Kühe, Schweine, Pferde.. Wer will nochmal, wer hat noch nicht? – Kuhhandel von Ravensburger (Rezension)

Kuhhandel| Familienspiel | ab 10 Jahren | 3-5 Spielende | Rüdiger Koltze | Schmidt Spiele| generationentauglich

Kühe, Schweine, Pferde.. Was brauchen wir noch alles für den eigenen Bauernhof? Und vor allem, wem können wir es für möglichst wenig Geld abkaufen? Gute Geschäfte können nur durch Täuschen und Bluffen erreicht werden. Ob das Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Kuhhandel mit allen Spielkarten

Kuhhandel von Ravensburger

Das Spiel Kuhhandel von Rüdiger Koltze ist ein Familienspiel für 3-5 Spielende ab 10 Jahren und bei Schmidt Spiele erschienen. Eine Partie dauert ca. 45 Minuten. Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Handeln am Ende die wertvollsten Tiere zu besitzen.

Zu Beginn erhalten alle Mitspielenden ein paar Geldkarten als Startkapital. Diese müssen den anderen Personen nicht gezeigt werden. Es ist vorteilhaft, wenn nur man selbst einen genauen Überblick über die eigenen Finanzen hat.

Zu sehen ist der Spielaufbau von Kuhhandel für 4 Spielende.

Aufbau für Spielende

Wer an der Reihe ist, deckt die oberste Karte des Tierkartenstapels auf. Dieses Tier ist nun der Inhalt der Auktion und wer es aufgedeckt hat, leitet die Versteigerung.

Die Mitspielenden bieten Geldkarten für das Tier. Es wird reihum gegangen, bis niemand mehr den zuvor genannten Betrag übertreffen will. Wer die Versteigerung gewinnt erhält das Tier gegen Zahlung des Geldbetrages an den:die Versteigernde. Wenn niemand bietet, erhält die Auktionsleitung die Karte gratis. Außerdem hat er:sie immer das Vorkaufsrecht und kann die verkaufte Karte für denselben höchstgebotenen Betrag selbst kaufen.

Aber auf welche Karten soll man denn nun am besten bieten? Es gibt verschiedene Tierarten, von jeder Art 4 Karten. Die verschiedenen Arten bringen unterschiedlich viele Punkte. Das Pferd mit 1000 Punkten ist das wertvollste. Ziel sollte es sein, möglichst viele Quartette zu vervollständigen. Der Grund? Bei der Schlusswertung werden zunächst die Werte der Tierquartette zusammengerechnet. Besitzt man alle 4 Pferde also 1000 Punkte. Besitzt man zusätzlich noch alle 3 Gänse sind das nochmal 40 Punkte. Zusammen ergibt das 1040 Punkte. Diese Anzahl wird dann nochmal mit der Menge an Quartetten multipliziert, also in diesem Fall 2 und die Gesamtzahl betrifft dann somit 2080 Punkte. Überzähliges Geld ist am Ende nichts mehr wert.

Zu sehen sind die Tierkarten von Kuhhandel.

Diese Tiere stehen zur Auswahl.

Manchmal kriegt man durch eine reguläre Auktion nicht alle Tiere, die man gerne hätte, gekauft. Dann muss man den Mitspielenden einen Kuhhandel anbieten. Wer an der Reihe ist, sucht sich einen Mitspielenden aus, der eine Tierkarte derselben Art selbst besitzt und macht ein verdecktes Angebot für mindestens eine Karte dieser Art. Dieses kann man entweder einfach annehmen (Vergesst nicht, es gibt auch Geldkarten mit dem Wert 0. Hier kann man also ordentlich über den Tisch gezogen werden.) oder es gibt ein ebenfalls verdecktes Gegenangebot. Falls der 2. Fall eintritt, nehmen beide Spielende das Geld des Gegenübers auf und zählen nach. Wer mehr geboten hat, bekommt die Tierkarte. Das Geld verbleibt so, wie es ausgetauscht wurde.

Sollte das Geld mal ausgehen, muss man nicht gleich verzagen. Im Spiel gibt es insgesamt 4 Goldesel, wenn diese aufgedeckt werden, wird an alle Mitspielenden Geld ausgeschüttet. Beim ersten 50, dann 100, anschließend 200 und am Ende 500.

Sobald der verdeckte Tierstapel leer ist, können keine Auktionen mehr gestartet werden. Wer nun an der Reihe ist, kann nur noch den Mitspielenden Kuhhandel anbieten. Besitzt man nur noch Quartette, setzt man aus. Das Spiel endet, sobald alle Quartette verteilt sind.

 

Fazit
Es gibt viele Bluff- & Versteigerungsspiele. Kuhhandel kann sich in dieser Menge absolut behaupten und sticht nach wie vor hervor. Die Regeln sind wahnsinnig einfach und können jedem:jeder Neueinsteigenden schnell erklärt werden. Trotzdem bietet es auch für Vielspielende durch die Interaktion genug Tiefe.

Dadurch, dass es sich um ein reines Kartenspiel handelt, eignet sich Kuhhandel auch perfekt zum Mitnehmen. Es ist schnell ausgepackt und kann überall gespielt werden. Bei uns kommt es immer wieder gerne auf den Tisch, allerdings müssen alle Mitspielenden mit dem konfrontativen Element zurechtkommen.

Lässt man sich nicht so gerne ärgern oder kann nicht damit umgehen, ganz offensichtlich um Geld oder gute Tiere betrogen worden zu sein, dann kann Kuhhandel zu Streit und Ärger führen. Hat man mal nicht so viel Zeit, gibt es auch die Möglichkeit, immer 2 Tiere gleichzeitig zu versteigern oder von jeder Tierart 2 Karten auszusortieren, sodass man am Ende nur Pärchen benötigt um zu punkten.

 

Bewertung/Test
+ leichte Regeln
+ höchst interaktiv
+ Kurzspielvariante
+ kleines Format (eignet sich zum Mitnehmen)
+/- zum Teil sehr konfrontativ (das muss man mögen)

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Kuhhandel (1999)

Spielidee: Rüdiger Koltze
Grafik: Bernard Bittler, Josef Blaumeiser, Trevor Dunton
Verlag: Ravensburger
Anzahl der Spielenden: 3-5 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 Minuten
Generationentauglichkeit: Ja die Regeln sind simpel und garantieren Spaß für Menschen jeden Alters.

Kommentare sind geschlossen.