Einfach und spannend – Can’t Stop von Franjos (Rezension)

Can’t Stop | Familienspiel | ab 7 Jahren |  2 bis 4 Spielende | Sid Sackson |  franjos | generationentauglich

Dies ist nun die dritte unterschiedliche Ausgabe dieses Würfelspiel-Klassikers. Die älteren Ausgaben (aus anderen Verlagen) sind vergriffen. Diese neue von franjos verdient mehr Verbreitung und Aufmerksamkeit. In einigen Fachgeschäften habe ich sie nicht gefunden. Der Verein Spielecafé der Generationen hat dieser Ausgabe das Generationenspiel-Siegel verliehen. Unabhängig davon ist hier zu lesen, warum ich Can’t Stop so gerne empfehle.

Spielkarton und Inhalt

 

Das Spiel
Can’t Stop ist ein Familienspiel von Sid Sackson und bei franjos erschienen. Es ist für 2 – 4 Spielende geeignet und kann ab 7 Jahren gespielt werden.

Wenigspielenden, gerade älteren Wenigspielenden begegne ich ziemlich häufig, mal im Spieletreff, aber vor allem im Familien- und Freundeskreis. Da braucht es Spiele, die ansprechen, schnell erklärt sind und nicht mit Materialfülle Befürchtungen füttern. Can’t Stop ist da ideal.

Alle Spielenden bekommen große Holzscheiben einer Farbe, dazu gibt es noch vier rote Würfel und drei Bergsteigerfiguren für den- oder diejenigen, der oder die an der Reihe ist. Aus dem Würfelergebnis der vier Würfel werden zwei Paare und somit deren Summen gebildet. Auf den entsprechenden Seilschaften, sprich Spalten werden die ersten Bergsteiger eingesetzt. Erreicht man zweimal die gleiche Summe, reicht einer.

Vier Würfel, zwei eingesetzte Bergsteiger
Hier wurde 6 und 7 gewählt, 4 und 9 wäre auch möglich gewesen.

 

Nun wird weiter gewürfelt, denn es stehen ja drei Bergsteiger zur Verfügung. Danach ist es eine Risikoabwägung. Ich kann so lange weiterwürfeln wie ich möchte, doch muss ab jetzt immer eine der Zahlen getroffen werden, auf deren Reihe ein Bergsteiger steht. Gelingt dies nicht, gehen die Bergsteiger an den:die Nächste:n weiter und die bisherigen Würfe sind verloren. Höre ich rechtzeitig auf, werden unter den Bergsteigern meine Scheiben gelegt als Basislager. Dieses Würfelergebnis ist sicher und beim nächsten Wurf geht es von dem Basislager aus weiter.

Bergsteiger steht auf einer gelben Scheibe, dahinter eine lila Scheibe
Lila startet nun von diesem Feld. Dass dort eine gelbe Scheibe liegt, spielt keine Rolle.

 

Natürlich kommen die Summen zweier Würfel unterschiedlich oft vor. Eine 2 und eine 12 sind seltener als eine 6 oder 7. Deshalb sind die Zahlen auf dem Spielplan so angeordnet, dass ja nach Wahrscheinlichkeit die Wege zum Gipfel unterschiedlich lang sind. Ziel ist es, drei eigene Steine auf die Gipfelpunkte zu bringen. Damit wir das Spiel sofort gewonnen.

Die Spielanleitung kommt etwas altbacken daher, erfüllt aber ihren Zweck. Aufgeführt sind zudem Varianten, mit denen eine Partie spannender und länger wird. Auf der Rückseite des Spielplans ist eine Nachtseite abgebildet, die sich auf eine Variante bezieht.

In allen Runden, in denen ich Can’t Stop angeboten habe (und das sind einige) kam es sofort gut an. Da gibt es Spielende, die auf Sicherheit gehen und damit sogar gewinnen. Da gibt es die Risikofreudigen, die allen theoretischen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz scheitern. Und letztlich wird es zum Ende immer spannend, ein größeres Risiko einzugehen um die dritte Scheibe zu positionieren. Und wenn man verliert, kann man sich immer auf das Würfelpech berufen.

Fazit

Ein ideales Spiel für Gelegenheits- und Wenigspielende: schnell erklärt, schnell verstanden und auch schnell gespielt. Für erfahrene Spielende ist es ein schöner „Opener“ für einen Spieleabend, mit dem man leicht beginnt, um später Schwieriges folgen zu lassen oder als Absacker am Ende eines Spieleabends. Ich spiele es selber auch gern, dabei gehöre ich zur Fraktion der Kenner bis Experten.

Nicht umsonst wurde „Can’t Stop“ zum dritten Mal aufgelegt, somit kann man es einen modernen Klassiker nennen. Vielfach wurde der Titel in meinen Spielerunden anschließend aufgeschrieben oder es wurde der Karton fotografiert, um es selber anzuschaffen. Leider habe ich es kaum im Fachhandel gesehen, es sei denn in den legendären Spielegeschäften. Es hätte mehr Verbreitung verdient.

Zur Generationentauglichkeit brauchen wir hier kein Wort verlieren, schließlich hat es unser Siegel.

Fazit von Christiane: Ich kann hier Pauls Einschätzung nur bestätigen. „Can´t Stop“ ist auch ein Spiel für Personen die sich eher weniger zutrauen, weil sie Angst haben etwas falsches zu tun. An dieses Würfelspiel wagten sich bisher alle ran. Die Regeln sind übersichtlich, die Würfel bringen Spannung in das Spiel.
Auch Vielspielende bringen diese leichte Kost immer wieder mal auf den Tisch.
Ins Auge springt natürlich auch die farbenfrohe, aber dennoch dezente Illustration. Die Spielsteine aus Holz kommen natürlich immer gut an.

 

Bewertung / Test
+ schnell aufgebaut und erklärt
+ auch für Wenigspielende ; spannend

 

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Can't Stop (2020)

Spielidee: Sid Sackson
Grafik: atelier198
Verlag: franjos
Anzahl der Spielenden: 2 – 4
Altersempfehlung Verlag: ab 7 Jahren

Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja, alles groß und deutlich, gut greifbar, Farben gut unterscheidbar, hoher Spielspaß

Pädagogisch wertvoll: Kinder lernen Konzentration (mögliche Summenbildungen) und Risikoeinschätzung

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