Nachrichten aus dem Jenseits – Last Message von iello (Rezension)

Last Message | Gruppenspiel | ab 8 Jahren | 3 bis 8 Spielende | Juhwa Lee & Giung Kim | Iello

Nachrichten aus dem Jenseits kennen wir aus vielen Büchern, Filmen oder Spielen. Eines der bekanntesten Beispiele ist wohl die Liebesgeschichte von Sam und Molly aus „Ghost – Nachricht von Sam“. Ganz so romantisch geht’s in Last Message allerdings nicht zu. Hier muss die verstorbene Person den Hinterbliebenen mitteilen, wer sie umgebracht hat, während ihr:e Mörder:in genau das verhindert. Ob das Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Last Message mit allen Materialien.
Last Message von Iello

Das Spiel
Last Message
ist ein Gruppenspiel von Juhwa Lee & Giung Kim und bei Iello erschienen. Es ist für 3-8 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Bei Last Message gibt es insgesamt 3 Rollen, die vergeben werden können. Das ermorderte Opfer, das Hinweise gibt, die Detektive, die diese Hinweise interpretieren müssen, nachdem die Person, die gemordert hat (die letzte Rolle), die Hinweise manipuliert hat.

Täter:in & Opfer sitzen auf der selben Seite des Sichtschirms. Vor ihnen liegt einer von sechs unterschiedlich illustrierten Spielplänen. Der:Die Täter:in wählt eine Figur auf dem Spielplan aus, die sie:ihn darstellt und zeigt sie dem Opfer. Ab jetzt darf das Opfer in 30 Sekunden insgesamt viermal Hinweise auf einer Tafel mit 3×3-Raster malen oder schreiben. Jeder Hinweis darf allerdings nur einmal gemalt und geschrieben werden.

Nach Ablauf der 30 Sekunden darf der:die Täter:in 5 Felder ausradieren. In den folgenden Runden nur noch 4, dann 3 und zu guter letzt 2 Felder. So wird es für die Detektive leichter, die mordende Person zu entlarven. Nach Ablauf der 4 Runden haben bei korrekten Erraten die Detektive und das Opfer, beim Versagen der:die Täter:in gewonnen.

Zu sehen ist eines der Wimmelbilder von Last Message mit Sichtschirm.
Hier arbeiten Täter:in und Opfer gegeneinander.

Fazit
Last Message springt auf den Zug des erfolgreichen Wimmelbild-Prinzips mit auf, das Micro Macro Crime City ins Spiele-Leben gerufen hat, und macht es doch gänzlich anders. Anders, aber dennoch gut!

Als Opfer muss man sich daran gewöhnen, wie schnell 30 Sekunden zum Zeichnen vorbei sein können. Man sollte ganz genau dabei zuhören, wenn die Detektiv:innen überlegen und diskutieren, denn das kann man in die nächsten Hinweise miteinarbeiten. Das Spiel gibt zwar offiziell vor, auch mit 3 Personen funktionieren zu können, das hat uns allerdings nicht so viel Spaß gemacht, weil die ratende Person dann alleine ist. Das Suchen des:der Täter:in macht aber im Gespräch mit anderen Detektiv:innen viel mehr Spaß und motiviert auch mehr.

Durch die Menge an unterschiedlichen Wimmelbildern bringt Last Message viel Abwechslung für eine Menge Partien mit sich. Es gibt zwar Möglichkeiten beim Geben der Hinweise das Spielprinzip zu umgehen, aber darin liegt ja nicht der Sinn des Ganzen.

Uns hat Last Message mit 4 bis 6 Personen jedenfalls immer sehr viel Spaß gemacht. Jede der Rollen hat ihre Reize und es bleibt fast nie bei einer Partie, weil man jede Rolle ausprobieren möchte. Die Illustrationen der verschiedenen Wimmelbilder sind witzig und sehr schön gestaltet. Von meiner Seite aus gibt es eine klare Empfehlung für Last Message.

 

Bewertung / Test
+ innovatives Wimmelbildprinzip
+ jede der Rollen ist reizvoll und will ausprobiert werden
– Spielprinzip lässt sich umgehen

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Gruppenspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Last Message (2021)

Spielidee: Juhwa Lee & Giung Kim
Grafik: Vincent Dutrait, Stéphane Escapa
Verlag: Iello
Anzahl der Spielenden: 3-8 Spielende
Altersempfehlung Verlag: Iello
Spieldauer: 15 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja. Die Regeln sind simpel und man kann das ganze thematisch auch vom Mord abwandeln, damit es ein wenig jugendfreundlicher wird. Nur für Personen mit Seheinschränkungen könnte es ein wenig problematisch werden, weil die Figuren sehr klein und detailliert dargestellt sind.

 

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