Wer ist denn hier nicht stubenrein? – Poo Poo Pets von Pegasus Spiele (Rezension)

Poo Poo Pets | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 4 Spielende | Sophia Wagner | Pegasus Spiele | generationentauglich

Hunde, Katzen, Vögel und Einhörner. Diese Haustiere versucht man in Poo Poo Pets den anderen abzuwerben und ins eigene Heim zu locken. Doch Vorsicht: Die Vierbeiner scheinen den ganzen Stress nicht so gut zu vertragen. Wenn sie den Besitzer wechseln, machen sie vor lauter Aufregung ein fieses kleines Häufchen. Puh, das stinkt..

Zu sehen ist das Spiel Poo Poo Pets mit allen Materialien.
Poo Poo Pets von Pegasus Spiele

 

Das Spiel
Poo Poo Pets
ist ein Familienspiel von Sophia Wagner und bei Pegasus Spiele erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Ziel des Spiels ist es, sich gegenseitig durch geschicktes Würfeltaktieren, die Tiere wegzunehmen, denn wer keine Tiere mehr vor sich liegen hat, scheidet aus. Und wer als letztes noch übrig bleibt, gewinnt natürlich das Spiel.

Es gibt insgesamt 4 Farben, die jeweils eine der Tierarten repräsentiert. Rosa für die Einhörner, gelb für Katzen, grün für die Vögel und blau stellt die Hunde dar. Wir alle bekommen zusätzlich zu den Würfeln noch 6 Plättchen mit unserer gewählten Tierart, die auf der Vorderseite in der zugeteilten Farbe gefärbt ist. Die Rückseite ist neutral braun gestaltet, denn hier hat das Tier ein Häufchen gemacht.

Zu sehen ist der Spielaufbau für 3 Personen.
Spielaufbau für 3-4 Personen. Bei 2 Personen werden 2 Reihen à 3 Karten gelegt.

Nun würfeln alle gleichzeitig und versuchen Kombinationen zu erwürfeln, die den vordersten Karten der Mitspielenden entsprechen. Denn nur so kann man andere Tiere zu sich locken. Dabei dürfen wir beliebig viele Würfel neu würfeln, liegen lassen und immer, wenn man will, zwischen den „Zielen“ wechseln. Dadurch entsteht natürlich eine gewisse Hektik am Tisch. Die Würfel klappern und oftmals hört man sich selbst oder die Mitspielenden fluchen. Sobald man eine richtige Kombination vor sich liegen hat, schnappt man sich das Quietsche-Häufchen aus der Mitte. Jetzt müssen alle anderen Mitspielenden pausieren und kontrollieren, ob die Person auch wirklich recht hat.

War dem so, dann wandert das entsprechende Tier jetzt zu der Person, die das Häufchen gedrückt hat. Aber Vorsicht, das Tier verträgt den Stress nicht gut. Es wird nun auf die braune Seite gedreht, bevor es ans Ende der Reihe der neuen Besitzerin wandert. Auch hier ist Ärger vorprogrammiert. Meine Mutter hat den Vogel meines Vaters angelockt? Was soll das?! Ich war doch auch kurz davor, jetzt muss ich wieder auf ein neues Ziel würfeln. Sollte mal ein Tier, das ein Häufchen gemacht hat, von Mitspielenden erwürfelt werden, dann wechselt es nicht den Besitzer sondern landet im Karton. Auch falls jemand einen Fehler gemacht hat, muss die entsprechende Person eines ihrer Tiere in den Karton werfen.

Zu sehen sind 6 Tierkarten mit den dazugehörigen 6 farbigen Würfel.
Diese Hunde gehörten mir. Die Betonung liegt auf der Vergangenheit..

So sind im Verlauf des Spiels immer weniger Tiere im Umlauf und Personen, die keine Tiere mehr besitzen, scheiden aus dem Spiel aus.

 

Fazit
Meine Meinung zu Poo Poo Pets ist ziemlich zwiegespalten. Um ehrlich zu sein, finde ich das Thema wirklich absolut dämlich und austauschbar. Ich vermute aber das Spiel versucht den gleichen Fäkalhumor zu treffen, wie Kaka-Alarm oder Krasse Kacke. Da frage ich mich immer, ob das dem ganzen wirklich nützt oder nicht doch eher hinderlich ist. Denn zu mehr als einem müden Lächeln führt das bei mir persönlich in der Regel nicht.

An sich ist Poo Poo Pets ist eine kurzweilige Kombination aus Würfel- und Taktik-Spiel, das  durch kinderleichte schnell erklärbare Regeln punktet. Hier kann wirklich jede Generation mitspielen und nachgedacht werden, muss überhaupt nicht.

Das Material mit den bunten Würfeln, dick ausgestanzten Plättchen und dem Quietsche-Kackhäufchen ist durchaus hochwertig, allerdings ist hier wie so oft die Verpackungsgröße ziemlich überdimensional im Vergleich zum Inhalt.

Meinem Vater beispielsweise hat das Spiel gut gefallen. Er fand es als Spiel, bei dem man sich nicht anstrengen muss und es einfach mal so runterspielen kann, auch in den späten Abendstunden unterhaltsam. Ich denke mir in solchen Fällen immer „Es gibt so viel bessere Spiele, die auch thematisch einen wirklich höheren Anspruch mit sich bringen“.

Persönliches Fazit meinerseits also: Ein wirklich dämliches Thema schadet einem eigentlich unterhaltsamen Würfelspiel mehr als das es nützt. Denn der Mechanismus als solcher bringt wirklich witzige und hektische Unterhaltung mit sich. Ob Kinder den Humor mögen, kann ich nicht beurteilen. Vorstellbar ist es schon, dass sie den Quietsche-Häufchen und das Malheur ihrer vierbeinigen Freunde durchaus witzig fänden. Ich weiß nur, dass ich mit meinen Kids später lieber andere Spiele als Poo Poo Pets auf den Tisch bringen würde.

 

Bewertung / Test
+ kurzweiliger Spaß
+ hochwertige Materialien
– absolut dämliches Thema

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Poo Poo Pets (2021)

Spielidee: Sophia Wagner
Grafik: Anne Pätzke
Verlag: Pegasus Spiele
Anzahl der Spielenden: 2-4
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15-25 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja. Egal wie stupide ich dieses Spiel finde, die Regeln sind definitiv generationentauglich und können von Menschen jeden Alters gespielt werden.

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