Die größte Box der Serie, der einfachste Einstieg – 7 Wonders Architects (Rezension)

7 Wonders Architects | Familienspie| ab 8 Jahren | 2 bis 7 Spielende | Antoine Bauza| Repos Production| generationentauglich

Im Vergleich mit seinen beiden Brüdern, „7 Wonders“ und „7 Wonders Duel“ lässt Architects die Erwartungen direkt einmal in die Höhe schnellen wenn man die schöne Packung das erste mal in die Hände nimmt. Dass die Größe in diesem Fall aber nicht mit der Komplexität gleichzusetzen ist wird schon sehr schnell beim Lesen der sehr übersichtlichen und klar strukturierten Anleitung klar.

Spielebox mit Spielertrays, Karten, Markern und einem der sieben Weltwunder

7 Wonders Architects  ist ein Familienspiel von Antoine Bauza und bei Repos Production erschienen. Es ist für 2-7 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Drei gut strukturierte doppelseitige DIN A4 Seiten mit vielen Beispielen und Bildern lassen die Spielenden bereits nach 10-15 Minuten mit der ersten Partie starten. Aber um was geht es eigentlich?

Wie der Name schon andeutet sind wir die Architekten der 7 Weltwunder. Diese bauen wir mit fünf verschiedenen Rohstoffen und einer Goldmünze, die als Joker genutzt werden kann. Die Rohstoffe bekommen wir über die graue Karten auf unsere Hand.

Zudem gibt es noch blaue Siegpunktkarten, die wie der Name schon andeutet, direkt Siegpunkte geben, grüne Wissenschaftskarten, mit denen Vorteile über Fortschrittsmarker erarbeitet werden können, sowie, wie sollte es anders sein, rote Militärkarten, mit denen im Konfliktfall der direkte Vergleich mit den Nachbarn über Sieg(punkte) und Niederlage (ohne Strafe) entschieden wird.

Spielmaterial, Rohstoffkarten, WIssenschaftsmarker, Militärmarker, die Katze, Wunder Kollos von Rhodos

Aber wieder zurück zu unseren Weltwundern. Diese bestehen bei allen Spielerinnen und Spielern aus fünf Teilen, die mit unterschiedlichen Rohstoffkombinationen gebaut werden. Einmal benötigen wir zwei gleiche , bei dem nächsten Bauabschnitt drei unterschiedliche Rohstoffe.

Zudem bietet jedes der sieben Wunder seiner Bauherrin oder seinem Bauherrn gewisse Boni, wie zum Beispiel zusätzliche Militärstärke, das zusätzliche Ziehen einer Karte oder der Auswahl eines Fortschrittmarkers. Ebenfalls gibt es dafür natürlich die heiß begehrten Siegpunkte. Je weiter wir voran schreiten beim Bau, um so mehr.

Aber wie kommen wir nun an diese ganzen Karten heran, seien es Rohstoffe, Siegpunkte, Militärkarten oder Wirtschaftssymbole? Ganz einfach! Alle haben einen eigenen, offen Kartenstapel, auf dem die oberste Karte immer zu sehen ist. Zudem gibt es in der Mitte für alle Spielerinnen und Spieler einen verdeckten Stapel.

Wenn ich nun am Zug bin habe ich immer die Möglichkeit meine oberste Karte zu nehmen, die meines rechts von mir oder die oberste verdeckte Karte aus dem Stapel in der Mitte.

Hier gibt es noch die Möglichkeit über verschiedene Karten mit einer Katze oder Fortschrittsmarker eine Vorschau auf die verdeckte Karte in der Mitte zu erhalten, so dass die Überraschung in Grenzen gehalten werden kann.

Trays der Spieler mit allen 7 Weltwundern

Mit der so erworbenen Karte überprüfe ich nun ob ich ein Set komplettieren kann, entweder um einen Abschnitt meines Wunders zu vollenden, um einen Fortschrittsmarker zu erwerben oder um einen Militärkonflikt herauf zu beschwören. Letzteres wird über Friedenstauben symbolisiert, die je nach Anzahl der gezogenen Militärmarker nach und nach umgedreht werden, bis es zum Konflikt, also dem Vergleichen der Stärke, kommt.

So spielen wir reihum so lange bis einer der Freundinnen oder Freunde am Tisch das Weltwunder vollständig gebaut hat. Damit endet das Spiel sofort.

Allerdings steht damit noch nicht fest, wer gewinnen wird. So schnell geht es zum Glück nicht. Es werden nun nämlich alle Punkte addiert, die im Spiel gesammelt wurden, sei es über direkte Siegpunktkarten, Siegpunkte durch den Vergleich des Militärs oder sonstige Boni, wie etwa aus Fortschrittsmarkern und natürlich den fertig gestellten Bauabschnitten des eigenen Weltwunders.

Das Ende einer Runde „7 Wonders Architects“ sollte je nach Anzahl der Personen sowie der Kenntnis des Spiels nach 20 bis 45 Minuten erreicht sein.

 

Fazit

Die leichten, schnell erlernbaren Regeln, das wunderschöne Material, die leider etwas kleinen Karten mit ihren dennoch großen, klaren Symbolen und eindeutigen Farben sowie griffige Marker und Weltwunderteile lassen das Spiel in allen Altersgruppen zu einem großen Spaß werden, bei dem es selten bei nur einen Partie bleibt.

„7 Wonders Architects“ hat bei mir direkt nach der ersten Partie auf einen Nerv getroffen. Natürlich kann man es nicht mit den beiden älteren KennerspielTeilen vergleichen, aber das will das Spiel auch gar nicht. Hier sollen Neulinge gleichermaßen wie erfahren Spielende an den Tisch geholt werden. Und das gelingt Antoine Bauza  auf wundervolle Art und Weise.

Schneller Einstieg, einfache Regeln und dennoch genug Varianz – das ganze selbst mit voller Besetzung in 25 bis 40 Minuten fast ohne Downtime: Spielerherz, was willst du mehr?


Bewertung / Test

+ Regeln sehr einfach
+ sehr schönes Spielmaterial
+ generationentauglich mit großen Symbolen und Markern
+ bis zu sieben Spielende
– nicht so komplex wie die anderen Teile der Serie

 

(Eine Rezension von Marlon Heinz)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • Altersgruppe 50 bis 70 Jahre
  • Altersgruppe über 71 Jahre

7 Wonders Architects (2021)

Spielidee: Antoine Bauza
Grafik: Etienne Hebinger
Verlag: Repos Production | Asmodee
Anzahl der Spielenden: 2-7 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 – 45 Minuten

Generationentauglich: Oh ja! Die Symbole sind gut zu erkennen, obwohl die Karten etwas klein geraten sind.

 

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