Trekking - Reise um die Welt | Familienspiel | ab 10 Jahren | 2-5 Personen | Charlie Bink | Game Factory

In Star Wars gibt es die verschiedensten Fan-Theorien, welche denn die richtige Reihenfolge ist, in der man die Filme sehen sollte. Viele sind sich einig darüber, dass man Episode 1 gar nicht sehen sollte (seh ich auch so). In jedem Fall aber gibt es hier mehrere Möglichkeiten.
Inhaltlich hat die Trekking-Reihe zwar nichts mit Lichtschwertern oder Yedi zu tun, allerdings erlaubt sich der deutsche Verlag Game Factory bei der Veröffentlichungsstrategie dieser Spiele eine ebenso kreative Abweichung von der vom Autoren Charlie Bink erdachten Reihenfolge. Das erste Spiel der Reihe, Trekking the National Parks, ist vielleicht ob des lokal auf die USA zugeschnittenen Themas noch überhaupt nicht auf Deutsch erschienen. Der erste Teil hierzulande war Trekking – Reise durch die Zeit (in Amerika der dritte veröffentlichte) und der zweite Titel jetzt ist Trekking – Reise um die Welt. Wie der Name sagt, reisen wir um die Welt, besichtigen Sehenswürdigkeiten und sammeln Souvenirs. Alles, indem wir Karten mit unterschiedlichen Farben und Zahlen ausspielen. Damit ist das Spiel schon recht gut zusammengefasst.
Die Weltkarte erinnert an viele andere Spiele, in denen wir um die Welt reisen. Darauf abgebildet sind verschiedene Orte, die über Kanten miteinander verbunden sind. Auf jedem Kontinent ist ein Flughafen, der Rest sind berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Great Barrier Reef, die Pyramiden von Gizeh oder Machu Picchu. Die Illustrationen sind wie beim Vorgänger gut gelungen und jede Karte mit Sehenswürdigkeit darauf enthält zusätzliche Infos darüber. Auch das passt und ist schön.
Leider ist aber der spielerische Kern im Vergleich dazu recht gewöhnlich. Eine Karte ausspielen, die Spielfigur bewegen und ggf. Souvenir einsammeln, dann entweder zwei neue Karten nehmen, eine Sehenswürdigkeit besichtigen oder eine Sonderaktion nutzen. Mehr passiert nicht. Bei den Souvenirs gibt es noch eine Art Set Collection, sodass die Person, die die meisten Souvenirs einer Art gesammelt hat, einen Bonus bekommt. Zudem bekommt man für jedes Set aus vier unterschiedlichen Souvenirs auch Punkte. Zusammen mit den Punkten auf den Karten der Sehenswürdigkeiten ergibt das unsere Endpunktzahl.
Zwei Karten am oberen Spielrand geben der Partie ein klein wenig Abwechslung: Diese ermöglichen uns zwei verschiedene Sonderaktionen, die von Spiel zu Spiel unterschiedlich sein können, da sie aus jeweils 6 verschiedenen Karten ausgewählt werden. Diese Sonderaktionen lassen uns z.B. ein Ziel mit einer Karte weniger erfüllen oder mit anderen Farbkarten oder aber mehr Karten ziehen.
Ein großer Vorteil des Spiels ist, dass es sich sehr zügig spielt. Durch die überschaubaren Entscheidungsmöglichkeiten dauert ein einzelner Spielzug wirklich nicht lange. So ist Trekking – Reise um die Welt durchaus in 30-40 Minuten zu spielen. Das Tempo ist jedoch Fluch und Segen zugleich: man bekommt leider nicht die Möglichkeit, während des Spiels die Texte auf den Karten mal zu lesen. Man besichtigt die Welt eher im Schnelldurchlauf.

Fazit
Insgesamt macht das Spiel nichts großartig falsch, enthält aber leider auch keine innovativen Mechaniken, die es aus der Masse hervorheben würden. Wer ein unkompliziertes, schönes Spiel für zwischendurch sucht, macht hier wenig verkehrt. Vor allem Wenigspieler können der Weltreise sicher einige vergnügte Partien abgewinnen.
Bewertung / Test
+ schöne Illustrationen
+ zügig spielbar, wenig Downtime
+ einfacher Einstieg ohne große Regelhürden
– wenig Variabilität
– immer gleiches Spielgefühl
(Eine Rezension von Marco Schanzer)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)
ACHTUNG – hier geht es zu unserem YouTube-Kanal:
Spielecafé der Generationen – Jung und Alt Spielt – YouTube
Trekking - Reise um die Welt
Spielidee: Bink, Charlie
Verlag: Game Factory
Anzahl der Spielenden: 2-5
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahre
Spieldauer: 30 – 60 Minuten
Generationentauglichkeit: Leichte Regeln, wichtige Texte groß und gut lesbar, Farben gut unterscheidbar
Pädagogisch wertvoll: echte Sehenswürdigkeiten mit Infos können ein wenig zum Informieren anregen