Folgt dem weißen Kaninchen – Deckscape Im Wunderland von Abacusspiele (Rezension)

Deckscape – Im Wunderland | Escape | ab 12 Jahren | 1 bis 6 Spielende | Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino |  abacusspiele | pädagogisch wertvoll | generationentauglich

Die bekannte Reihe Deckscape ist ein Escape-Room in Kartenform, der unterschiedliche Rätsel und Aufgaben bereithält. Man löst sie zu Mehreren kooperativ oder auch allein. Beim Spielen wird kein Material zerstört, so dass man ein Deckscape-Abenteuer danach auch weitergeben kann. „Im Wunderland“ lehnt sich an die Geschichte von Alice im Wunderland. Wie thematisch sind die Rätsel und hat diese Ausgabe gefallen?

Spielkarton und Inhalt
Das rechte ist ein kleiner Spiegel

 

Das Spiel
Deckscape – Im Wunderland ist ein Escape-Spiel von Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino und bei Abacusspiele erschienen. Es ist für  1 – 6 Spielende geeignet und kann ab 12 Jahren gespielt werden.

Bereits hier besprochen: Die Pirateninsel, Der Fluch der Sphinx, Hinter dem Vorhang, Raub in Venedig und Der Test

Natürlich wird in einer Rezension nichts verraten, damit dem Spielspaß nichts vorweg genommen wird. Ein wenig kann ich jedoch zeigen, damit man zumindest eine Vorstellung hat, worum es geht.

Deckscape braucht keine Spielanleitung. Man liest die oberste Karte des Stapels und da wird gleich beschrieben wie es weitergeht. Das ist natürlich angenehm. Einer der ersten Karten zeigt nach dem Umdrehen „Die Taschenuhr“, worauf man Start- und Endzeit eintragen soll und die fast unvermeidlichen Fehlerkreuze. Hier sollte man entweder einen abwischbaren Stift benutzen oder ein separates Blatt Papier, damit man das Deckscape-Spiel auch weitergeben kann. Für den weiteren Fortgang spielt das keine Rolle.

Karte zum Eintragen der Startzeit und für Kreuze bei Fehlern

Schon bei den ersten Rätseln bemerkt man, dass es unter anderem auf genaues Lesen ankommt und dass Manches absolut wörtlich zu verstehen ist. Die Rätsel sind sehr unterschiedlich, gut ausgedacht, schön illustriert und sie funktionieren. Wenn man auf die Lösung kommt. Steckt man fest, dreht man die Karte um und bekommt die Lösung präsentiert. Das bringt ein Fehlerkreuz, sprich Punkteabzug. Andernfalls dient das Umdrehen der Karte der Bestätigung, dass die Aufgabe richtig gelöst wurde.

Für manche Rätsel werden mehrere Karten gleichzeitig benötigt. Alles ist hinreichend erklärt. Kommt man nicht zurück, lassen sich die Karten anhand der Nummerierung wieder in die ursprüngliche Reihenfolgt sortieren. Günstig sind da mitdenkende Köpfe der Mitspielenden. Andererseits brauchen alle guten Blick auf die Texte. Als Solospiel ist es möglich, aber schwieriger. Zu Zweit oder zu Dritt dürfte die optimale Besetzung sein.

 

eine Handvoll Rätselkarten

Hat man den Stapel durchgespielt, kommt es zur Wertung. Die ist allerdings zweitrangig, denn bei Deckscape ist der Weg das Ziel. Hier ist es der Weg, auf dem wir dem weißen Kaninchen nachfolgen.

Zwei Karten am Schluß für die Auswertung

 

Fazit

Deckscape ist auch hier ein solider, abwechslungsreicher Spaß. Am Besten spricht man sich mit Freunden:innen ab und tauscht die Ausgaben untereinander. Eine weitere Möglichkeit ist die Anschaffung in Bibliotheken oder Ludotheken. Weil hier kein Material zerstört wird, eignen sich die Deckscape-Spiele sehr gut dafür, in diese Art der Escape-Spiele einzusteigen.

Der Schwierigkeitsgrad ist bei Im Wunderland nicht so hoch und gut zu bewältigen. Das heißt nicht, dass alles gleich so leicht zu lösen ist. Wir haben immer wieder mal die Lösung nicht gefunden, meistens aber doch. Es macht Spaß, der Mischung aus Geschichte und Rätsel zu folgen. Die Vorlage „Alice im Wunderland“ kommt stimmig zur Geltung ohne den Anspruch. alle Motive daraus zu verwenden. Die Illustrationen wirken teilweise kindlich, doch halte ich die Altersangabe ab 12 Jahren für gerechtfertigt.

Die Texte sind gut lesbar, bei den Bildern ist genaues Hinschauen erforderlich, doch sind die Hinweise nicht zu klein. Auch ältere Personen sollten zurechtkommen. Einziges Manko sind die komplett groß geschriebenen Texte bei den Rätselaufgaben, meist in farbiger Schrift, beides senkt die Lesbarkeit.

Es wäre schön, wenn Abacusspiele auch Editionen für Jüngere herausbringen würde, wie es bei Unlock! Kids jüngst geschehen ist.

Bewertung / Test
+ erfordert keine Anleitung, sofortiger Einstieg
+ stimmige Umsetzung des Themas
+ zwar einmaliges Spielen, doch zum Weitergeben geeignet

 

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Escape”

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Titel (Jahr)

Spielidee: Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino
Verlag: Abacusspiele
Anzahl der Spielenden: 1 bis 6
Altersempfehlung Verlag: ab 12 Jahren

Spieldauer: 60 Minuten

Generationentauglichkeit: weitgehend, manche Texte sind in reinen Großbuchstaben und farbig, was die Lesbarkeit erschwert.