Flip-and-Write am Sternenhimmel – Look at the Stars von Pegasus Spiele (Rezension)

Look at the Stars | kompetitives Spiel | ab 8 Jahren | 2-8 Personen | Romain Caterdjian | Pegasus | generationentauglich

Ich blicke hinauf in den funkelnden Nachthimmel und versuche, aus leuchtenden Sternen wunderschöne Sternbilder entstehen zu lassen. In „Look at the Stars“ verbinde ich Sterne, entdecke besondere Himmelsphänomene und nutze die drei Nachtrunden so gut wie möglich.

Look at the stars Spielschachtel und im Hintergrund schwarze quadratische Karten mit weißen Sternen und Strichen

Eine Partie „Look at the Stars“ läuft über drei Durchgänge, die jeweils aus sechs Runden bestehen. In jeder Runde wird die oberste Karte eines Nachtkartenstapels aufgedeckt, und alle Spielenden entscheiden gleichzeitig, ob sie die darauf abgebildeten Verbindungslinien in ihren eigenen Nachthimmel einzeichnen oder passen. Wer sich für das Einzeichnen entscheidet, muss immer beide Linien übernehmen und diese regelkonform zwischen benachbarten Sternen platzieren. Nach jeder Runde wird geprüft, ob durch die neu entstandenen Formen Bonuskarten ausgelöst werden, die sofort oder am Spielende zusätzliche Punkte oder Effekte bringen können.

Im Verlauf der Partie verändert sich der Spielbereich durch den Sonnenaufgang: Nach dem ersten Durchgang dürfen die unteren Zeilen des eigenen Plans nicht mehr genutzt werden, nach dem zweiten werden weitere Bereiche gesperrt. Dadurch wird der verfügbare Raum immer kleiner und die Gestaltung der Sternbilder anspruchsvoller. Neben den normalen Nachtkarten können auch besondere Sternschnuppen auftreten, die längere Schweife erzeugen und zusätzliche Punkte bringen, andererseits jedoch strengere Platzierungsregeln haben.

Spielmaterial Look at the stars
Gleich mit acht Personen könnt ihr „Look at the Stars“ spielen.

Am Ende des dritten Durchgangs, wenn alle Karten gespielt sind und der Himmel vollständig „verblasst“ ist, erfolgt die Wertung. Dabei werden die entstandenen Sternbilder nach Größe und Struktur bewertet, ebenso wie Planeten, Sternschnuppen und erfüllte Bonuskarten. Wer die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt die Partie.

Fazit
Auf den ersten Blick gefällt mir das Erscheinungsbild von „Look at the Stars“. Sternbilder sind faszinierend und ich erinnere mich gerne an die Nächte, in denen ich meine Zeit mit dem Blick in den Himmel verbracht habe. Ein ungewöhnlicher Kniff ist auch, dass zwei Bereiche nicht über die gesamte Spieldauer „bemalt“ werden können. Ein paar mehr Gedanken muss ich mir beim Einzeichnen daher machen. Da ist es durchaus bereits passiert, dass ich die Bonusaufgaben aus den Augen verloren habe oder für die größeren Sternschnuppen kein Platz mehr war.

Spielen dabei meine Mitspielenden eine Rolle? Nein, denn Interaktion findet in „Look at the Stars“ nicht statt. Der Einstieg ins Spiel ist einfach zu bewältigen, da die Spielregeln sehr übersichtlich mit Beispielen gestaltet sind.

Was mich allerdings beim Spielen gestört hat: Die Linien lassen sich mit den beiliegenden Tüchern schwer oder gar nicht wegwischen. Anfeuchten hilft, das verhindert allerdings das zügige Wegpacken des Spiels, da die Tücher erst wieder trocknen müssen.

Generationentauglich ist „Look at the Stars“ allemal. In die Sterne schauen macht doch jedem Spaß, die Stifte lassen sich gut greifen und die Karten und das Tableau sind kontrastreich.

Bewertung / Test
+ Spielregeln übersichtlich
+ schöne Gestaltung
+ auch für größere Runden geeignet
– die mitgelieferten Stifte sind nur bedingt tauglich, da die gezeichneten Linien sich nicht „einfach“ wegwischen lassen
– auf Dauer repetitiv

(Eine Rezension von Christine Ketterer)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

Look at the Stars (2024)

Spielidee: Romain Caterdijan
Grafik: Adrien Le Coz
Verlag: Pegasus
Anzahl der Spielenden: 2-8 Personen
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Eigene Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20-30 Minuten

Generationentauglichkeit: Generationentauglich ist „Look at the Stars“ allemal. In die Sterne schauen macht doch jedem Spaß, die Stifte lassen sich gut greifen und die Karten und das Tableau sind kontrastreich.