Palast hat (blaue 5) beginnt das Spiel und legt diese Karte in die Mitte des Spielfeldes.

Die Karte mit der blauen 5 liegt offenen in der Tischmitte. Drumherum liegen die Handkarten der Spielenden (verdeckt) und ihre Münzen.
Der blaue Palast eröffnet das Spiel

 

Nun legt jeder im Uhrzeigersinn eine passende Karte von seinen Handkarten an das Königreich an oder spielt eine neue Palastkarte aus. Die Zahlenkarten müssen in auf- bzw. absteigender Folge angelegt werden, es dürfen also keine Lücken oder Zahlensprünge entstehen.

In der Tischmitte liegen mehrere Karten mit Figuren und Zahlen drauf in zwei farblich sortierten Reihen
Die Königreiche der Waldvölker und der Bergländer wachsen.

 

Sollte jemand keine Karte anlegen können, dann muss eine Münze gezahlt werden. Diese Münze kann der Spielende nun an eine beliebige Stelle legen, an der auch eine Karte angelegt werden könnte. Legt nun ein anderer an diese Stelle die passende Karte, dann darf dieser sich die Münze als Belohnung nehmen.
Man darf seine Münze auch an eine Stelle legen, an der schon eine Münze liegt. Mit diesem Spielzug zwingt man seine Konkurrenz die passende Karte zu legen, denn wenn der:diejenige an der Reihe ist, der:die diese Karte besitzt, dann muss diese Karte jetzt auch gelegt werden. Dafür darf dieser Spielende sich aber auch die zwei Münzen nehmen.

Auf dem Tisch liegen offene Karten mit Figuren und Zahlen drauf in farblich sortierten Reihen. Neben zwei Karten liegen auch noch Münzen.
Die blaue 3 muss nun auf jeden Fall gespielt werden!

 

Die Spielrunde endet, wenn nur noch ein Spielender Karten auf der Hand hat. Die Belohnungstabelle in der Spielbeschreibung sagt einem, wie viele Münzen (Belohnung) nun jeder bekommt. Dann werden alle Karten neu gemischt und eine neue Runde beginnt. Es werden insgesamt vier Runden gespielt. Wer dann die meisten Münzen besitzt, gewinnt das Spiel und wird der:die größte Baumeister:in der Königreiche.

Wir fanden das Spiel gut, da es einfache Regeln hat und man schnell losspielen konnte. Haben wir zu zweit gespielt, dann wussten wir natürlich, welche Karten der andere besaß und konnten ein bisschen strategischer den Gegner ausspielen. Bei 3 oder 4 Personen spielte das Glück oft etwas mehr mit. In reinen Erwachsenengruppen wurde das Spiel nach ein paar Runden den meisten doch etwas langweilig. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass es alles „Vielspieler“ waren, die mit ausprobiert haben. Für Gruppen mit Kindern oder auch Teams, die einfach nur ein bisschen was spielen wollen, ohne zu viel nachdenken zu müssen, ist dieses Spiel gut geeignet.

Mehrere Karten mit Figuren liegen in der Tischmitte
Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, aber die Farben sind nur schwer zu erkennen.

 

Was uns allen, aber am meisten den älteren Personen in unseren Spielerunden, schwer fiel, waren die Farben zu erkennen. Die Zahlen auf den Karten sind hauptsächlich weiß und nur mit einer sehr dünnen Linie in der entsprechenden Farbe umrandet. Je nachdem wie das Licht auf die Karten schien, konnte man die Farben besser oder schlechter erkennen. Die Figuren auf den Karten haben zwar zur Erkennung auch in ihrer Kleidung die entsprechende Farbe als Hauptfarbe, aber wenn man die Karten alle auf der Hand hatte, dann sah man von den Figuren meist nichts mehr. Das finde ich übrigens ein bisschen schade. Die Figuren auf den Karten sind eigentlich so toll mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, aber leider spielen sie in dem Spiel nicht wirklich eine Rolle (sie werden kurz in der Vorgeschichte zum Spiel in der Spielbeschreibung erwähnt). Im Spiel achtet man eigentlich nur auf die Zahlen und Farben, da diese ja wichtig sind.
Die Handhabung der Handkarten fanden wir auch nicht so ganz einfach. Bei 2 Personen hat man immerhin 18 Karten auf der Hand. Spielt man mit 3 Personen sind es immer noch 12 Karten. Vor allem für Kinder ist das nicht zu bewältigen ohne dass man Karten ganz verdeckt. Hier muss man sich dann entsprechend eine andere Lösung überlegen, z.B. Kartenhalter aus anderen Spielen benutzen o.Ä.

 

Fazit

Vier Königreiche ist ein schönes und einfaches Kartenspiel für Familien bzw. Spielerunden mit jüngeren Kindern. Die Spielregeln sind relativ einfach und schnell zu verstehen. Die einzelnen Runden dauern nicht zu lange.
Für reine Erwachsenengruppen wird dieses Spiel wahrscheinlich für Einige schnell langweilig, vor allem, weil wenig strategische Möglichkeiten (vor allem bei 4 Spielenden) angewendet werden können. Aber für jüngere Kinder bietet es sicher einen guten Einstieg in das Thema Strategiespiele und sie können erste leichte Spielstrategien ausprobieren. Etwas Probleme bereitet nur das Halten der vielen Handkarten, vor allem für Kinder bzw. Menschen mit kleineren Händen (bei 3 Spielenden z.B. 12 Karten). Außerdem ist es schwierig, die Farben gut zu erkennen oder zu unterscheiden.

Die Spielverpackung mit allem Material ist sehr kompakt und gut in die (Hand-)Tasche zu packen, so dass man das Spiel (fast) überall gut mit hinnehmen kann.

Wir finden dieses Spiel generationentauglich, da jung und alt hier zusammen Spaß haben kann.
Außerdem ist es sprachneutral, wenn man die Spielregeln kennt oder erklärt bekommen kann, da auf den Karten nur Figuren und Zahlen zu sehen sind.

Bewertung / Test
+ einfache Regeln
+ kurze Beschreibung, schneller Einstieg möglich
+ sprachneutral
+ generationentauglich
+ sehr kompakte Verpackung
– Kartenmenge schwer in der Hand zu halten
– Farben nur schwer zu erkennen/zu unterscheiden

 

(Eine Rezension von Katrin Baum)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familien-/ Strategiespiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Vier Königreiche (2021)

Spielidee: Victoria Alexikova, Jörg Domberger
Grafik: Polina Bilenko
Verlag: Alleovs
Anzahl der Spielenden: 2-4
Altersempfehlung Verlag: ab 6 Jahre

Eigene Altersempfehlung: ab 6 Jahre

Spieldauer: 20-30min.

Generationentauglichkeit:  ja, bis auf die Unterscheidung der Farben

 

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