Feuer, Eis und ein See – Detectives Stories von iDventure (Rezension)

Detective Stories | Krimi-/Escape-Spiel | ab 13 Jahren | 1 bis 5 Spielende |  | iDventue

Krimispiele erfreuen sich mittlerweile größter Beliebtheit. Auch in unserem Blog wurden Spiele dieser Art schon häufiger rezensiert. Einer der besten Anbieter dafür ist meiner Meinung nach iDventure mit den Detective Stories. Über die ersten drei Fälle Feuer in Adlerstein, Antarktis Fatale und Stillsee werde ich euch im Folgenden berichten.

Zu sehen ist das Krimispiel Antarktis Fatale mit dem gesamten Spielmaterial.
Antarktis Fatale von iDventure


Das Spiel
Detective Stories 
sind Kriminalspiele von Alexander Krys und bei iDventure erschienen. Sie sind für 1-6 Spielende geeignet und können ab 13 Jahren gespielt werden.

In allen Fällen geht es darum mithilfe der uns zugeschickten Akte und den darin enthaltenen Beweismitteln das Verbrechen aufzuklären und die Verdächtigen nach und nach anhand ihrer möglichen Motive, aber auch vorhandenen Alibis auszuschließen, bis nur noch eine Möglichkeit bleibt. Diese Person gilt dann als schuldig. Dafür gibt es eine Tabelle, die euch hilft, alle Personen übersichtlich zu listen.

Zu sehen sind verschiedene Beweismittel der iDventure Fälle
Eine Akte mit vielen Beweisen, könnt ihr das Geheimnis darum lüften?

Weitere Regeln, fragt ihr euch? Na, die gibt’s nicht. Und das ist auch definitiv eine der Besonderheiten der Detective Stories. In jedem Fall gibt es eine kleine Einführung per Brief, mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, und dann dürfen wir mit dem Material tun und lassen, was wir wollen. Hauptsache, wir können das Verbrechen aufklären. Das ist schon eine Besonderheit der Detective Stories, denn man wird dadurch vom Spiel überhaupt nicht geleitet und muss eigenständig untereinander die Aufgaben verteilen. Es gibt Gesprächsprotokolle, Kameraufnahmen, Briefe, Zeitungen und vieles mehr, was durchforstet werden muss. Auch Handys, Social Media und ähnliches dürfen benutzt werden. Hier hat man sich meiner Meinung nach wirklich etwas Innovatives einfallen lassen.

Im Folgenden gehe ich etwas näher auf die 3 ersten Fälle ein, die ich bisher gespielt habe. Wenn ihr gar keine Informationen zu diesen haben wollt, solltet ihr zum Fazit weiterscrollen.

Feuer in Adlerstein
„Hallo Freunde, mein Name ist Carl Notebeck, ich bin Journalist und ich benötige eure Hilfe!
Die Polizei verfolgt mich wegen einer Straftat, die ich nicht begangen habe. Es geht um den Verdacht der Brandstiftung mit Todesfolge. Ich war das nicht! Ich habe aber diverse Indizien zusammengesucht, die ich euch in einer Akte anvertrauen möchte. Bitte helft mir, meine Unschuld zu beweisen und den wahren Tathergang herauszufinden …“

Diesen Brief kriegt ihr in „Feuer von Adlerstein“ gemeinsam mit einer Akte und weiteren Beweismitteln zugeschickt. Der Journalist Carl Notebeck will eure Hilfe und wer lässt schon gerne einen Unschuldigen im Gefängnis schmoren? „Feuer in Adlerstein“ hat mir von den drei Fällen am besten gefallen. Wenn man sich die Beweismittel wirklich bis ins Kleinste angeguckt hat, dann lag die Lösung glasklar in den Unterlagen verborgen.

Antarktis Fatale

Zu sehen ist der Start-Brief von Antarktis Fatale.
Wieder Mal wird unsere Hilfe gebraucht.

Auch in „Antarktis Fatale“ sitzt wieder mal ein angeblich Unschuldiger in Haft, dieses Mal sogar in Houston in der Todeszelle. Ich persönlich halte von der Todesstrafe nicht so wahnsinnig viel, daher hat es mich umso mehr motiviert, den Mordfall in der antarktischen Forschungsstation aufzuklären.

Auch dieser Fall hat mir sehr gut gefallen. Allerdings habe ich hier das erste Mal so richtig bemerkt, dass das Vorgehen dem einer typischen Komissarin wenig ähnelt. Während normalerweise handfeste Beweise gesucht werden, die für eine:n Täter:in sprechen, schließen wir in den Detective Storeis „nur“ nach und nach die Verdächtigen aus, bis nur noch eine:r übrig bleibt. Das gefällt eventuell nicht jeder Hobbydetektivin.

Stillsee
Carl Notebeck schon wieder. Der Journalist kann es einfach nicht lassen. Am Stillsee wurde der russische Fussballer Fjodor Tschernow tot gefunden. Notebeck gehört mit zum Kreis der Verdächtigen, ebenso wie örtliche Kleinkrimininelle oder ein etwas zu begeisterter Fan.

„Stillsee“ ist an sich auch kein schlechter Kriminalfall, im Vergleich zu den ersten beiden Spielen gefällt er mir aber weniger gut. Einer der Hinweise war so undeutlich versteckt, dass wir wichtige Zusammenhänge einfach nicht herstellen konnten. Das haben die ersten beiden Fälle eleganter gelöst. Trotzdem machen Fans der Reihe auch mit diesem Fall nicht viel verkehrt.

Fazit
Wenn ihr Krimi-Fans seid, kommt ihr an den Fällen von Detective Stories einfach nicht vorbei. Selten hatte ich so immersive Ermittlungserlebnisse, wie bei diesen Spielen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach top!

Die Fälle sind wahnsinnig detailliert und mit viel Liebe gestaltet. Auch in der Auflösung wird sehr ausführlich auf die Geschichte eingegangen, sodass man definitiv versteht, warum etwas wie passiert ist. Wenn man nicht die Komplett-Lösung benutzen will, gibt es auf der Website von iDventure ein gut gegliedertes Hilfesystem, das daran ansetzt, einzelne Beweisstücke näher zu erklären, damit wir an den einzelnen Stellen auch ohne Probleme weiterkommen können.

Ich würde die Fälle allerdings maximal zu 4. spielen. Da wird es schon manchmal ein wenig eng, mit dem Platz und dem Material. Außerdem wolle alle ihre herausgefundenen Informationen sofort untereinander teilen, da fällt es dann schwer einen strukturierten Überblick zu behalten.

Die ersten beiden Fälle gefallen mir dabei deutlich besser als der dritte. Wie es mit den weiteren Fällen aussieht, kann ich nicht beurteilen, aber falsch macht ihr hier definitiv nichts!

 

Bewertung / Test
+ immersive Kriminalfälle
+ sehr detaillverliebt
+ Preis-Leistungs-Verhältnis top
+ Spiel kann weitergegeben/-verschenkt werden, da kein Material zerstört wird
– Facebook-Zugang nötig
– Fall Stillsee nicht so logisch und gut wie die ersten beiden Fälle

 

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Escape”

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre

Detective Stories (2017 - 2019)

Spielidee: Alexandes Krys
Grafik: Alexandes Krys
Verlag: iDventure
Anzahl der Spielenden: 1-5 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 13 Jahren
Spieldauer: 1-5 Spielende

Generationentauglichkeit: Nein. Es gibt zwar nahezu keine Regeln und man spielt vollkommen frei. Aber es geht natürlich um Kriminalität, was die Generationentauglichkeit zumindest für Kinder somit schon sehr einschränkt. Ansonsten ist das Material sehr textlastig.

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