Umgekehrtes Mikado – Snowhere von NSV (Rezension)

Snowhere | Familienspiel | ab 8 Jahren | ab 1 Spielende | Steffen Benndorf | NSV |  generationentauglich | pädagogisch wertvoll

„Neue Spiele sind nur Variationen von bekannten Mechanismen oder Kombinationen daraus!“  Diese Aussage nahm mein Gegenüber wieder zurück, nachdem ich einige Gegenbeispiele genannt hatte. Hier ist ein weiterer Beweis, dass es immer wieder völlig neue Ideen gibt. Unser Brettspiel-Hobby bringt unglaublich kreative Ideen hervor.

Spielkarton und Inhalt

 

Das Spiel
Snowhere
 ist ein Familienspiel von Steffen Benndorf und bei NSV erschienen. Es ist für 1 und mehr Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Die Karten werden mit der Feuerseite nach oben quasi auf den Tisch geworfen, damit sie durcheinander und übereinander in einem wilden Haufen zu liegen kommen. Unser gemeinsame Aufgabe ist es, dieses Feuer komplett zu löschen, heißt mit den Rückseiten, den Eiskarten, abzudecken.

Viele Karten mit der Feuerseite nach oben, bunt auf dem Tisch verteilt
Die Feuerkarten werden auf dem Tisch zufällig verteilt.

Wer an der Reihe ist, nimmt eine Feuerkarte, die vollständig frei liegen muss. Sie darf andere Karten überdecken, darf aber nicht überdeckt sein. Sodann dreht man sie um auf die Eisseite und legt sie geschickt auf die Feuerkarten. Es macht Sinn, nicht die freiliegenden oder bald freiliegenden Karten zu verdecken und die Eiskarten leicht überlappen zu lassen, damit keine Lücken entstehen.

Zwei Karten wurden auf die Schneeseite gedreht und liegen auf den roten Karten
Das Zudecken des Feuers beginnt.

Manchmal ist das offensichtlich, manchmal muss man überlegen und genau hinschauen.

Drei Karten mit Schneekristallen liegen vor dem fast zugedeckten Feuerfeld
Karten mit Schneekristall werden zunächst beiseite gelegt und können am Ende helfen.

Wird eine der sechs Karten mit Eiskristallen aufgedeckt, so wird sie zunächst beiseite gelegt. Am Ende, wenn es keine Möglichkeiten mehr gibt, eine Feuerkarte regelgerecht zu nehmen, darf man diese Karten benutzen, um noch letzte Stellen abzudecken.

Ist am Ende nichts mehr von den Feuerkarten zu sehen, haben alle miteinander gewonnen.

Damit sind die Regeln schon erklärt. Snowhere hat einen leichten Einstieg, die Regeln sind nicht schwierig und eine Extra-Karte erinnert daran, was erlaubt ist und was nicht. Es hängt natürlich einfach davon ab, wie der Kartenhaufen zu Beginn liegt. Wenn es passiert, dass an einer Seite ein kleiner Kartenstapel zu liegen kommt, lässt sich der ganz einfach abarbeiten. Im Regelfall ist die schwierigere Entscheidung, wohin die Eiskarte gelegt wird. Es sollten genug Möglichkeiten für die nächste Person bleiben, eine Feuerkarte zu nehmen.

Entgegen der ersten Befürchtung verrutscht nichts so leicht. Das genaue Hinschauen ist wichtiger als eine gute Feinmotorik. Es sollte also nichts im Wege stehen, dass Jung und Alt die Aufgabe miteinander bewältigen, sprich es ist generationentauglich.

 

Fazit
Es ist schon mal eine neue, kreative Idee, die mit wenig Regeln auskommt. „Snowhere“ ist geeignet für einen kleinen Zeitvertreib miteinander oder als netter Absacker, wenn alle zu müde sind, noch etwas Größeres zu spielen. Die Kunst ist, den Feuerhaufen so starten zu lassen, dass es nicht zu einfach, aber auch nicht unschaffbar wird.

Es ist nett. Punkt. Mich vermag es nicht zu fesseln, aber als Vielspieler gehöre ich nicht zur Zielgruppe. Zur Ausstattung und Gestaltung lässt sich nichts Negatives sagen: Liebevoll gemachte, volle kleine Schachtel ohne Plastik. Das was es will, erfüllt es. Ich nehme es auch zum wenigspielenden Teil der Familie mit, wenn alle auf das Essen warten. Die Anzahl der Personen, die mitspielen wollen, ist ja eigentlich egal.

 

Bewertung / Test
+ einfacher, sehr schneller Einstieg
+ kooperative Aufgabe, die sich von Jung und Alt miteinander lösen lässt
+ klare, schöne Gestaltung
– Der Starthaufen sollte auf Stapel kontrolliert werden, sonst wird es zu einfach

 

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Snowhere (2021)

Spielidee: Steffen Benndorf
Grafik: Christian Opperer
Verlag: NSV
Anzahl der Spielenden: ab 1
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren

Eigene Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten

Generationentauglichkeit: ja

Pädagogisch wertvoll: fördert Konzentration und Geduld

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