Glitzernde Explosionen – Bango von AllGo-Games (Rezension)

Bango | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2-5 Personen | Paco Yánez | kompetitiv | AllGo-Games | generationentauglich

BANGO: Spieleschachtel mit Inhalt.

„Ui, das sind aber hübsche Karten!“ Dieser Satz kam in den verschiedenen Testrunden meistens als Erstes. Die glitzernden goldenen Karten mit angenehmen Farben stechen sofort ins Auge. Doch ist das Spiel nur hübsch oder überzeugt es auch spielerisch? 

„Bango“ ist ein interaktives Kartensammelspiel. Da Zahlengruppen gebildet werden, müssen die Karten gut durchgemischt werden. Zu Beginn bekommt jede Person eine Karte (keine schwarze) auf die Hand. Die übrigen Karten bilden den gemeinsamen Nachziehstapel. Es gibt 4 verschiedene Farben mit den Zahlen 1–11. Außerdem gibt es noch schwarze Karten, die wir nicht wollen. Dazu aber später mehr. 

Jede Person bildet bis zum Spielende vor sich maximal 3 aufsteigende Kartenreihen. Also am besten von der 1 bis zur 11. Das klappt aber nur mit ganz viel Glück und muss es auch nicht unbedingt tun, um zu gewinnen. 

Bist du am Zug, deckst du eine Karte vom allgemeinen Nachziehstapel auf. Dann geht es weiter nach dem „Can´t stop“-Prinzip. Du kannst diese eine Karte auf die Hand nehmen oder weitere aufdecken. Deckst du weiterhin unterschiedliche Zahlen auf, ist alles gut. Die Farben sind erstmal egal. Liegen da also eine 8, 4, 7 und eine 1 und du beschließt aufzuhören, kannst du auswählen, welche Karten du zu dir auf die Hand nimmst. Eine Karte musst du nehmen. Die schwarzen Karten lässt du liegen. Die sind mehr schlecht als recht. 
Wagst du es weiter zu machen und ziehst nochmal eine Zahl, die schon da liegt, hast du eine Explosion verursacht. Das heißt, dass du die Karte, die die Explosion verursacht hat, sowie alle schwarzen Karten, auf die Hand nehmen musst. Danach müssen die Mitspielenden, sofern sie es nicht verhindern können, ebenfalls eine Karte zu sich auf die Hand nehmen. Liegen noch Karten da, wenn reihum alle eine genommen haben, nimmst du diese ebenfalls zu dir. 

Hast du jetzt mindestens 6 Karten auf der Hand musst du alle Karten auslegen. Du darfst während des ganzen Spiels maximal 3 Kartenreihen haben. Eine neue Reihe beginnt mit mindestens 2 Karten. Die Zahlen müssen aufsteigend sein, während die Farben erst einmal zweitrangig sind. In den Testrunden hat es sich bewährt, sich auf die Zahlen zu konzentrieren. Denn jede Karte, die nicht gelegt werden kann, kommt auf einen persönlichen Ablagestapel. Jede Karte dort bedeutet 1 Minuspunkt. Schwarze Karten dürfen nicht in den Reihen verbaut werden. 

Das hört sich alles sehr streng an, ich weiß. Doch zum Glück kann man auch hin und wieder ein „Bango“ einsetzen und somit eine Explosion verhindern. Wie machen wir das?
Es hat sich bewährt, dass man die Handkarten nicht immer ausspielt (außer man muss). Denn bist du am Zug und du deckst eine Zahl auf, die du auch auf der Hand hast, kannst du diese ausspielen und damit beide Karten aus dem Spiel verbannen. Auch wenn du mit der aufgedeckten Karte eine Explosion verursacht hättest. Dies geht aber immer nur mit der aktuell aufgedeckten Karte, oder mit den restlichen Karten wenn eine Explosion geschehen ist.
Verursacht eine andere Person eine Explosion, kannst du, durch ein „Bango“ eine ausliegende Karte, sowie eine Handkarte, ebenfalls verbannen und kannst somit das Aufnehmen einer Karte verweigern. 
Für ein „Bango“ dürfen auch die schwarzen Karten verwendet werden. 

Wir spielen solange bis der Kartenstapel komplett aufgebraucht ist. Übrige gebliebene Handkarten werden dann noch in den eigenen Reihen verbaut. Restliche Handkarten kommen auf den persönlichen Ablagestapel. 

Wofür gibt es Punkte? Jede Karte in den 3 Reihen ist 1 Punkt wert. Außerdem gibt es dann noch für jede Karte der größten Farbgruppe in jeder Reihe 1 Punkt. Für jede Karte auf dem Ablagestapel muss 1 Punkt abgezogen werden. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt „Bango“. 

BANGO: Die Karten sehen mit ihren kräftigen Farben sehr schön auf dem Tisch aus.
Bis jetzt ist mein Zug noch gültig. Höre ich auf, kann ich so viele Karten wählen, wie ich möchte. Habe ich nachdem ich Karten aus der Mitte genommen habe, mehr als 5 Karten auf der Hand, muss ich alle auslegen. Von den Karten in der Mitte könnte ich die 2 (Mitte) und die 11 (rechts) sofort anlegen.

 

Fazit
Für ein kleines kurzweiliges Kartenspiel sind es erstmal viele kleine Regeln. Doch spätestens bei der 2. Partie ist der Spielablauf klar. Die Feinheiten lernt man am besten beim Spielen. Durch die „Bangos“ wird das Ganze nochmal aufgelockert. Natürlich braucht man auch etwas Glück, um die passenden Karten auf der Hand zu haben. Die Zahlen und Farben sind gut zu unterscheiden und überzeugen mit ihrem schlichten glitzernden Design. Da die Zahlen in allen 4 Ecken abgedruckt sind, ist es egal wie man die Karten hält. Es erfreuen sich also auch die Linkshänder. 

Es bleibt bis zum Schluss spannend. Da man nicht allzu viel planen kann, ist es ein lockerer Spielspaß für Jung und Alt. Zum einen will man Karten sammeln, aber dann auch doch wieder loswerden. Es herrscht nie Stillstand. Nimmt man noch eine Karte oder nicht? Lege ich meine Karten aus? Der zügige Spielfluss macht Laune und bringt angenehmen Nervenkitzel. Je mehr Mitspielende, desto dynamischer ist das Spiel. 
Da kaum eine Partie länger als 15 Minuten dauert, gab es in den Testrunden oft noch eine Revanche. 
In den ersten beiden Partien versuchte ich farbreine Reihen zu sammeln. Doch auf so viel Glück verlässt man sich besser nicht, da dann der Ablagestapel fast größer war als die ausliegenden Reihen. 

 

Bewertung / Test
+ hübsches generationentaugliches Kartendesign
+ kaum Wartezeit zwischen den Zügen
+ interaktive Spielweise
+ kurzweilig und spannend bis zum Schluss
– viele kleine Regeln, die den Einstieg etwas schwierig machen 

 
(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Rezensentin Köstlinger Christiane  
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Bango (2025)

Spielidee: Paco Yánez
Grafik: Ulric
Verlag: AllGo-Games
Anzahl der Spielenden: 2-5 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 15 Minuten

Generationentauglich: Ja. Die Karten sind klar zu erkennen. Die Regeln sind spätestens ab der 2. Partie klar.