Ahoi! – Auf hoher See | Escape-Spiel (Rezension)

Auf hoher See | Online-Escapespiel | ab 12 Jahren | 2 bis 4 Spielende | Turbius

Es hat uns in den Fingern gejuckt und wir haben den Drang nach Abenteuern verspürt. Also haben wir uns wieder ein Online-Escape-Spiel geschnappt und auf Herz und Nieren getestet. „Auf hoher See“ wirbt damit, dass wir knifflige Rätsel lösen und uns aus gefährlichen Situation befreien müssen. Das ist natürlich genau der ‚Stuff‘, nachdem wir als erfahrenes Escape-Team lechzen. Und so haben wir den digitalen Segeltörn erlebt.

Ein Segelschiff liegt im blauen Meer. Der Schriftzug trägt den Namen des Spiels.
Ich bin ja eher so eine Landratte – aber auf jeden Fall neugierig, was wir alles erleben werden.


Das Spiel

Auf hoher See
ist ein Online-Escapespiel von Turbius. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 12 Jahren gespielt werden.

Endlich treffen wir wieder auf unsere Freunde aus der Studienzeit. Der Alltag nach der Uni hat uns in die unterschiedlichen Winkel verstreut. Umso größer ist die Freude, dass wir uns ein bisschen gemeinsame Luxuszeit auf einem Segelboot im Mittelmeer gönnen. So werden wir thematisch in „Auf hoher See“ eingeführt. Schon gleich treffen wir in der Geschichte auf einen kauzigen portugiesischen Boostsvermieter und haben bereits das erste Rätsel zu knacken. Wo liegt denn nun unser zukünftiger Kahn vor Anker?

Ein einleitender Text bereitet uns auf das Rätsel vor.
Nur einmal mit Profis arbeiten.

 

Wir müssen den Liegeplatz herausknobeln. Und prompt stellen wir uns reichlich dämlich an. Keiner von uns verfügt über ausreichend Knotenkunde, um das erste Rätsel lösen zu können. Also nutzen wir eine Suchmaschine. Das hilft spürbar und wir können die erste Hürde überwinden. Auf diese Taktik griffen wir dann im Verlauf des Spiels auch wiederholt zurück, denn das ein oder andere Rätsel war ohne auch gar nicht zu lösen.

Die meisten der Rätsel, die uns im Verlauf unserer Reise begegneten, haben mit dem Thema Seefahrt zu tun. Das ist weit außerhalb unserer Komfortzone. Wir sind eher Berge und Wälder gewohnt. Aber keine Sorge. Die Rätsel sind so umgesetzt, dass auch nautische Nullen wie wir immer einen Ansatz und letztlich die Lösung gefunden haben. Die Macher bezeichnen den Schwierigkeitsgrad des Abenteuers auf ‚mittel‘. Das können wir aus unserer Erfahrung auf jeden Fall bestätigen. Durch die Bank weg begegnen uns lösbare Logikrätsel. Wir konnten abwechselnd unsere persönlichen Stärken einbringen und kamen doch recht flüssig nach den Anfangsschwierigkeiten Schritt für Schritt weiter. Für den Fall, dass man doch mal einen Hänger haben sollte, gibt es eine eingebaute Sektion mit Tipps. Wer dann immer noch nicht weiterkommt, darf sich sogar die Lösung anzeigen lassen. Fair geht vor!

Trotz der Erfahrung von wirklich vielen Online-Escape-Spielen waren wir aber sehr positiv erstaunt, als uns das Spiel vor eine Story-Entscheidung stellte. So etwas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt so noch nicht erlebt. Damit sich auch niemand gegen den Willen der anderen durchsetzt, ist eine digitale Abstimmung eingebaut. Also wählten wir demokratisch und weiter ging’s – direkt rein in das nächste Rätsel. An dieser Stelle haben die Macher der Geschichte zwei parallele Erzählstränge spendiert, quasi eine Seebären- und Landratten-Variante. Beide werden aber an einem Punkt im weiteren Verlauf wieder zusammengeführt, sodass „Auf hoher See“ trotzdem auf ein gemeinsames Ende zuläuft, egal wie die Abstimmung ausfällt. Aber was haben wir auf unserem gewählten Weg wohl verpasst? Ich bin eben neugierig.

Nach 9 gelösten Aufgaben und einer knappen Stunde Spielzeit lagen wir wieder im Hafen. Hinter uns lagen Unwetter, Tauchgänge und Mechaniker-Probleme. Lust hätten wir noch auf mehr gehabt, auch weil es in unserem Team nach dem ersten Hänger sehr gut flutschte. Für unseren Team-Erfolg gab es eine Statistik-Zusammenfassung und eine virtuelle Urkunde. Das ist ein sehr belohnender Standard am Ende der Rätsel von Turbius.

In einer Statistik werden Spielzeit und die Anzahl der gelösten Aufgaben angezeigt sowie die Menge der benutzen Tipps.
Belohnung mit Sonnenuntergang nach getaner Rätselarbeit

 

Wer übrigens das System kennenlernen will, kann das kostenlose Minispiel auf der Internetseite der Hersteller testen. Dann bekommt man direkt ein sehr gutes Verständnis für die Rätsel und den Aufbau der Seite. Außerdem warten dort auch noch weitere Online-Escape-Abenteuer darauf, erlebt zu werden.

 

Fazit
Der Rätsel-Segeltrip durch das Mittelmeer hat uns gut unterhalten. Der Schwierigkeitsgrad ‚mittel‘ passt auf jeden Fall. So können auch Familien oder Freunde gerne das Abenteuer wagen und Erfolgserlebnisse feiern. Die Tatsache, dass einige Rätsel nur mit der Hilfe des Internets zu lösen sind, könnte für das generationenübergreifende Spielen eine Schwierigkeit darstellen. Man sollte schon erfahren in der Online-Recherche sein, um zu wissen, wie man wo an die notwendigen Informationen kommt. Die Story des gemeinsamen Mittelmeer-Segeltörns bietet eine Rahmenhandlung, in der sich die Rätsel wie an einer Perlenkette aufreihen. Dabei greift sie immer wieder auf das Thema Seefahrt zurück und überrascht. Technisch betrachtet läuft „Auf hoher See“ reibungslos. Selbstverständlich kann das Abenteuer auch am Smartphone oder am Tablet gespielt werden. Die besten Erfahrungen habe ich damit an einem Computer gemacht. Dann kann ich auch das integrierte Audio-/Videotool voll ausnutzen und habe genügend Sichtfläche, um knobeln und rätseln zu können.

 

Bewertung / Test
+ gut lösbare Rätsel im mittleren Schwierigkeitsgrad
+ technisch top umgesetzt
+ integriertes Konferenztool (Audio & Video)
+ Pausen oder Weiterspielen an einem anderen Tag möglich
– die Lösung einiger Rätsel sind ausschließlich mit der Hilfe des Internets möglich

 

(Eine Rezension von Marlon Heinz & Oli Clemens)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Escape”

Auf hoher See Online Escapespiel (2021)

Spielidee: Turbius
Grafik: Turbius
Anzahl der Spielenden: 2-4 Personen
Eigene Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten

Generationentauglichkeit: Als passives Mitglied in der Rätselcrew geht das sicher. Das Spiel verlangt aber schon fortgeschrittene Kenntnisse im Bereich der Online-Recherche

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