Nix mit Asterix – Cäsars Imperium von Asmodee (Rezension)

Cäsars Imperium | Familienspiel | ab 10 Jahren | 2 bis 5 Spielende | Matthieu Podevin |  Asmodee | pädagogisch wertvoll | generationentauglich

Das Titelbild erinnert stark an Asterix. Auch mit dem Schriftzug wird hier geworben. Doch es geht weniger um tapfere Gallier, sondern um die Ausbreitung von Cäsars Reich auf einer großen Karte. Auch recht. Aber ist das Spiel auch gut?

Spielkarton und Inhalt auf einer Wiese vor einem Römertor
Auf dem Römerkastell in Weißenburg (Bay)

 

Das Spiel
Cäsars Imperium ist ein Familienspiel von Matthieu Podevin und bei Asmodee erschienen. Es ist für  2 – 5 Spielende geeignet und kann ab 10 Jahren gespielt werden.

Der Spielplan ist beidseitig bedruckt, einmal für 2 – 3 Spielende und einmal für 4 – 5 Spielende. Für die größere Runde gibt es noch mehr Städte.

Zu Beginn werden die Stadtmarken an ihre jeweiligen Stellen gelegt. Darauf kommen Schatzmarker, die ausgelost werden. Dass der Aufbau schon mal Zeit braucht, spielt auch in meinem Fazit eine Rolle. Für alle Spielende gibt es jeweils 25 „Straßen“, das sind knallbunte Dreier-Gruppen von Römern. Die Ausstattung ist schon mal ordentlich.

Spielplan, auf dem eine erste Strasse besetzt wird
Von Rom aus wird eine erste Straße besetzt und somit eine Stadt entdeckt.

 

Wenn ich an der Reihe bin, setze ich eine „Straße“ so ein, dass sie zu einer neuen Stadt führt. Auf dem Spielplan gibt es Wege, deren deutliche Unterteilung zeigt, dass hier gleich zwei „Straßen“ gesetzt werden. Nun wird gezählt, wer mit wievielen Straßen auf dem Weg nach Rom beteiligt ist. Entsprechend bekommen alle Punkte. Der aktiv Spielende bekommt nun den Stadtmarker und den Schatzmarker und nimmt beides zu dem eigenen Tableau. Wurde anstelle eines Gegenstandes eine Münze gefunden, wertet der Weg doppelt. Gibt es mehrere Verbindungen nach Rom, wird die Kürzere gewertet.

Spielplan in fortgeschrittenem Spiel
Viele Wege sind nun ausgebaut.

 

Also: Straße einsetzen, Marker kassieren, zählen und auf der Punkteleiste voran rücken. Es ist klug, vorausschauend zu setzen und Gegnern:innen in den Möglichkeiten einzuschränken, oder so zu bauen, dass man an den „Straßen“ der anderen mitverdient. Das geht so lange bis alle Städte beansprucht wurden. Damit endet die Partie. Und das dauert nicht lange.

Dann wird gewertet:

  • von den Stadtmarkern jeweils nur die höchste Zahl (wichtig für die Taktik)
  • wer am meisten Straßen übrig hat, bekommt 10 Punkte
  • Die Vielfalt der gefundenen Schätze (abzulesen an der mittleren Skala)
  • Die einzelnen Mengen der gefundenen Schätze (Skala links)
  • Die Anzahl der gefundenen Münzen
Spielertableau mit gesammelten Stadtmarken, Ressourcenmarken und Münzen
Auf dem eigenen Spielertableau sammelt sich das Erbeutete.

 

Fazit
Das Spiel an sich ist nicht schlecht, fordert schon taktische Überlegungen und ist eine Art Wettlauf. Dagegen steht aber der Aufwand des Aufbaus, das Zählen nach jedem Spielzug und der Auswertung am Schluss. Das beschäftigt unverhältnismäßig mehr als das eigentliche Spielgeschehen und vermindert den Wiederspielreiz.

Das Glückselement kann ausgleichen, wenn jemand nicht so gut überlegt hat, aber eine schöne Kombination gefunden hat. So ist beim Setzen der letzten „Straße“ noch nicht klar, wer gewonnen hat. Das kann sich gut anfühlen, aber auch frustrieren, wenn eine gute Taktik nicht aufgegangen ist.

Die Anleitung ist gut und mit Beispielen versehen. Das Material ist wertig und auch für Ältere gut zu erkennen und zu greifen. Dazu ist auch der Spielplan üppig groß und macht was her. Die Eroberungszüge des Römischen Imperiums und die Straßenausbauten, deren Relikte es noch heute zu sehen gibt, sind thematisch umgesetzt, das ist schon stimmig. Mit Asterix hat es sonst nichts zu tun.

 

Bewertung / Test
+ gut ausgestattetes Familienspiel
+ leicht erlernbar, Ausgewogenheit von Taktik und Glück
– hoher Aufwand mit Aufbau, Zählen und Endwertung

 

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Cäsars Imperium (2021)

Spielidee: Matthieu Podevin
Grafik: Alexandre Bonvalot und Joelle Drans
Verlag: Holy Grail Games im Vertrieb von Asmodee
Anzahl der Spielenden:  2- 4
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 – 45 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja, alles gut zu erkennen und gut zu greifen

 

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