Ein Spiel mit Sommerabendgefühl – Fairy Lights von Sit Down! (Rezension)

Fairy Lights | Kartenspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 6 Spielende | Joan Dufour | Sit Down! |  generationentauglich

Was gibt es Schöneres, als an einem gemütlichen Sommerabend draußen im Schein von Lichterketten zu sitzen? Genau ein Spiel, welches auch noch dieses Gefühl transportiert. Dies schafft „Fairy Lights“ und ist damit ein absolutes Wohlfühlspiel.

Auf dem Bild ist die Spielbox abgebildet. Die Spielkarten des Spiels fungieren als Hintergrund.

Fairy Lights ist ein Kartenspiel von Joan Dufour und bei sit down erschienen. Es ist für 2 bis 6 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Das Thema von „Fairy Lights“ ist schnell erklärt: Es geht um Lichterketten, die gebildet werden müssen. Die Spielvorbereitung besteht daraus, den Kartenstapel zu mischen und dann kann es auch schon losgehen. Ist man an der Reihe, hat man verschiedene Optionen. Wenn keine Karte in der Mitte liegt, muss zunächst eine Karte aufgedeckt werden. Liegen bereits eine oder mehrere Karten in der Mitte oder hat man gerade die erste Karte aufgedeckt, kann man entscheiden, ob man weiteraufdeckt oder sich eine Karte aus der Mitte nimmt.

Das Risiko beim weiteren Aufdecken besteht darin, dass eine bereits aufgedeckte Sorte erneut aufgedeckt wird. Dann ist die nächste Persin sofort an der Reihe und man selbst geht in der Runde leer aus. Denn nach dem Kartenaufdecken besteht die Möglichkeit eine oder ggf. mehrere Karten zu nehmen. Liegen bereits mehrere Karten der gleichen Lichterkettenart aus, wenn man an der Reihe ist, muss man sich alle Karten dieser Art nehmen, sonst nur eine.

Ziel von „Fairy Lights“ ist es die jeweilige Lichterkettenart mit insgesamt drei (oder dem vielfachen von drei) Lichtern der selben Art zusammenzubringen, nur dadurch erhält man die Punkte, die durch Sterne auf den Karten abgebildet sind. Bringt man dagegen beispielsweise 4 oder 5 Lichter zusammen, landen die leider alle auf dem Ablagestapel.

Auf dem Bild ist links ein Kartenstapel abgebildet, daneben befindet sich die Auslage mit drei Karten.

Im Spiel gibt es insgesamt fünf verschiedene Arten von Lichterketten. Jede Art kommt unterschiedlich oft vor. Vier der fünf Arten gibt es sowohl als einzelne Lichter als auch im Doppelpack. Die genaue Angabe der Häufigkeit ist auch auf den Rückseiten aufgedruckt. Generell lässt sich festhalten, dass die Lichter mehr Punkte bringen, je seltener sie vorkommen.

 

FAZIT
Insgesamt ist „Fairy Lights“ ein super Familienspiel, das schnell erklärt ist und einen hohen Wiederspielreiz hat. Die Karten selbst kommen völlig ohne Worte aus und nur auf den Rückseiten sind die Häufigkeiten der Karten mit Zahlenangaben abgedruckt. Somit eignet sich das Spiel bereits für das Zusammenspiel mit Kindern, kann aber auch super mit älteren Menschen gespielt werden. Eine Partie dauert zwischen 15 und 20 Minuten und ist dabei auch kurzweilig. Einzig wenn die volle mögliche Zahl an mitspielenden Personen ausgeschöpft wird, kann es an einigen Punkten im Spiel frustrierend werden. Die Wahrscheinlichkeit die benötigten Karten zu bekommen, ist deutlich geringer als im 2 oder 3 Personenspiel und führt häufiger zu mehr Minuspunkten. Wir fanden die beste Anzahl an spielenden Personen lag zwischen 2 und 4.

Auf dem Bild sind 6 Karten abgebildet, mit insgesamt vier verschiedenen Lichterkettenarten. Auf dem Bild sind die unterschiedliche Bepunktung der Karten zu erkennen.

Das eigentliche Spiel besteht nur aus den Karten. Zudem ist dem Spiel die Spielanleitungen in vier Sprachen beigefügt. Die Spielanleitung selbst besteht aus zwölf Seiten, die aber vor allem daher rühren, dass bei der Anleitung auf Übersichtlichkeit geachtet worden ist und viele Beispiele, Bilder und Hinweise eingebunden sind. Besonders schön ist dabei nochmal eine zusammenfassende Übersicht ‚Das Spiel auf einen Blick‘, die die zuvor gelesene Anleitung kurz und bündig zusammenfasst. Für alle, die bis zu diesem Punkt das Spiel noch nicht vollständig verstanden haben, gibt es dann auch nochmal auf zwei weiteren Seiten Ausführungen zu einem beispielhaften Spielablauf.

Sehr angenehm ist zudem, dass in der Spielbox silberne Bänder integriert sind, durch welche die Karten sehr einfach aus der Box geholt werden können. Damit eignet sich das Spiel auch für Menschen mit motorischen Einschränkungen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass „Fairy Lights“ durch das Kartendesign und durch die integrierten Bänder sowie eine verständliche Anleitung dafür Sorge trägt, dass es sich um ein geeignetes generationstaugliches Spiel handelt, welches schnell erklärt ist, und bei dem es meist nicht bei einer Runde bleibt. Durch den vorhandenen, aber auch zum Teil vermeidbaren Faktor Glück, bekommt das Spiel Spannung und lädt auch zu einem bisschen Zocken ein.

 

Bewertung / Test
+ neues Thema
+ kurze Regeln
+ ohne Wörter
– mit vielen Spielenden kann es passieren, dass viele Minuspunkte übrig bleiben

 

(Eine Rezension von Jennifer Markwiok)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Fairy Lights (2022)

Spielidee: Joan Dufour
Grafik: Maxime & Anthony Moulins
Verlag: sit down
Anzahl der Spielenden: 2 bis 6
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten

Generationentauglichkeit: ja, durch die vorher beschriebenen Gedanken beim Material.