Schweine würfeln war gestern! – Stuglandet von HABA (Rezension)

Stuglandet | Familienspiel | ab 5 Jahren | 2-4 Personen | Erik Ambring und Acke Ambring | HABA | generationentauglich

 

Stuglandet: Endwertung einer Partie zu zweit. Orangene und Blaue Marker stehen auf der zufällig zusammengestellten Karte.
Rien ne va plus – Orange hat die Partie beendet.

Urlaub in Schweden – au ja, das klingt fein. Jetzt noch schnell ein Stuga (oder auf Deutsch: eine Hütte) finden, und der Erholung in der Natur steht nichts im Wege. Doch Moment, wie kommen diese Ferienhäuschen eigentlich an ihre, zum Teil malerischen, Standorte? Eine Idee, wie das passiert sein könnte, liefert die multilinguale Version des Spiels „Stuglandet“ von HABA, denn dort werden diese Häuschen zunächst wie Würfel geworfen und je nach Ausrichtung bei der Landung ins Spiel eingesetzt – oder eben auch nicht. Dabei gibt es die „sweet spots“, die von allen gemocht werden, und natürlich ebenso die Plätze, die keiner so richtig will… Weil eine Partie Stuglandet genauso schnell vorbeigehen kann wie ein Schwedenurlaub (also viel zu schnell), folgt auf eine Partie oft auch eine zweite, dritte oder vierte…

Vom Stil der Illustrationen und dem Verlag selbst sollte man sich hier nicht täuschen lassen: auch wenn das Mindestalter mit 5 Jahren angegeben ist und alles ein wenig nach Pippi Langstrumpf aussieht – es geht manchmal recht gemein her, wenn gegnerische Hütten vom Plan gefegt werden, um sie durch die eigenen zu ersetzen. Die liebevolle Gestaltung gilt es nochmal explizit hervorzuheben, denn hier ist alles thematisch passend; selbst die Spielschachtelinnenseite ist komplett gestaltet und lädt uns in eine Stuga ein – da hier alles am erwarteten Platz steht, scheint sie richtig gelandet zu sein.

Stuglandet: Der Blick in das innere Schachtel zeigt komplett eingerichtetes Haus eben von innen.
Liebe fürs Detail: Wie schön kann eine Spielschachtel sein? Stuglandet: Ja!

Fazit
Einfache Regeln, schnell erklärt – wirf drei deiner Hütten und schau, wie sie landen: Je nach Ergebnis platziere die Hütte auf dem Plan, verschiebe eine Hütte oder tausche eine auf dem Plan stehende Hütte aus. Ist eine Region voll, gilt sie als tabu. Die Person, die zuerst alle eigenen Hütten auf dem Plan untergebracht hat, beendet das Spiel. Punkte gibt es für Mehrheiten und Nachbarschaften sowie für Platzierungsboni. Wer nach der Endwertung die meisten Punkte hat, gewinnt das fröhliche Hüttenwerfen. Das Regelwerk skaliert altersentsprechend sehr gut.

Auch wenn die Idee nicht neu ist, so ist sie hier hübsch in Szene gesetzt – das begeistert Jung und Alt. Mit nur wenigen Erklärungen kann man direkt in die erste Partie starten, die Wertung kann während des Spiels kurz erläutert werden. Die Größe des Terrains hängt von der Personenzahl am Tisch ab. Zu zweit ist die Landschaft kleiner als zu viert, und dennoch wird es in Schweden immer wieder eng, und schnell wird die letzte Hütte platziert. Das fordert oft die Revanche unmittelbar im Anschluss.

Hütten aus Holz in vier verschiedenen Farben und relativ stabiler Karton als Landschaftsplättchen: fertig ist das robuste Spiel für Jung und Alt, drinnen und draußen, egal wo – eine glatte Fläche zum Würfeln vorausgesetzt – „Stuglandet“ eignet sich dafür perfekt!

Bewertung / Test
+ einfache Regeln
+ kurze Spieldauer
+ robustes und hübsches Spielmaterial
– nach ein paar Spielen „Alles Gesehen“

(Eine Rezension von Tobias Mallock)


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Stuglandet (2026)

Spielidee: Erik Ambring, Acke Ambring
Grafik: Fabian Göranson
Verlag: HABA
Anzahl der Spielenden: 2 – 4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 5 Jahren
Spieldauer: 15 – 30 Minuten

Generationentauglichkeit: Vom Vorschulalter an spielen hier alle gern und mit gleichen Chancen am Tisch. Material und Regelwerk ermöglichen das generationenübergreifende Spiel hervorragend.