Seid ihr im Einklang? – Ensemble von Leichtkraft (Schwerkraft) (Rezension)

Ensemble | Gruppenspiel | ab 14 Jahren |  2 bis 10 Spielende | Luigi Ferrini & Daniele Ursini | Leichtkraft (Schwerkraft) | generationentauglich

„Denkt ihr wie ich denke, dann denke ich aber nicht so wie ihr, oder soll ich denken wie ich denken würde und ihr denkt so wie ich denken könnte?“
Ihr kennt solche Gedankengänge, oder?

Warum man manchmal einfach drauflosspielen und gar nicht lange nachdenken sollte, sagt uns eigentlich schon der erste Satz. Sonst kommt man am Ende zu sehr ins Grübeln und ist mit den Anderen gar nicht mehr im Einklang.

Ein Spiel ohne zu reden, auch wenn die Spielregeln noch so einfach sind, kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Auf solche Spiele muss man sich einlassen können. Spielzüge planen kann man hier nicht. Man muss seiner Intuition vertrauen können. Tut man das, kann man ein wunderbares Spielgefühl haben. Ich mag solche Gruppenspiele sehr gerne und habe mich sehr gefreut „Ensemble“ testen zu dürfen. Ob das Spiel meine Erwartungen erfüllt und auch meine Mitspielenden überzeugt hat, lest ihr hier.

Spieleschachtel mit Inhalt

 

Das Spiel
Ensemble
 ist ein Gruppenspiel von Luigi Ferrini & Daniele Ursini und bei Leichtkraft (Schwerkraft) erschienen. Es ist für 2-10 Spielende geeignet und kann ab 14 Jahren gespielt werden.

Kennt man Spiele wie Dixit, Belratti oder Similo, findet man sich bei „Ensemble“ schnell zurecht. Und doch ist es wieder ganz anders. Gemeinsam soll es uns gelingen neun Level im „Einklang“ zu sein. Schaffen wir das, erwarten uns weitere Szenarien. Doch dazu später mehr.

Bevor wir beginnen können, bekommen alle erstmal neun Stimmkarten einer Farbe, die Levelleiste wird zusammengesteckt und in der Tischmitte platziert. Die Erinnerungskarten werden gemischt und auf einem Stapel verdeckt abgelegt. Je nach Mitspieleranzahl werden die Lebensmarker bereitgelegt.

Dann kann es auch schon losgehen. Keine Sorge, das Spiel startet ganz langsam. Oberhalb der Leiste werden über der 1 und der 2 jeweils eine Karte gelegt. Das sind unsere „Erinnerungskarten“. Unter der Leiste kommt die nächste Karte vom Nachziehstapel. Dies ist unsere „Herausforderungskarte“.

Anhand von bunten Motiven verschiedener Themen sollen wir uns im Stillen auf eine Karte einig werden.
Wir sind schon in Level 4 angekommen. Welche obere Karte würde eurer Meinung nach am besten zur unteren passen?

 

Was müssen wir jetzt tun? Eigentlich ganz einfach. Alle suchen sich von ihren Stimmkarten eine Zahl aus, zu Beginn erstmal die 1 oder die 2, von der sie glauben, welche von den oberen Karten am besten zur unteren passt und legen sie verdeckt auf den Tisch. Haben alle Spielenden sich entschieden, werden die Stimmkarten aufgedeckt. Wurde die gleiche Zahl ausgewählt, hat man das Level geschafft. Die gewählte Erinnerungskarte wird zur Herausforderung und wandert nach unten. Der Marker wird auf der Leiste zur drei vorgerückt, die Erinnerungskarten werden bis zur drei aufgefüllt und es geht weiter. Die gleiche Vorgehensweise wiederholt sich. Im Optimalfall bis Level 9. Dann hat die Gruppe das Spiel gewonnen. Doch je mehr Karten in das Spiel kommen, umso schwieriger wird es.

Doch zum Glück haben wir die Lebensmarker. Stimmt eine Stimmkarte nicht überein, muss das Level wiederholt und ein Lebensmarker umgedreht werden. Die Erinnerungskarte mit den meisten Stimmen wird im diesen Fall dann die Herausforderungskarte. Spielen mehrere mit, kann es auch sein, das zwei oder sogar drei Karten zu Herausforderungskarten werden. Welche von den oberen Karten erklärt dann am besten alle unteren? War dies in den Testrunden der Fall, kamen die meisten ins Grübeln. Doch auch hier ist es wohl eher ratsam, gar nicht so viel nachzudenken.

Auch die Stimmkarten wurden übersichtlich dargestellt.
Das Spiel funktioniert in kleinen und großen Gruppen. Je mehr mitspielen, umso schwieriger wird es aber.

 

Je weiter die Gruppe kommt, umso wichtiger ist es, dass die Karten möglichst genau über der Zahl auf der Levelleiste liegen. Man verschaut sich dann schnell. Jung und Alt hat sich hier immer wieder mal vertan, wenn die Karten unordentlich hingelegt wurden.

War man sich einig, also alle Mitspielenden haben die gleiche Zahl aufgedeckt, bekommt man ein Leben wieder zurück. Schafft die Gruppe auch das 9. Level, darf es sich an ein weiteres Szenario, sowie dann auch noch an zwei zusätzlichen, wagen. Dazu möchte ich aber nichts verraten. Um was es dabei geht, sollt ihr selbst herausfinden. Es warten auf euch alle Fälle noch drei weitere spannende Abenteuer, die noch mehr Reiz in das Spiel mit einfließen lassen.

Im Spiel sind 3 weitere Szenarien enthalten. Das macht das Spiel noch spannender.
Mit einem neuen Szenario kommen nicht nur kleine neue Regeln ins Spiel, sondern auch neue Karten.

 

Fazit
Ein Spiel, dass bei den meisten gut ankam. Egal ob Gelegenheits- oder Vielspielende, Jung und Alt, alle waren voller Eifer dabei. Sofern sie sich darauf einlassen wollten. Spiele, wo man sich auf seine Intuition verlassen muss, sind natürlich Geschmacksache. Die Art der Illustration kam bei vielen sehr gut an.
Es ist durchaus generationentauglich. Die Karten sind groß, das Spielmaterial lässt sich gut übersichtlich gestalten.

Es brachte tolle Gespräche auf den Tisch. Warum jemand so gedacht hat, wie er gedacht hat. Kinder konnten üben sich auszudrücken und zu begründen.

Habe ich ein Spiel von Schwerkraft in der Hand (Leichtkraft gehört zu Schwerkraft) bin ich eine tadellose Materialverarbeitung gewohnt. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Levelleiste besteht aus drei Puzzleteilen. Diese passen nicht so ganz zusammen. Auf Nachfrage beim Verlag passierte dies wohl bei der ersten Auflage. Sehr schade, auch wenn der Spielverlauf davon nicht beeinflusst wird.

 

Bewertung / Test
+ Bekanntes Spielschema, aber doch neu.
+ Es funktioniert in kleinen, sowie in größeren Gruppen gut.
+ Neue Szenarien peppen das Spiel dann nochmal auf.
– Bei der ersten Auflage passten die Puzzleteile nicht zusammen.
– Wir sollen im Einklang sein, aber mit Musik hat das Spiel nichts zu tun.

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Rezensentin Köstlinger Christiane

 

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Gruppenspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • Altersgruppe 50 bis 70 Jahre
  • Altersgruppe ab 71 Jahre

Ensemble (2021)

Spielidee: Luigi Ferrini & Daniele Ursini
Grafik: Daniela Giubellini
Verlag: Leichtkraft (Schwerkraft)
Anzahl der Spielenden: 2-10 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 14 Jahren
persönliche Altersempfehlung: Ab 7 oder 8 Jahren. Manche Bilder zeigen Gewalt (Waffen). Diese kann man vorher aussortieren. Es sind genügend „normale“ Karten dabei. 
Spieldauer: Je besser die Gruppe ist, umso länger dauert das Spiel. Eine gute Gruppe spielt etwa 30 Minuten.

Generationentauglich: Ja. Auf alle Fälle. Es hatten alle Generationen Spaß.

Pädagogisch wertvoll: Das Kind lernt sich auf andere einzulassen und kann seine eigenen Gedanken erklären.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen weiter verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen