Die Affen rasen durch den Wald – Itchy Monkey von Black Box Adventures (Rezension)

Itchy Monkey | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2-4 Spielende | Allan Kirkeby | Black Box Adventures | generationentauglich

Die Affen rasen durch den Wald, der eine macht den anderen kalt, die ganze Affenbande brüllt.“ Ja, wer kennt dieses Kinderlied wohl nicht? Ein herzliches „gern geschehen“ für diesen Ohrwurm und er trifft definitiv auf das Spielprinzip von „Itchy Monkey“ zu. Ob mir das Rasen der Affen in den Baumkronen des Dschungels Spaß gemacht hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Brettspiel Itchy Monkey mit dem gesamten Spielmaterial auf einem Holztisch.
Itchy Monkey von Black Box Games


Das Spiel
Itchy Monkey
ist ein Familienspiel von Allan Kirkeby und bei Black Box Games erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

In „Itchy Monkey“ spielen wir alle jeweils eine Läusekolonie, deren Ziel ist es, die unterschiedlichen Affen zu bevölkern. Gewonnen hat die Person, die als erste auf jeder unterschiedlichen Affenart oder auf 3 von 4 Gorillas mindestens eine Kolonie gründen konnte.

Zu sehen ist das Spielbrett von Itchy Monkey.
Affen an Lianen, die von gemeinen kleinen Läusen gequält werden.

 

Die Affen schwingen dabei über die Lianen des Dschungels und können sich horizontal und vertikal über das Spielfeld bewegen. Durch ihre Bewegung sorgen sie für den Transport der Läuse. Bei den Läusen unterscheiden wir die Arbeiter (kleine Spielfiguren) und die Königin (große Spielfigur). Das ganze klingt zwar gerade recht thematisch, aber auf dem Spielbrett selbst merkt man, dass hier wenig Thema und ganz viel Taktik in einem eher abstrakten Spiel steckt.

Aber jetzt einmal von Anfang an. Das Spiel unterteilt sich in verschiedene Phasen. In der Koloniephase entstehen neue Arbeiter-Läuse oder eine Königin. Aus je 5 Läusen kann eine Königin entstehen. (Ausnahme: auf einem der Affenplättchen dürfen schon 3 Läuse zu einer Königin getauscht werden). Anschließend startet die Bewegungsphase, in der es drei Optionen gibt. Den Sprung (eine Laus/Königin springt von einem Affen zum nächsten angrenzenden), das Schubsen (ein Affe bewegt sich in einer Spalte/Reihe, bis auf er auf einen anderen trifft, dann dürfen beliebig viele Läuse auf den nächsten überspringen) oder das Lausen (sobald mindestens 5 Läuse von gegnerischen Mitspielenden auf einem Affen sind, kann dieser sich kratzen und die Läuse müssen das Spielbrett verlassen).

Zu sehen sind die verschiedenen Affenarten von Itchy Monkey
Jede Affenart hat unterschiedliche Talente.

 

Bei der Bewegung gibt es Regeln, die wir beachten sollten. Zum einen gibt jede der unterschiedlichen Affenarten den auf ihnen platzierten Läusen besondere Fertigkeiten. Zum anderen müssen wir beachten, dass wenn Läuse den Affen wechseln, die Anzahl gegnerischer Läuse darüber entscheiden, welche Läuse auf den Affen bleiben dürfen. Das bietet noch ein Mal mehr Optionen beim Taktieren und genug Interaktion zwischen den Mitspielenden.

 

Fazit
Um ehrlich zu sein bin ich ein riesen Fan von thematischen Spielen. Aber auch gute abstrakte Spiele konnten mich schon überzeugen (wie z.B. Azul). Bezüglich „Itchy Monkey“ habe ich mir noch keine endgültige Meinung bilden können. Das Thema, das natürlich recht übergestülpt wirkt, das Material, die Mechanik ist grundsolide. Das Spiel als solches macht auch Spaß.

Es gibt die Option, eine familienfreundlichere Variante ohne die Spezialfertigkeiten der Affen zu spielen. Uns persönlich hat aber die Variante mit den besonderen Affenfertigkeiten wesentlich besser gefallen, da uns das Ganze sonst zu monoton gewesen wäre. Außerdem macht das Spiel mehr Spaß je mehr Personen am Tisch sind, da es so mehr Interaktion Möglichkeiten zum Taktieren gibt.

Trotzdem muss ich letztendlich sagen, dass „Itchy Monkey“ mich nicht 100%ig überzeugen konnte. Es spielte sich für mich persönlich „ganz nett“ herunter, aber es war nichts besonderes. Menschen, die aber Fans von abstrakten Spielen, bei denen man sorgfältig taktieren und abwägen muss, können sich „Itchy Monkey“ definitiv mal ansehen.

 

Bewertung / Test
+ Familienvariante
+ individuelle Affenfertigkeiten
– Thema wirkt ziemlich „erzwungen“

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Itchy Monkey (2018)

Spielidee: Allan Kirkeby
Grafik: Maarten de Schrijver
Verlag: Black Box Adventures
Anzahl der Spielenden: 2-4
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15-45 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja. Die Regeln sind nicht schwer. Das Spiel ist solches ist wenig thematisch und eher abstrakt, aber trotzdem können Menschen jeden Alters hier Spaß haben.

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