Steckt ein James Bond in Dir? – Agent Undercover von Piatnik (Rezension)

Agent Undercover | Familienspiel | ab 12 Jahren  |  3 bis 8 Spielende| Alexander Ushan | Piatnik |  generationentauglich

Das Cover … Es können bis zu acht Personen mitspielen … Es wirkt kurzweilig … Sieht doch nach einem hübschen Partyspiel aus … Ja, das ist richtig, „Agent Undercover“ ist ein Partyspiel für eine gesellige Runde. Doch die Runde sollte sich kennen und sich nicht allzu fremd sein. Denn um den Agenten oder die Agentin zu überführen, braucht es Taktik und Fingerspitzengefühl.

Spieleschachtel mit Inhalt

 

Das Spiel
Agent Undercover
 ist ein Familienspiel von Alexander Ushan und bei Piatnik erschienen. Es ist für 3-8 Spielende geeignet und kann ab 12 Jahren gespielt werden.

Von dem Piratenschiff wandern wir zum Restaurant, sind auch mal vielleicht in der Schule oder im Casino. Und schwupps – schon landen wir in der Polizeistation. In jeder Runde landen wir an einem anderen Ort. Das wissen alle, bis auf den Geheimagenten.

Doch nun mal von Anfang an. Die Karten sind in Tütchen gepackt. Hier muss stets beim Wiedereinpacken darauf geachtet werden, dass niemand sehen kann, an welchem Ort man sich befindet. Am besten liegt oben der Agent auf. Je nach Anzahl der Spielenden werden so viele Karten, inklusive dem Agenten, aus der Tüte entnommen. Alle bekommen verdeckt eine Karte zugeteilt.

Spielaufbau

Die Karten jeden Ortes sind in Tütchen verpackt. Damit niemand weiß, welcher Ort kommt, sollte man darauf achten, dass oben drauf immer der Geheimagent ist (s. unten im Bild).

Bist Du der Geheimagent? Dann darfst Du Dich nicht erwischen lassen. Das ist nämlich das Ziel Deiner Mitspielenden. Sie müssen den Agenten entlarven. Man ist also ein Spion oder man übernimmt eine bestimmte Rolle an dem Ort.
Da es jeden mit dem Geheimagenten treffen kann, sollten sich alle die Orte vorher gut anschauen und möglichst gut einprägen. Je mehr man auf die Übersicht mit den Orten linst, umso mehr ist man verdächtig.
Im Grunde können so viele Runden gespielt werden wie man möchte. Zu Anfang werden vier bis fünf Runden empfohlen.

Wenn sich alle die eigene Karte angesehen haben, kann es mit der Fragerei auch schon losgehen. Diese können sehr unterschiedlich sein. Denn ist man z.B. auf einem U Boot, wird man von einem Admiral andere Antworten bekommen, als vom Matrosen oder vom Koch. In der Botschaft findet man ebenfalls verschiedene Charaktere. So ist da ein Diplomat, ein Tourist, ein Sicherheitsbeamter oder aber auch ein Flüchtling.

Innerhalb von acht Minuten sollten die Charaktere den Spion aufdecken. Hat jedoch der Geheimagent eine Vermutung, bevor die Uhr abläuft, oder bevor ein anderer einen Verdacht hat, darf er raten, in welchem Ort die Gruppe sich gerade befindet.

Nachdem die Runde ausgewertet wurde, geht es schon zum nächsten Ort.

Spielbeispiel

Der aktuelle Ort ist die Bank. Niemand darf seine Rolle, die unten links steht, verraten. Das Verwirrspiel darf beginnen. Bekommt der Geheimagent heraus, in welchem Ort er sich befindet?

 

Fazit
Damit das Spiel funktioniert, muss die Gruppe passen. Extrovertierte haben es bei diesem Spiel leichter, als welche, die gerne weniger aufgeschlossen sind. Man braucht ein paar Runden bevor man warm wird. Vor allem beim ersten Spiel wird die Gruppe noch öfters auf die Ortskarte schauen, da es schon recht viele Orte sind. 

Die Gruppe sollte sich vorher einigen, ob man in die Rollen schlüpfen mag oder nicht. Wir spielten es stets mit den Rollen. Das machte das Spiel attraktiver und man hat einen Anhaltspunkt was man fragen könnte.

Das Spiel sieht auf den ersten Blick leichter aus, als es eigentlich ist. Es macht nur Spaß, wenn es auch die richtige Gruppe ist. Aber das muss man einfach ausprobieren. Es hilft sich zu entfalten und es waren die meisten davon angetan in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Passt die Gruppe, kann man mit dem Spiel den ganzen Abend füllen.

 

Bewertung / Test
+ Ein zeitloses Spiel für einen geselligen Abend.
+ Man darf in verschiedene Rollen schlüpfen.
+ Je nach Bedarf kann man die Spielzeit variieren.
– Introvertierte Menschen werden vielleicht eher weniger Spaß haben.
– Die Schrift ist sehr klein auf den Karten.
– Es passt nicht für jede Gruppe. Man muss es einfach ausprobieren.

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • Altersgruppe 50 bis 70 Jahre
  • Altersgruppe ab 71 Jahre

Agent Undercover (2015)

Spielidee: Alexander Ushan
Grafik: Uildrim & Sergey Dulin
Verlag: Piatnik
Anzahl der Spielenden: 3-8 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten

Generationentauglich: Ja. Man benötigt im Alter jedoch ein gutes Auge, da die Schrift etwas klein ist.

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