Mach mal langsam! – Go Slow! von Logis/Pegasus (Rezension)

Go Slow! | Kinderspiel | ab 4 Jahren | 2 bis 4 Spielende| Felix Beukemann | Logis/Pegasus | pädagogisch wertvoll 

Eine Schnecke mag Gemütlichkeit. Sie liebt es, etwas im Augenblick zu verweilen und das Leben zu genießen. Erster zu sein, hat für sie eigentlich gar keine Bedeutung. Mit ihrem Häuschen auf dem Rücken ist sie sowieso überall und zu jederzeit zu Hause. Im Garten will sie sich langsam vortasten und jedes Gemüse ausprobieren. Aber natürlich ist sie nicht alleine. Im Garten leben derzeit vier Schnecken. Und jede will länger sich an dem leckeren Gemüse erfreuen.

Spieleschachtel mit Inhalt

 

Das Spiel
Go Slow!
 ist ein Kinderspiel von Felix Beukemann und bei Logis/Pegasus erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 4 Jahren gespielt werden.

Bei Go Slow! dürfen wir in die Rolle von Schnecken schlüpfen. Doch hier ist nicht wie üblich der schnellere der oder die Gewinner:in. Wer zum Schluss alleine noch im Gemüsebeet sitzt, gewinnt das Spiel.

Die vier Teilstücke bilden das Gemüsebeet, also unser Spielbrett. In welcher Reihenfolge das Beet oder ob es zu einem „U“ geformt wird, können die Kinder selber entscheiden. Nachdem Ihr Euch eine Schnecke geschnappt und zwei Karten bekommen habt, geht es auch schon los.

Spielaufbau

Spielaufbau für 4 Personen

Das jüngste Kind darf beginnen, spielt eine Karte aus und führt dadurch eine von vier möglichen Aktionen aus.

Welche Aktionen gibt es?
– Auf der Karte ist ein Gemüse abgebildet. Du stellst Deine Schnecke auf das nächste freie Gemüse, dass auf der Karte abgebildet ist.
– Du spielst eine Karte mit einer schlafenden Schnecke. Das ist super! Du „darfst“ nämlich eine Runde aussetzen und den anderen zusehen wie sie an Dir vorbeihuschen.
– Entscheidest Du Dich für eine Zahlenkarte, kriechst Du so viele Felder nach vorne wie auf der Karte abgebildet sind. Sollte vor Dir eine Schnecke sein, schiebst Du diese an. Auch sie wandert dann weiter.
– Ist auf Deiner Karte eine Zahl und ein roter Pfeil, schiebst Du die Schnecke an, die die letzte in der Reihe ist. Bist Du das Schlusslicht, musst Du Dich selber nach vorne schieben. Wie bei der Karte ohne Pfeil, wird auch hier die vordere Schnecke angeschoben, wenn sie sich auf dem Feld davor befindet.

Bist Du am Ende angekommen und kannst Deine Schnecke auf kein Gemüse mehr setzen oder musst Du Dich durch eine Zahlenkarte selbst aus dem Beet raus schieben, bist Du leider ausgeschieden. Auch wenn man von einer anderen Schnecke angeschoben wird und somit das Spielfeld verlässt, scheidet man aus.

Außerdem gibt es noch zwei wichtige Regeln:
Eine Schnecke darf niemals zurück kriechen. Schließlich möchte sie ja zu dem frischen Gemüse. Jedes Feld darf immer nur von einer Schnecke besetzt werden. Entweder wird die Schnecke bei einer Gemüsekarte übersprungen oder bei einer Zahlenkarte angeschoben.
Eine kleine Variante für „Schneckenkenner“. Jedes Kind kann zwischen drei Handkarten wählen.

Es bleibt spannend bis zum Schluss. Wer glaubt, dass er perfekte Karten auf der Hand hat, muss schneller die anderen Schnecken überholen als ihm lieb ist. Wer schafft es die einzige Schnecke im Gemüseparadies zu sein?

Spielbeispiel

Ich (gelbe Schnecke) habe die Wahl zwischen Erbsen und der Paprika. Welche Karte spiele ich am besten aus?

 

Fazit
Für viele Kinder war es eine neue Erfahrung, dass man zum Schluss noch am Spielfeld übrig bleiben sollte. Bis sie den Sinn verstanden haben, brauchte es manchmal eine zweite Runde. Wurde verstanden um was es geht, wurden sie schnell vom Ehrgeiz gepackt um nicht voranzukommen.

Die Kinder hatten sehr viel Freude bei dem Spiel. Das Kind lernt, dass man sich zwischen zwei Dingen entscheiden und herausfinden muss, was für einen die bessere Wahl ist.
Die Illustration und Spielaufbau ist sehr ansprechend gestaltet, das Material ist stabil. Auf den Teilstücken hätten die Flächen jedoch größer sein können, sodass die Schnecke mehr Platz hat, da sie das hintere und das vordere Feld berührt. Bildet man ein „U“ muss man die Schnecke versetzen, wenn sie um die Ecke biegt. Dies hat die Kinder jedoch in keinster Weise gestört. Sie fanden den 3 D Aufbau sehr interessant, weil es für die meisten etwas neues war.

 

Bewertung / Test
+ Das Spielziel ist für viele Kinder mal was neues
+ Es wird in 3 D gespielt
+ Die Aktionen auf den Karten sind kindgerecht abgebildet. Kriecht die Schnecke z. B. zwei Schritte vorwärts, sind zwei Punkte abgebildet. So kann es das Kind besser erkennen, wenn es noch keine Zahlen kann, bzw. lernt dadurch die ersten drei Zahlen kennen.
– Zu kleine Flächen für die Schnecken
– Schiebt man die Schnecke von einem Teilstück zum nächsten, muss diese in der Regel versetzt werden

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Kinderspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre

Go Slow! (2020)

Spielidee: Felix Beukemann
Grafik: Gerdiminas Akelaitis
Verlag:  Logis, Vertrieb durch Pegasus
Anzahl der Spielenden: 2-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 4 Jahren
Spieldauer
: ca. 15 Minuten

Generationentauglich: Bei diesem Kinderspiel kann der Enkel seine Großeltern bestimmt zum Mitspielen begeistern.

Pädagogisch wertvoll: Für viele Kinder ist es eine neue Erfahrung, dass man gewinnt, wenn man letzter wird. Außerdem lernt das Kind sich entscheiden zu müssen, welche Karte die beste Wahl ist. Diese zwei Elemente sind für diesen Altersbereich völlig ausreichend und gut ausgewählt.

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