Würfeln, was das Zeug hält – Dice Forge von Asmodee (Rezension)

Dice Forge | Familienspiel | ab 10 Jahren | 2-4 Spielende | 45 Minuten | Régis Bonnessée | Libellud (dt. Vertrieb Asmodee)

Viele Helden streben nach Macht, Ruhm und der Unsterblichkeit der Götter. Mal wieder wurde so eine Möglichkeit offenbart. Aber nur eine:r darf zur Gottheit aufsteigen. Wer? Das wird in einem Wettkampf mithilfe von Würfeln entschieden. Ob das Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Das Spiel Dice Forge mit Verpackung und allen Spielmaterialien.

Dice Forge von Asmodee

Das Spiel Dice Forge von Régis Bonnessée erschienen bei Libellud (dt. Vertrieb Asmodee) ist ein Familienspiel für 2-4 Spielende und kann ab 10 Jahren gespielt werden.

Ziel des Spiels ist es, am Ende die meisten Siegpunkte durch das Besiegen verschiedener Monster mithilfe eigens zusammengeschmiedeter Würfel zu erhalten.

Tableau eines Spielenden mit den Startwürfeln und Startressourcen.

2 Würfel entscheiden über das Schicksal aller Heldinnen

Zu Beginn erhaltenden alle Mitspielenden 2 Startwürfel sowie ein Tableau, auf dem die Menge an Goldmünzen, Mond- & Sonnensteinen sowie Siegpunkte markiert werden können. Die Besonderheit der Würfel ist, dass deren Seiten herausgelöst und durch bessere Alternativen im Verlauf des Spiels ausgetauscht werden können. Das Schmieden der Würfel ist also der essentielle Bestandteil und ermöglicht unterschiedliche Siegstrategien.

Ein Spielzug gliedert sich in zwei Phasen.

Phase 1:
Alle Spielenden (nicht nur der:die Aktive) werfen ihre Würfel und halten die Ergebnisse auf dem eigenen Tableau fest. Die Startwürfel zeigen alle Gold, Siegpunkte sowie Mond- oder Sonnensteine. Vorsicht, wenn auf dem Tableau für eine Ressource kein Platz mehr ist, verfallen alle darüber hinaus gehenden Ressourcen. Hier ist also gutes Ressourcenmanagement gefragt. Diese Phase nennt sich auch die große Göttergabe.

Der Spielaufbau für 4 Spielende

Spielaufbau für 4 Spielende

Phase 2:
Nun hat die aktive Spielende zwei Möglichkeiten. Entweder kann mit Gold eingekauft werden. Das bedeutet, der:die Spielende begibt sich in den Tempel und kann neue Würfelseiten für die angegebenen Goldkosten erwerben und sofort in einen der beiden eigenen Würfel einsetzen. Es dürfen beliebig viele neue Würfelseiten (wenn man genug Gold hat) gekauft werden, allerdings niemals zwei Seiten aus demselben Tempelbecken.

Die andere Möglichkeit ist der Kampf mit Monstern. Dann wird die Spielfigur des:der aktiven Spielenden auf das Feld der gewünschten Heldentat auf der Insel gesetzt und die Karte für die entsprechenden Kosten (Mond- und/oder Sonnensteine) genommen. Wird dabei ein:e andere:r Spielende verdrängt, darf diese:r als Entschädigung eine große Göttergabe sofort für sich alleine durchführen, also beide Würfel werfen, und sich die Ressourcen gutschreiben.

Die Würfelseiten, die auf die Würfel geschmiedet werden können

So viele neue Würfelseiten zur Auswahl.

Bei den Karten, die durch Heldentaten erlangt werden können, gibt es verschiedene Effekte. Manche geben Siegpunkte für das Ende, andere ermöglichen sofortige Effekte wie bestimmte Würfelseiten, dauerhaft mehr Platz für Ressourcen und vieles mehr.

Das Spiel endet nach einer von der Anzahl der Mitspielenden abhängigen Rundenanzahl und gewonnen hat der:die Heldin, mit den meisten Siegpunkten.

 

Fazit:
Von vornherein gesagt: Menschen, die überhaupt nichts mit glückslastigen Spielen anfangen können, werden sicherlich keinen Gefallen an Dice Forge finden. Sobald Würfel mit im Spiel sind, ist ein gewisser Glücksfaktor vorhanden. Das muss man mögen, ansonsten sollte man hier die Finger von lassen. Ich kann allerdings sehr gut damit leben.

Viel mehr noch gefällt mir  Dice Forge außerordentlich gut. Das fängt beim super Spiel-Inlay an, das einen schnellen Spieleinstieg durch einen flotten Aufbau ermöglicht. Das Zusammenschmieden der eigenen Würfel fühlt sich einfach super cool an. Nicht nur, dass unterschiedliche Taktiken zum Siegen ermöglicht werden, auch die Tatsache, dass ich selbst in der Hand habe, was mein Würfel für Symbole zeigen kann, ist innovativ und macht Spaß.

Zugegeben, das Thema wirkt ein wenig aufgesetzt beziehungsweise austauschbar, ergibt aber im gesamten Kontext Sinn. Die unterschiedlichen Kartenkombinationen geben Dice Forge einen großen Wiederspielreiz mit vielen Möglichkeiten zum Taktieren und Ausprobieren unterschiedlicher Siegstrategien. Also nicht nur ein Spiel für Familien und Spieleinsteigende aufgrund recht leichter Regeln, sondern auch durchaus für Spielerfahrene geeignet. Von mir eine klare Empfehlung!

Zu sehen ist das Spielinlay von Dice Forge.

So ein Inlay wünsche ich mir in jedem Spiel.

Bewertung/Test
+ haptisch ansprechende Würfel
+ viel Wiederspielreiz durch verschiedene Kartenkombinationen
+ super Spielinlay
+/- glückslastig (bei Würfelspielen zu erwarten)
– Herauslösen der Würfelseiten manchmal sehr schwierig und frickelig

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altergruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Dice Forge (2017)

Spielidee: Régis Bonnessée
Grafik: Biboun
Verlag: Libellud (dt. Vertrieb)
Anzahl der Spielenden: 2-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 Minuten

Generationentauglichkeit: Eher nicht. Die Regeln sind zwar recht leicht, aber durch die verschiedenen Kartenkombinationen kann es durchaus komplex werden. Außerdem ist das Handling der Würfelseiten manchmal nicht ganz easy.

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