Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für mein Unternehmen – Luna Maris von Giant Roc (Rezension)

Luna Maris | ab 14 Jahren | 1-4 Personen | Ricardo Amaral | Strategiespiel | Kennerspiel | Giant Roc |

Luna Maris: Spielverpackung und -material

Space Mining ist ein lukratives Geschäft. Wer hier sein Forscherteam am besten einsetzt, hat am meisten Erfolg. Mit unserem Forscherteam sind wir auf der Mondstation Luna Maris. Wie in jedem guten Euro-Spiel (komplexe Spiele mit vielen Spielmechaniken die ineinandergreifen), gibt es viele mögliche Aktionen auf Luna Maris zu erledigen: Bohrfelder erschließen, Rohstoffe wie Wasser, Titan und Helium-3 abbauen und synthetisieren, Müllverwertung und Kohlendioxidabbau verbessern, Nahrung generieren,… Hierfür gibt es ein zentrales Spielbrett sowie für jeden Mitspielenden ein Spielertableau und Handkarten. Innerhalb von 5 Spielrunden oder 2,5 Mondtagen versuchen wir so die meisten Punkte zu erreichen.

Auf dem zentralen Spielbrett bewegen wir unsere Figur in die einzelnen Module der Mondstation um Aktionen auszuführen. Auf unserem Tableau halten wir unsere Vorräte an Ressourcen und Sauerstoff fest – aber auch das Stresslevel der Forscher.

Wir haben jeweils ein Set an Handkarten, unser Forschungsteam. Um eine Aktion auszuführen, muss ich zunächst ins passende Modul wechseln und anschließend die passende Forschungsperson ausspielen. In dieser Runde noch nicht genutzte Module müssen erst mit Energie aktiviert werden; das sind für mich zusätzliche Kosten. Stress für Mitarbeitende und Bewegung erhöhen den Sauerstoffverbrauch. Habe ich Nahrung, kann ich Forscherkarten wieder zurück auf die Hand nehmen und in dieser Runde ein zweites Mal für eine Aktion nutzen. Ansonsten spielen alle Spielenden ihre Karten reihum aus und machen irgendwann Feierabend, also passen sie für den Rest der Runde. Wenn alle Feierabend haben, gibt es eine kleine Zwischenwertung, dann kommt der nächste Tag.

Am Ende gibt es zusätzliche Schlusspunkte je nachdem, wo und wie viel von allem wir noch übrig haben – und natürlich für erfüllte Aufträge.

Luna Maris: Spielsituation

Fazit
Luna Maris ist ein typischer Vertreter seiner Art: Auch in diesem strategischen Spiel wählen wir eine der verschiedenen Aktionen aus sobald wir am Zug sind. Es gibt Ressourcen, Karten, ein zentrales Spielbrett, Fortschrittsleisten auf denen man sich verbessern kann, Ziele die man erfüllen möchte. Selbst das Thema: Arbeiten im Weltall, auf einer Mondstation ist nicht sehr ungewöhnlich. Trotzdem ist Luna Maris ein besonderes Spiel.

Denn hier ist es ein Vorteil, wenn Mitspielende vor mir meine Aktion machen (so brauche ich keine zusätzliche Energie zu zahlen). Zu zweit spielt sich Luna Maris flott. Man macht, was man geplant hat. Zu viert ist die Interaktion am Spielbrett höher, gerade wenn es um das Aktivieren der Module geht. Hier muss man immer wieder seine eigenen Pläne anpassen, abhängig von den Aktionen der anderen.

Herausragend sind die sehr gute Spielregel mit vielen Beispielen und die verständliche Ikonografie im Spiel. Das macht den Einstieg in Luna Maris besonders einfach. Durch das Thema kann ich die Regeln immer gut erklären. Die grafische Gestaltung im aquarell-Stil hat allen in meiner Spielrunde gefallen.

Einzig die Ressourcenwürfel für Eisen und Titan lassen sich etwas schwer voneinander unterscheiden.

Bewertung / Test
+ eindeutige Symbole und Anleitung
+ Gestaltung ungewöhnlich und Spielfördernd
+ Aktionen der Mitspielenden haben Einfluss auf meine Wahl
+ einfacher Einstieg, aber hohe Interdependenz
– teilweise Wartezeiten zwischen den Zügen
– nicht alle Würfel sind gut zu unterscheiden

 

(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)


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Luna Maris (2022)

Spielidee: Ricardo Amaral
Grafik: Diego Sá
Verlag: Giant Roc
Anzahl der Spielenden: 1 – 4
Altersempfehlung Verlag: ab 14 Jahren
Spieldauer: 120 Minuten

Generationentauglichkeit: nein