Um die Ecke denken – Cross Clues von Blue Orange (Rezension)

Cross Clues | kooperatives Gruppen-Familienspiel | ab 7 Jahren | 2-6 Spielende | Grégory Grard | Blue Orange Games | pädagogisch wertvoll | generationentauglich

Meine Freundin und ich lieben Codenames. Wir beide finden, dass Sprache unglaublich mächtig und wichtig ist. Deshalb sind wir Fans von Spielen, in denen es um Kommunikation und Sprachgebrauch geht. Einziges Manko an Codenames oder anderen Vertretern war bisher der kompetetive Ansatz. Cross Clues verspricht dieses Erlebnis jetzt auch kooperativ. Ob das gut funktioniert, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Cross Clues mit allen Materialien.

Cross Clues von Blue Orange Games

Das Spiel
Cross Clues
ist ein kooperatives Familien- bis Gruppenspiel von Grégory Grard und bei Blue Orange Games erschienen. Es ist für 2-6 Spielende geeignet und kann ab 7 Jahren gespielt werden.

Abhängig von der gewünschten Spieldauer können wir ein 3×3 bis 5×5 großes Koordinaten-Raster auslegen. Unter jedes Plättchen wird dann die Hälfte einer Wortekarte geschoben, sodass eine Koordinate dann 2 Wörtern zugeordnet ist.

Die Koordinatenkarten werden nun gemischt und alle Mitspielenden erhalten eine davon. Die Sanduhr wird umgedreht und los geht es. Sobald man einen Hinweis für die eigene Koordinate hat, kann man diesen nennen, hier muss nicht nach Reihenfolge gespielt werden. Es darf aber nur genau ein Hinweiswort sagen. Wortneuschöpfungen sind nicht erlaubt und die beschriebenen Wörter dürfen natürlich kein Teil des Hinweises sein.

Die Mitspielenden müssen nun die korrekte Koordinate erraten. Sie dürfen sich allerdings auch Zeit lassen, wenn sie sich noch nicht sicher sind. Sollten sie die richtige Koordinate genannt haben, wird diese an die Position des Rasters gelegt. War es allerdings die falsche Koordinate, kommt die Karte aus dem Spiel, ohne die richtige Lösung zu verraten.

Zu sehen ist ein 4x4 großes Koordinatenraster von Cross Clues.

Das Raster kann abhängig von der gewünschten Spieldauer unterschiedlich groß aufgebaut werden.

Das Spiel endet, sobald die Sanduhr abgelaufen oder Stapel der Koordinaten aufgebraucht ist. Anhand einer Tabelle und der Anzahl der korrekt zugeordneten Begriffe kann nun abgeschätzt werden, wie gut man gespielt hat.

 

Fazit
Wie schon zu Beginn gesagt, mögen meine Freundin und ich Spiele, in denen es um Worte und Sprache geht. Deshalb hat uns auch Cross Clues begeistert. Wir haben unsere eigenen kleinen Insider, mit denen es leichter wird ein solches Spiel zu gewinnen. Wobei wir allerdings schon beim ersten Kritikpunkt sind. Spiele wie Codenames, Decrypto oder auch eben Cross Clues sind stark von der spielenden Gruppe und ihren Teilnehmenden abhängig. Kennt man sich gut untereinander, denkt man gerne um die Ecke? Dann steht dem Spaß nichts im Wege.

Für Menschen, die allerdings noch nicht so vertraut miteinander sind oder einfach nicht auf derselben Wellenlänge unterwegs sind, können solche Spiele schnell zu Frust führen. Da muss man einfach wissen, auf was man sich einlässt. Von meiner Seite aus gibt es für ‚Cross Clues‘ aber eine klare Empfehlung. Übrigens lassen wir im Spiel mit Menschen, die nicht unbedingt so kreativ oder einfallsreich sind, zu Beginn immer erst Mal die Sanduhr weg, um langsam an das Spiel heranzuführen. Auch dann macht es noch eine Menge Spaß, ist aber natürlich wesentlich einfacher, wenn der Zeitdruck entfällt.

 

Bewertung / Test
+ leichte Regeln
+ kooperativer Ansatz
+ Spieldauer variabel anpassbar
– manche Wortkombinationen sind nahezu unmöglich zu verbinden

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“kooperative Spiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Cross Clues (2020)

Spielidee: Grégory Grard
Grafik: Simon Douchy
Verlag: Blue Orange Games | Asmodee
Anzahl der Spielenden: 2-6 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 7 Jahren
eigene Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spieldauer: 5 – 10 Minuten

Generationentauglichkeit: Absolut. Die Regeln sind simpel, das Material groß und generationengerecht gestaltet. Hier steht dem Spiel in allen Altersgruppen nichts im Wege.

Pädagogisch wertvoll: Ja, denn zum einen wird kooperatives Spielen gefordert und zum anderen der Umgang mit Wort und Sprache gefördert.

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