Dinosaurier über Alles! – Ein Paradies für Dinosaurier von PandaSaurus Games (Rezension)

Ein Paradies für Dinosaurier | Familienspiel | ab 8 Jahren |  2 bis 5 Spielende | Kasper Lapp |  PandaSaurus |  generationentauglich

Wäre ich eine Gottheit.. würde ich dann Dinosaurier lieben? Keine Ahnung, aber als Mensch finde ich Dinos sehr beeindruckend. Also versuche ich das schönste Paradies für Dinosaurier zu gestalten, um möglichst viele bei mir anzusiedeln und zu füttern. Beutetiere vermehren sich wenn die Bedingungen passen. Raubtiere fressen Beutetiere und vermehren sich bei reichhaltigem Angebot. Gibt es wiederum genug Raubtiere zum Fressen, wenn die Dinos Hunger haben dann legen sie Eier und vermehren sich… und wir freuen uns, denn wir lieben ja nun mal Dinosaurier. Es gewinnt, wer am Ende die meisten Dinosaurier und Eier in seinem Territorium hat. Ob uns das einen ganzen Abend unterhält, lest ihr in meiner Rezension.

Spielkarton und Inhalt
Mithilfe der Beute- und Raubtiere wollen wir unsere Dinosaurier glücklich machen.

 

Das Spiel
Ein Paradies für Dinosaurier ist ein Familienspiel von Kasper Lapp und bei Pandasaurus Games erschienen. Es ist für 2 – 5 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Ein Paradies für Dinosaurier enthält Landschaftsplättchen und Tierfiguren. Wir haben vor uns eine Startlandschaft liegen mit einem Dinosauriernest und einem Dinosaurier. Auf den angrenzenden Feldern leben Ratten, Frösche und Kaninchen. In mehreren Runden werden wir durch geschicktes Auswählen von Plättchen diese Landschaft erweitern, damit sich Beutetiere und auch Raubtiere vermehren: ein Paradies für Dinosaurier!

Spielplan, Ressourcen- und Plättchenauslage zum Start
Spielaufbau für fünf Spielende.

 

Alle Tiere und Dinosauriereier liegen als allgemeiner Vorrat auf dem Tisch. Zusätzlich zu unserem Anfangsgebiet werden abhängig von der Spielerzahl Doppel-hex-Plättchen auf das allgemeine Tableau verteilt. Dies ist die Auslage aus der alle Mitspielenden nacheinander ein Plättchen wählen. Es gibt unterschiedliche Landschaften und teilweise aufgedruckte Tiere, die mit dem Anlegen des Plättchens auf dieses gestellt werden dürfen.

Doppelplättchen mit unterschiedlichen Landschaftsarten
Hier sieht man die verschiedenen Landschaftstypen. Ausserdem erkennt man unten die auf den Plättchen aufgedruckte Spielerzahl.

 

Bin ich am Zug, wähle ich ein Plättchen aus der Auslage und füge es meiner Landschaft hinzu. Plättchen dürfen unabhängig vom Landschaftstyp angelegt werden. Zur Vermehrung der Beutetiere brauchen wir aber möglichst Übereinstimmungen im Geländetyp.

Sobald eine Spalte der allgemeinen Auslage leer ist wird die hier angezeigte Vermehrung ausgelöst. Beutetiere vermehren sich jeweils 1 mal auf ein benachbartes Feld gleichen Landschaftstyps, also z.B. Frösche auf Teichgebiete. Raubtiere begeben sich auf die Jagd und fressen unterwegs Beutetiere: Das erste zum Überleben, jedes weitere löst eine Vermehrung aus. In diesem Fall wird eine weitere Raubkatze bzw. ein weiterer Raubvogel auf das Feld des Beutetiers platziert. Zu beachten ist, dass Raubkatzen nur zwei Felder weit kommen während Raubvögel drei Felder weit fliegen. Entsprechend können maximal eine Raubkatze oder 2 Raubvögel dazukommen.

Auslage aus Plättchen mit Holztierchen darauf
Der Raubvogel fliegt von seinem Startfeld aus los und isst unterwegs den Frosch.

 

Wird die Spalte der offenen Auslage geleert, in der sich der Dinosaurier gerade befindet, wird nach der Beute- oder Raubtieraktion die Dinosaurieraktion ausgeführt. D.h. jeder Spielende bewegt alle seine Dinosaurier bis  zu 5 Felder weit und versucht dabei möglichst Raubtiere zu fressen, für jedes gibt es ein Dino-Ei. Am Ende des Zugs müssen alle Dinosaurier wieder auf einem Gebirge stehen. Auch die muss man also in die eigene Landschaftsplanung mit einbeziehen. Sollte mal kein Raubtier in Reichweite sein, überleben Dinosaurier immerhin, wenn sie Beutetiere fressen.

Die Spielplanauslage im fortgeschrittenen Spiel
Die Vermehrung für Frösche wird nun durchgeführt und dann für die Dinosaurier.

 

Nach der Dinoaktion wird der Dinosaurier in der Auslage für die Wertung ein Feld weiter bewegt, d.h. in der nächsten Runde fressen die Dinosaurier nach einem anderen Tier. Dann werden alle komplett leeren Spalten in der offenen Auslage wieder aufgefüllt und es wird wie gewohnt weiter gespielt. Ist dies nicht mehr möglich, weil alle Plättchen genutzt sind, endet das Spiel und wir ermitteln den Gewinner.

 

Fazit

Ein Paradies für Dinosaurier zu erschaffen ist natürlich keine kleine Aufgabe. In diesem Plättchen-Legespiel kann man aber schon mal üben. Ich war sofort begeistert. Der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Stufen der Nahrungskette erschließt sich in diesem Spiel sehr gut. Da Dinosaurier ja irgendwie immer beliebt sind, ist das Thema für Familien sehr zugänglich.

Beim Auswählen der Plättchen achtet man auch auf die Landschaften der Mitspielenden und welche Wertung eventuell ausgelöst wird. Beim Anlegen der Landschaftsplättchen muss man neben der Vermehrung der Beute- und Raubtiere im Blick behalten, wie der eigene Dinosaurier dann zu den Raubtieren gelangen kann um diese zu fressen. Aber man darf seine Dinos auch nicht am Anfang gleich schon alles auffressen lassen. Ist kein Tier mehr übrig, vermehrt sich die Art bei der entsprechenden Wertung auch nicht mehr. Außerdem möchte man auch weitere Berge, damit der Dinosaurier sich weiter bewegen kann.

So gesehen möchte man immer von Allem, kann aber leider nur ein Plättchen pro Runde anlegen. Die Auswahl ist wichtig, aber man muss auch nicht ewig drüber grübeln. Das Verhältnis fand ich sehr passend. Für Vielspieler gibt es genug Interaktion um tiefer einzusteigen und für Anfänger um alles gut zu bewältigen. Abhängig von der Personenzahl werden Plättchen aussortiert, so gibt es immer eine austarierte Anzahl von Tieren im Spiel. Auch in der vorgeschlagenen Solovariante hat man immer ein spannendes Spielgefühl.

Auch wer kein Dinofan ist, sollte sich dieser Aufgabe einmal stellen. Das Nachstellen der Nahrungskette ist in diesem Spiel gut gelungen, wenn auch sehr vereinfacht. Komplex genug für einen schönen Familienspieleabend oder auch unter Freunden.

Bewertung / Test
+ gutes Plättchenlegespiel
+ Thema funktioniert hier sehr gut
– Figuren teilweise sehr fummelig, klein
– Landschaftstypen auf den Plättchen etwas wimmelig, geht aber noch

 

 

(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Ein Paradies für Dinosaurier (2020)

Spielidee: Kaspar Lapp
Grafik: Gica Tam
Verlag: Pandasaurus Games
Anzahl der Spielenden: 2-5
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren

Spieldauer: 45 – 60 Minuten

Generationentauglichkeit: die Spielfiguren sind etwas fummelig zum greifen, ansonsten kann jeder das Spiel spielen

Pädagogisch wertvoll: vermittelt die Funktion von Nahrungsketten