Kosmoktopus | Kennerspiel | ab 10 Jahren | 1-4 Personen | Henry Audubon | Miraculus

In den verschiedensten Ecken der Welt sammeln sich Kultisten, um den großen Tintigen zu erwecken – ein schrecklich süßes Monster aus einer fremden Galaxie. Um die Ankunft des Himmelsoktopus vorzubereiten, benötigt es verbotene Schriften und groteske Reliquien, um die wahnsinnigen Halluzinationen und fremden Sternenkonstellationen richtig zu deuten. Je mehr verbotenes Wissen ihr euch dadurch aneignet, desto mehr tentakelartige Auswüchse können sich manifestieren, bis der große Erlöser endlich erscheint.
Im Spiel legt man die Tintenreichplättchen aus, um somit den Spielplan zu konstruieren. Der Kopf des großen Kosmoktopus darf dann am Anfang jedes Zuges bewegt werden und je nachdem auf welchem Feld er endet, darf man sich dann Ressourcen oder Handkarten nehmen. Es gibt 4 verschiedene Ressourcen (Tinte, Gold, Sterne und Geheimnisse), welche dann benutzt werden können, um Handkarten, sogenannte Gefolge-Karten, zu spielen. Diese haben ebenfalls 4 verschiedene Arten, die dann meist auch die entsprechenden Ressourcen benötigen, um gespielt zu werden. Schwarze Schriftkarten reduzieren die Kosten für andere Karten, goldene Reliktkarten bringen meiste mehr Ressourcen, rote Halluzinationen sind starke Einmal-Effekte und für türkise Konstellationen muss man Ressourcen sammeln, um sie zu erfüllen. Das Ziel ist es 8 Tentakel zu beschwören. Das geht entweder durch verschiedene Karten, von denen man Tentakel erhalten kann, oder man schaltet als erste Person das Verbotene Wissen frei. Zu jeder Ressource gibt es ein Verbotenes Wissen, welches ganze 13 Stück der jeweiligen Ressourcen kostet, aber 2 Tentakel wert ist. Gewonnen hat man bei 8 beschworenen Tentakeln.

Aber ab da wird das Spiel dann eigentlich interessant. Denn man kann nicht nur gegeneinander, sondern auch miteinander spielen oder sogar alleine. Im Modus gegeneinander muss man der erste Kultist sein, der den großen Tintigen beschwört. Wenn man aber zusammenspielt, gibt es einen Privatdetektiv, der eure Pläne durchkreuzen will. Er sammelt ebenfalls Ressourcen und macht einem hier und da auch mal das Leben schwer. Schafft er es 8 Tentakel vor euch zu bekommen, sind eure Pläne durchkreuzt. Ich habe mit einem Freund von mir beide Varianten ausprobiert und den Modus gegeneinander für besser befunden. Zusammenspielen macht auch viel Spaß, aber es gibt leider zu wenig Möglichkeiten sich gegenseitig zu unterstützen. Gegeneinander kann man dafür den Mitspielenden besser Karten wegschnappen, die verbotenen Wissensplättchen wegkaufen oder den Kosmoktopus taktisch gemein bewegen.
Allgemein hat das Spiel einen sehr hohen Wiederspielwert, einerseits durch die anderen Spielmodi, andererseits durch die Möglichkeit das Tintenreich frei aufzubauen. Dann gibt es auch noch 4 unterschiedliche spezielle Tintenplättchen und die Mechanik der Wurmlochplättchen kann auch noch hinzugefügt werden. Also egal, wie man das Spiel spielt, es macht auf jeden Fall Laune nochmal zu spielen. Die ersten Züge sind immer ruhig, bis man irgendwann Kombinationen aufbaut, welche einen großen Vorteil verschaffen, bis man dann richtig eskalieren kann. Allgemein ist es ein sehr flüssiger Spielablauf. Wir sind auch auf keine Probleme oder größeren Unklarheiten gestoßen, alles ist gut beschrieben und die Mechaniken funktionieren. Das Design ist ansprechend und niedlich. Die Symbole auf den Karten sind übersichtlich, genau wie die Anleitung.
Fazit
Ich finde das Spiel ist süß designend und macht auch Spaß zu spielen. Auch wenn sich der Verlauf des Spiels ähnlich anfühlt, wie bei vielen anderen Brettspielen, die darauf basieren Ressourcen zu sammeln, um bessere Karten zu spielen, hat mir das Spiel durch seine hohe Variation und seinen eigenen Charm sehr gut gefallen. Das Kosmoktopus-Modell ist mit seinen Tentakeln sehr schön anzuschauen und der Spielverlauf ist reibungslos. Bei einem Preis von 50€ kann man das aber auch erwarten. Tatsächlich ist der Preis das Einzige, was mich etwas stört. Ich weiß zwar nicht, wie viel die Mini-Tentakel in der Produktion kosten, aber keins der anderen Teile oder Kartendesigns hatte besonders hohe Qualität und außergewöhnlich viel Materialinhalt hat das Spiel auch nicht geboten. Wenn man das verkraften kann und einen Einzelentwickler gerne unterstützen möchte, dann ist das Spiel sehr zu empfehlen.
Bewertung / Test
+ Schönes Design
+ Flüssiger Spielablauf
+ Viel Variation im Spielaufbau
+ unterschiedliche Spielmodi
– erhöhter Preis
(Eine Rezension von Alec Wagner)
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Kosmoktopus (2025)
Spielidee: Henry Audubon
Verlag: Miraculus
Anzahl der Spielenden: 1-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 12 Jahren.
Eigene Altersempfehlung: Ab 12 Jahren.
Spieldauer: 60 – 90 Minuten