Heute schon genascht? – Kipp mir Saures von Zoch (Rezension)

Kipp mir Saures | Familienspiel | ab 8 Jahren |  2 bis 4 Spielende | Emmanuel Albisser | Zoch | generationentauglich

Als ich die Spieleschachtel sah, war mein erster Gedanke: „Oh, das könnte lustig werden!. Sieht wie ein heiteres Familienspiel aus.“ Und ja, meine Intuition hat mich nicht getäuscht. Uns erwartet ein Würfelspiel für die ganze Familie. Doch hat es den ersten Eindruck auch dauerhaft bestätigt?

Spieleschachtel mit Inhalt

Das Spiel
Kipp mir Saures
 ist ein Familienspiel von Emmanuel Albisser und bei Zoch erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Bevor wir überhaupt zu spielen beginnen können, muss unser Naschwerk erstmal zusammengebaut werden. Und das tatsächlich jedes Mal. Das war anfangs ganz schön mühselig. Baut man das Gestell zum zweiten Mal aber zusammen, stellt man fest, dass man dafür doch kein Studium benötigt. Für die ältere Generation kann ich mir aber gut vorstellen, dass aufgrund der Feinmotorik, das nicht ganz so leicht fallen könnte.

Sind die Karten „Süßigkeiten“ bereitgelegt und die Würfel an die Spielenden ausgeteilt, kann es auch schon losgehen. Beim Würfel austeilen muss darauf geachtet werden, dass alle Spielenden den gleichen Würfelsatz bekommen. Es gibt drei verschiedene Größen in drei verschiedenen Farben.

Alle bekommen den gleichen Würfelsatz, die Aufgabenkarten werden ebenfalls ausgelegt.
Jetzt kann es losgehen. Die Würfel wurden verteilt und die Aufgabenkarten bereitgelegt.

 

Hast du als letztes genascht, beginnst du das Spiel. Die Spielzüge sehen immer gleich aus. Bist du dran, nimmst du einen eigenen Würfel und wirfst ihn in eine der drei Röhren. Kippt die Röhre nicht, ist die nächste Person im Uhrzeigersinn an der Reihe. Kippt jedoch die Röhre, dürfen sich alle reihum einen Würfel nehmen und die jeweilige Röhrenaktion ausführen.

Welche Röhrenaktionen gibt es?
Kippt die linke Röhre, dürfen sich die Spielenden Süßigkeiten (kleine Würfelchen) zu sich nehmen. Wie viele Würfelchen ich zu mir nehmen darf, hängt von der Augenzahl ab die im „Purzelfach“ gelandet ist. Außerdem müssen die Würfelchen mit der Würfelfarbe übereinstimmen.
Ich darf nicht mehr als zehn Würfelchen bei mir haben. In manchen Spielrunden nahm es die Leichtigkeit des Spiels raus und brachte manchmal Frust, da zehn Süßigkeiten schnell erreicht wurden. Da würde ich empfehlen, wenn auch euch das Limit zu klein ist, es auf zwölf oder fünfzehn hochzusetzen.

Wurde die mittlere Röhre zum Kippen gebracht, dürfen sich die Spielenden Auftragskarten aus der Tischmitte nehmen. Natürlich sollte man darauf achten, dass man passende Würfelchen zu den Karten hat. Auch hier ist wieder die Farbe des Würfels entscheidend. Wie auch bei der ersten Röhre darf ich den Würfel wieder bei mir behalten.

Wird die rechte Röhre ausgelöst, müssen Auftragskarten erfüllt werden. Die Karten geben unterschiedlich Punkte. Je mehr Punkte umso mehr Würfelchen werden verlangt. Gut, dass es da manchmal auch eine bunte Mischung gibt. Nehme ich mir also aus dem „Purzelfach“ einen gelben Würfel, kann ich dazu einen gelben Auftrag mithilfe von gelben Würfelchen erfüllen. Jetzt darf ich den Würfel jedoch nicht mehr behalten, sondern markiere damit die Auftragskarte als erledigt.

Hat jemand fünf Auftragskarten erfüllt, endet das Spiel. Nun wird zusammengerechnet. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Die linke Röhre ist gekippt und wird nun ausgewertet. Die Spielenden erhalten je nach Augenzahl der gewählten Würfel die Zutaten.
Die linke Röhre ist gekippt. Der aktive Spielende darf sich zuerst einen Würfel aussuchen und sich dementsprechend „Zutaten“ nehmen. Reihum dürfen sich nun alle einen Würfel aussuchen bis kein Würfel mehr im Fach liegt und sich der entsprechenden Augenzahl kleine Würfelchen zu der passenden Würfelfarbe nehmen.

 

Fazit
Es ist mal etwas Anderes. Ein Würfelspiel, das aber irgendwie nicht ohne Taktik auskommt. Wo wirft man seinen Würfel rein? Wie viele sind schon in der Röhre? Welche Würfelgröße kann ich opfern? Während des Spielverlaufs stellt man sich immer wieder solche Fragen. So einfach, wie es aussieht ist es eigentlich gar nicht. Es ist schon eine Herausforderung. 

In den Testrunden hat es eher die jüngere Generation angesprochen, da es den älteren Personen dann doch zu kompliziert war, weil man auf Vieles achten muss.

 

Bewertung / Test
+ Die kippenden Röhren fanden alle lustig.
+ Farbenfrohe Gestaltung, lustige Wortkreationen.
+ Hinter einem scheinbar lustigen Würfelspiel versteckt sich ein leicht taktisches Spiel.
– Man muss es jedesmal ab- und aufbauen.
– Für ein Familienspiel ist es an manchen Stellen zu streng. Man kann sich aber gut auf Hausregeln verständigen.

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Rezensentin Köstlinger Christiane

 

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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • Altersgruppe 50 bis 70 Jahre

Kipp mir Saures (2021)

Spielidee: Emmanuel Albisser
Grafik: Folko Streese
Verlag: Zoch
Anzahl der Spielenden: 2-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 45 minuten

Generationentauglich: Es hat eher die jüngere Generation angesprochen. Für die älteren Personen waren es zu viele Regeln die zu erlernen waren.

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