Wer hat die mächtigste Einhorn-Armee?? – Unstable Unicorns von Unstable Games (Rezension)

Unstable Unicorns | Familienspiel | ab 14 Jahren | 2 bis 6 Spielende |  30-45 Minuten | Ramy Badie | Unstable Games

Nice to know: Die Rezension erfolgte mithilfe eines englischen Exemplars, Asmodee hat aber eine deutsche Lokalisierung angekündigt.

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen unterschiedliche Tiere besonders in und angesagt sind. Eulen, Einhörner, Lamas. Sie alle werden dann auch in Brettspielen thematisch eingesetzt. In Unstable Unicorns geht es darum, die gehörnten Fabelwesen zu einer machtvollen Armee aufzubauen und wer das als erstes schafft, gewinnt. Ob mir das gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Unstable Unicorns mit dem gesamten Spielmaterial
Unstable Unicorns

 

 

Das Spiel
Unstable Unicorns ist ein Familienspiel von Ramy Badie und bei Unstable Games erschienen. Es ist für 2-6 Spielende geeignet und kann ab 14 Jahren gespielt werden. Ziel des Spiels ist es, als erste:r abhängig von der Anzahl der Mitspielenden unterschiedliche viele Einhörner vor sich ausgespielt zu haben.

Zu Beginn starten alle mit einem Baby-Einhorn. Dieses hat keinerlei Fähigkeit, sondern sieht einfach nur niedlich aus und zählt als eines der benötigten Einhörner. Außerdem erhält jede:r fünf Startkarten.
Reihum sind nun alle Mitspielenden dran. Man startet damit eine Karte vom Nachziehstapel zu ziehen. Dann kann man entweder eine Karte von der eigenen Hand ausspielen oder noch eine weitere Karte vom Nachziehstapel ziehen. Danach ist der Zug vorbei und man darf nicht mehr als 7 Karten mehr auf der Hand haben.

Zu sehen ist der Spielaufbau von Unstable Unicorns für 4 Spielende
Spielaufbau für 4 Spielende

In dem Augenblick, in dem eine Person 6 oder 7 (abhängig von der Anzahl der Mitspielenden) Einhörner vor sich liegen hat, hat sie gewonnen.

Die Regeln sind also sehr simpel. Die taktische Tiefe des Spiels entsteht nun durch die unterschiedlichen Kartentypen. Hier gibt es folgende.

Rote Nein-Karten:
Diese Karten können jederzeit gespielt werden und verhindern, dass Mitspielende ihre eigentlich geplante Karte ausspielen können. Diese landen dann stattdessen auf dem Abwurfstapel. Nein-Karten können bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls selbst verneint werden.

Zu sehen sind die roten Nein-Karten.
Nein-Karten

Orangene Upgrade-Karten:
Diese Karten werden unterhalb der Einhorn-Armee ausgespielt und bringen mächtige Verbesserungen und Vorteile mit sich. Sie können zum Beispiel dazu führen, dass mehr Karten gezogen oder ausgespielt werden, dass ihr vor Nein-Karten geschützt seid und noch vieles mehr.

Zu sehen sind die Upgrade Karten.
Verbessert eure Einhörner mit mächtigen Fähigkeiten.

Gelbe Downgrade Karten:
Genau wie die Upgrade Karten werden sie unterhalb der Einhorn-Armee gespielt, aber bei den gegnerischen Mitspielenden und geben diesen so Nachteile, wie zum Beispiel mit offenen Karten spielen zu müssen.

Zu sehen sind die gelben Downgrade Karten.
Gebt euren Gegnern Handi-Caps, damit sie einen Nachteil haben.

Grüne Magie-Karten
Diese Karten haben einen Einmal-Effekt und können gegnerische Einhörner angreifen, die eigene Kartenhand verbessern und vieles mehr. Nach dem Ausspielen landen die Karten auf dem Abwurfstapel.

Zu sehen sind die grünen Magiekarten.
Hier ist doch Magie im Spiel.

Basis-Einhörner
Ähnlich wie die Baby-Einhörner haben Basis-Einhörner keine speziellen Fähigkeiten, aber vergrößern eure Einhorn-Armee und sehen gut aus.

Zu sehen sind die magischen Einhörner.
Mächtige magische Einhörner.

Magische Einhörner
Diese Wesen können die gegnerischen Spielenden in Grund und Boden stampfen oder euren eigenen Reihen starke Vorteile verschaffen. Jedes hat eine individuelle Fähigkeit, die man den Gegnern nicht in die Hände fallen lassen sollte.

 

 

Fazit
Ich liebe Einhörner. Ich kann nicht genug von diesen kitschigen, oft glitzernden Fabelwesen kriegen. Deshalb habe ich mich sehr auf Unstable Unicorns gefreut. Alleine die Verpackung und Illustrationen der Karten sind sehr schön und ansprechend gestaltet und haben mir gut gefallen. Der Humor der Karten hat mich sehr an Exploding Kittens erinnert. Diese Art von Witzen muss man mögen, ich liebe ihn und freue mich jedes Mal darauf, neue Karten zu entdecken. Die Regeln sind simpel. Die Varianz kommt durch die ganzen Karten.

Richtig Spaß macht es nur, wenn wirklich alle Mitspielenden konfrontativ spielen und man sich gegenseitig nicht den Dreck unter den Fingernägeln gönnt. Damit kann aber nicht jede:r umgehen. Ein kleines Manko war die Anleitung. Diese ließ einige Fragen offen und war nicht immer eindeutig, das kann allerdings auch an meinen Englisch Kenntnissen liegen, die zwar ganz solide aber nicht perfekt sind. Auch hat es mich gestört, dass die 2-Personen-Version gar nicht in der Anleitung zu finden war, sondern nur im Internet. Trotzdem kann ich Unstable Unicorns empfehlen, ich würde allerdings auf die deutsche Lokalisierung warten.

 

 

Bewertung / Test
+ wunderschöne Illustrationen
+ humorvolle Gestaltung der Einhörner und Fähigkeiten
+ viel Wiederspielreiz durch viele verschiedene Karten
+/- sehr konfrontativ (das muss man mögen)
– Regeln nicht ganz eindeutig in der Anleitung formuliert
– 2-Spieler-Variante nicht in Anleitung, sondern nur im Netz zu finden

Nice to know: Die Rezension erfolgte mithilfe eines englischen Exemplars, Asmodee hat aber eine deutsche Lokalisierung angekündigt.

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
3.6

Unstable Unicorns (2017)

Spielidee: Ramy Badies
Grafik: Ramy Badies
Verlag: Unstable Games
Anzahl der Spielenden: 2-8 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 14
eigene Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spieldauer
: 30-45 Minuten

Generationentauglichkeit: Bedingt. Die Regeln sind nicht wirklich schwer. Die Kids sollten gut genug lesen können, um die ganzen Fertigkeiten der unterschiedlichen Karten verstehen und einschätzen zu können. Die Schrift ist allerdings recht klein geraten.

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