Zur Hilfe! Es hat gebrannt… – London von Osprey Games

London (2. Edition) | Kennerspiel | ab 14 Jahren | 2 bis 4 Spielende | Martin Wallace | Osprey Games

Martin Wallace ist in der Brettspielszene kein Unbekannter – eher im Gegenteil. Auch seine Spiele haben bereits einiges an Bekanntheit erlangt. Von „London“ hatte ich persönlich noch nichts gehört, aber spätestens als mir ein Bekannter die wunderschön illustrierten Karten des Spiels gezeigt hat, stand für mich fest, das will ich ausprobieren.

Zu sehen ist das Spiel London mit all seinen Spielmaterialien.
London. Eins der wenigen Spiele, das ich mir auf Englisch gekauft habe, weil ich nicht auf die deutsche Variante warten konnte.

 

Das Spiel
London ist ein Kennerspiel von Martin Wallace und in der englischen Version bei Osprey Games erschienen. Es ist für 2 bis 4 Spielende geeignet und kann ab 14 Jahren gespielt werden.

London nach dem großen Brand 1666. Wir müssen die zerstörte Stadt neu errichten.

Zu sehen ist das Spielbrett von London, an dem sich alle Mitspielenden im Spielverlauf für neue Karten bedienen können.
Aus dieser gemeinsamen Auslage erhalten wir unsere Karten.

 

Wenn ich am Zug bin, ziehe ich zunächst eine Karte vom Nachziehstapel, bevor ich mich für 1 der 4 folgenden Aktionen entscheide:

  1. Ziehen von 3 weiteren Karten vom Nachziehstapel oder dem allgemeinen Ablagetableau.
  2. Kauf von einem der drei ausliegenden Prestigegebäude.
  3. Ausspielen einer Handkarte (dabei werden mehrere Stapel im eigenen Spielbereich gebildet).
  4. Auslösen der Funktionen, von einem der vor mir liegenden Kartenstapel. Diese können mir abhängig von dem, was abgebildet ist, Siegpunkte, Geld, weitere Karten oder Armut bringen. Diese Armut geht am Ende mit Minuspunkten einher. Ich möchte sie also vermeiden. Wenn ich eine Karte einmal ausgelöst habe, ist sie bis zur Siegpunkt-Abrechnung am Spielende aus dem Spiel.

 

Zu sehen sind die Handkarten einer spielenden Person.
Was für wunderschöne Illustrationen!

 

Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel leer ist.

 

Fazit:
Wie oben schon nachzulesen sind die Regeln von „London“ wirklich nicht schwer. 4 mögliche Aktionen, mehr ist es nicht. Die Raffinesse des Spiels bemerkt man erst im Verlauf der ersten Partien. Es verstecken sich richtige Siegpunktketten & -mühlen, die man optimalerweise entdecken und kombinieren muss. Zudem sollte man nicht mit allen Karten einfach drauflosspielen. Sonst bewegt euch das Prinzip der Armut schneller in den Minuspunktebereich, als ihr gucken könnt.

Wie schon in meiner Einleitung gesagt, empfinde ich „London“ zusätzlich auch einfach als optischen Leckerbissen. Die Illustrationen sind wirklich wunderschön und passen zu der zeitlichen Epoche, die sie darstellen sollen.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass es das Spiel bislang nur auf Englisch gibt. Ich hoffe aber auf eine baldige deutsche Ausgabe, auch wenn die Spielkarten weitestgehend sprachneutral gestaltet sind. Wer ruhige, strategisch anspruchsvolle Kartenspiele mit Deckbau und Engine-Building-Mechanismen mag, sollte sich „London“ mal genauer anschauen.

Anmerkung der Redaktion: „London“ wird Ende Juni bei Giant Rock auf Deutsch erscheinen.

 

Bewertung / Test
+ wunderschönes Artwork
+ kurze Regeln
+ gute Mischung aus Strategie und Anspruch
– bislang nur auf Englisch (soll aber zeitnah in der Spieleschmiede für eine deutsche Lokalisation erscheinen)

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)


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London 2. Edition (2017)

Spielidee: Martin Wallace
Grafik: Mike Atkinson, Natalia Borek, Przemysław Sobiecki
Verlag: Osprey Games
Anzahl der Spielenden: 2-4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: Ab 14 Jahren.
Eigene Altersempfehlung: Ab 12 Jahren.
Spieldauer: 60 bis 90 Minuten.
Generationentauglichkeit: Nein, die Mechanismen sind doch eher auf mittlerem Kennerniveau. Für die jüngere Generation könnte das zum Teil etwas zu anspruchsvoll sein. Außerdem könnte die bislang nur englische Version vor allem im Hinblick auf ältere Generationen zu Barriere werden.