Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Städtchen wird bald fertig sein! – My City von Kosmos (Rezension)

My City | Familienspiel | ab 10 Jahren | 2 bis 4 Spieler:innen | Reiner Knizia | Kosmos

In My City baut jeder Spieler seine eigene Stadt. My City ist ein Legacy Spiel. Das bedeutet, die Spielertableaus werden im Laufe des Spiels verändert und es kommen immer wieder neue Regeln hinzu. Genau das macht My City aus. Die Spieler fiebern von Kapitel zu Kapitel den Veränderungen entgegen.

My City Cover

 

Das Spiel
My City ist ein Familienspiel von Erfolgsauthor Reiner Knizia und bei Komos erschienen. Es ist für 2-4 Spieler:innen geeignet und kann ab 10 Jahren gespielt werden.

My City ist in insgesamt acht Kapitel eingeteilt. Für jedes Kapitel ist ein verschlossener Umschlag vorgesehen, der am Anfang des Kapitels geöffnet wird. In diesem Umschlag befinden sich Spielregeln und verschiedene Materialien, wie z.B. Sticker oder neue Gebäude. Jedes Kapitel wird über drei Spielrunden gespielt und jede Runde hat eine Dauer von ca. 30 Minuten.

My City steigt mit einem sehr niedrigen Regelumfang ein und es ist daher auch für Familien und Wenigspieler:innen gut geeignet. Jede:r Spieler:in erhält zu Beginn des Spieles sein eigenes Spielertableau. Das im Laufe der acht Kapitel weiterentwickelt wird. Für den Rundensieg dürfen der erst- und zweitplatzierte Spieler Punkte für Fortschritte auf seinem Spielertableau ausmalen. Dies macht man am besten mit permanenten Fasermalern, die dem Spiel nicht beiliegen. Daher empfiehlt es sich immer mit der gleichen Spielerbesetzung zu spielen.

Spielertableau

Zu Spielbeginn erhält jede:r Spieler:in außerdem 24 Gebäudeteile in drei Farben und einen Zählstein für seine Zählleiste. Der erste Umschlag wird geöffnet. Die Grundregeln sind denkbar einfach. In der Tischmitte liegt ein Stapel mit 24 Baukarten. Jede Runde wird eine Karte aufgedeckt und alle Spieler nehmen sich aus ihrem Vorrat das aufgedruckte Bauteil. Dieses muss nun auf dem Spielertableau verbaut werden. Das erste Teil muss am Fluss angelegt werden. Es darf nicht auf den Fluss gelegt werden und nur auf hellgrünen Feldern gebaut werden. Die aufgedruckten einzelnen Bäume sollten nicht überbaut werden. Diese geben am Rundenende Punkte, falls sie frei liegen. Über Steine sollte man nach Möglichkeit bauen, diese zählen am Rundenende Minuspunkte. Ab dem zweiten Gebäudeplättchen muss immer an ein anderes Gebäudeplättchen angrenzend gebaut werden.

Trotz der einfachen Regeln ist es manchmal gar nicht so einfach allen Anforderungen gerecht zu werden und einen passenden Bauplatz zu finden.

Ist der Kartenstapel durchgespielt hat jeder seine 24 Gebäudeplättchen verbaut. Man kann auch auf den Bau von einzelnen Gebäudeplättchen verzichten und hierfür einen Punkt auf der Zählleiste abgegeben. An Rundenende gibt es dann der Regel entsprechend Punkte und es wird der Rundensieger ermittelt. Je nach Platzierung erhalten die Spieler:innen Fortschrittspunkte oder Sticker.

Da immer alle gleichzeitig spielen wird das Spiel für keinen/keine Spieler:in langweilig. Hat man das Gebäudeplättchen verbaut und  der:die andere Spieler:in grübeln noch über die passende Stelle, kann man über einen groben Plan der nächsten Gebäudeplättchen feilen.

Auslage Gebäudeplättchen

Doch immer wieder macht einem hier das Spiel einen Strich durch die Rechnung. Manchmal kommen die Baukarten in einer ungünstigen Reihenfolge oder Kapitelregeln verhindern plötzlich den Einbau von einzelnen bestimmen Teilen.

Bereits im Spiel zwei kommen neue Regeln hinzu. Das Spiel nimmt im Laufe der Kapitel an Komplexität und Schwierigkeitsniveau zu. In den höheren Kapiteln muss man nach längeren Spielpausen immer wieder in die Regeln hineinfinden: welche wurden inzwischen abgeschafft? Welche kamen in den letzten Kapiteln neu hinzu?
Es gibt immer wieder Aufholmechanismen, die versuchen zurückliegende Spieler:innen zu unterstützen. Von Kapitel zu Kapitel fiebern die Spieler:innen dem Öffnen der Umschläge entgegen und lassen sich überraschen, was Neues an Regeln und Spielmaterial auf sie wartet.

3D Druck Häuser
Für die Spielertableau Rückseite haben wir uns 3D Gebäude drucken lassen. Diese sind nicht im Spielumfang enthalten. Dieser Hingucker macht aber auch die Rückseite der Tableaus zu einem wahren Spieleerlebnis.

 


Fazit
„My City“ bleibt über alle Kapitel spannend und der Wiederspielreiz ist hoch.

Toll an „My City“ ist, dass die Spielertableaus eine Rückseite haben, auf der man am Ende der 8 Kapitel weiterspielen kann. Hiermit ist es möglich einzelne Partien zu spielen, die vom Legacy Modus abgekoppelt sind.

Das Spiel macht sehr viel Spaß. Der Spannungseffekt hat uns sehr gut gefallen und wir konnten die nächste Partie kaum erwarten. Die Langzeitmotivation ist gut und das Spiel lädt immer wieder zu neuen Runden ein. Das Spielmaterial ist überwiegend von guter Qualität und die Regel ist verständlich. Da bei unserem Exemplar einige Aufkleberbögen nicht sauber gestanzt waren mussten wir einige Male Ersatzteile anfordern. Dies hat sehr zuverlässig und reibungslos geklappt.

 

 

Bewertung / Test
+ Legacy Spiel mit ewig spielbarer Spielertableaurückseite
+ Spannungsbogen bleibt über alle acht Kapitel erhalten
+ Schön illustriertes und wertiges Spielmaterial
+ Einstiegsregeln gut erkärt und einfach
+ Jedes Kapitel mit eigenem Regeleinlegeblatt und Siegpunktübersicht
– Durch Stanzgrade passen nicht alle Plättchen optimal ineinander

 

(Eine Rezension von Nicole Zeller)

 

 

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altersgruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
4.3

My City (2020)

Spielidee: Reiner Knizia
Grafik: Michael Menzel
Verlag:  Kosmos
Spieler:innenanzahl: 2-4 Spieler:innen
Altersempfehlung Verlag: Ab 10 Jahren
Spieldauer
: 30 Minuten

Generationentauglich: Das Spiel ist mit den Einstiegsregeln oder auf der Spielertableaurückseite generationentauglich. Die sich verändernden Regeln von Kapitel zu Kapitel machen das Spielen auf der Spielertableauvorderseite für Senioren eher schwierig. Das ineinanderlegen der Plättchen ist für Senioren schätzungsweise nicht ganz so einfach.

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