Hutan | Familienspiel | ab 9 Jahren | 1-4 Personen | Daniel Skjold Pedersen & Asger Harding Granerud | kompetitiv | Ravensburger | generationentauglich

Kommt mit auf eine Reise in den Dschungel. Wir dürfen uns über ein farbenprächtiges Spielerlebnis freuen. Ein kleiner Spaziergang durch einen lebendigen Wald. „Hutan“ kommt aus dem Indonesischen und heißt übersetzt „Regenwald“. Mit den verschiedenen Schwierigkeitsstufen reicht es hier von einem Familienspiel bis zu einem leichten Kennerspiel. Hinter der naturverbundenen Fassade entpuppt es sich schnell zu einem fordernden Puzzle, das jede Runde neue Entscheidungen abverlangt.
Zugegeben, der Aufbau erfordert schon etwas Zeit. Es ist auch wirklich viel Material in der Schachtel enthalten. Ist es eure erste Partie, orientiert euch an dem vorgegebenen Aufbau. Schwerer könnt ihr es euch später machen. Über 9 Runden hinweg gestalten wir unser eigenes kleines Waldstück. In jeder Runde hat man 2 Aktionen. Wir lassen Blumen und Bäume wachsen und versuchen so die Tiere des Waldes anzulocken wofür es extra Punkte gibt. Je nachdem, wie viele Personen mitspielen, wird eine bestimmte Anzahl an Karten in 9 Stapeln vorbereitet. Wer die Runde beginnt, erhält den Startmarker. Bist du am Zug, suchst du dir eine Karte aus. Das Schwierige an vielen Zügen ist, vor allem gegen Ende der Partie, dass man alle Blumen verbauen muss – auch wenn man nicht will. Das tut dann oft schon sehr weh, da man sich selbst Minuspunkte bescheren muss. Die Blumen müssen nämlich angrenzend aneinandergelegt werden. So beginnt spätestens ab Runde 5 das Grübeln. Aber genau das macht den Reiz aus. Die Natur ist eben nicht perfekt, auch wenn sie es sein möchte, beziehungsweise man es sich noch so sehr wünscht.
Auf den Tableaus sind die Felder in verschiedenen Größen abgebildet. Die 2er und 3er sind noch leichter zu erfüllen, die anderen schwieriger. Da muss man schon gut überlegen, welche man dann eröffnet. Es gibt nur Pluspunkte wenn das jeweilige Gebiet farbrein ist. Gebiete, die unfertig oder nicht farbrein sind, geben euch Minuspunkte. Könnte man auf eine Blume noch eine weitere gleichfarbige draufsetzen, darf man einen Baum pflanzen. Jeder Baum bringt am Ende 2 Punkte. Schafft man es allerdings, ein Feld perfekt zusammenzusetzen, also den letzten Baum in das Gebiet bringt, darf man ein Tier anlocken. Das bringt dann einige Punkte zusätzlich.
In unseren Testrunden war auch der Startspielermarker sehr begehrt. Vor allem gegen Ende hin. Denn man muss ja das nehmen, was auf der Karte vorgegeben ist. So wird man von Runde zu Runde etwas sparsamer mit dem Anpflanzen und hat dadurch mehr Auswahl in der Auslage.
Ihr wollt es etwas schwieriger? Dann nehmt die Sonderkarten hinzu. Legt dazu 5 zufällige Karten für die Endwertung offen auf den Tisch. Diese dann auch noch im Auge behalten zu müssen, erfordert Aufmerksamkeit.
Reicht euch das immer noch nicht? Probiert es doch solo oder stellt euch den weiteren Erweiterungen.

Fazit
Das Cover ist ein Blickfang. Packt man „Hutan“ aus, erfreut sich das Spielerherz. Das Material ist herausragend. Robust, farbenfroh und stimmungsvoll. Da die Tableaus immer wieder neu zusammengesetzt werden können, wird Variation im Spielverlauf geboten.
Das Thema wirkt nicht aufgesetzt, sondern vielmehr stimmungsvoll und bietet taktische Tiefe.
Welche Felder können entbeert werden? Geht man auf Nummer sicher, oder liebt man das Risiko und hofft auf sein Glück? „Hutan“ durfte ich auf Spieletagen bereits mehrmals erklären… und ich kann euch sagen: Nie wurde ein Interessent enttäuscht. Dies gilt für Jung und Alt gleichermaßen. Dieser Augenschmauß begeisterte alle Generationen.
Bewertung / Test
+ einfaches Familienspiel bishin zu leichtem Kennerspiel variabel
+ hochwertiges Material (wunderschöne Illustrationen)
+ aktuelles Thema stimmig umgesetzt
– sorgt für Frust wenn man in den letzten Runden keine passenden Karten bekommt
(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)
Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)
Spielecafé der Generationen – Jung und Alt Spielt – YouTube
Hutan (2025)
Spielidee: Asger Harding Granerud & Daniel Skjold Pedersen
Grafik: Vincent Dutrait
Verlag: Ravensburger
Anzahl der Spielenden: 1-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 9 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Generationentauglich: Ja. Man benötigt dennoch einen guten Überblick über das eigene Spielbrett.
Pädagogisch wertvoll: Ja. Den Kindern wird dieses wichtige Naturthema näher gebracht.