In der Tiefsee leben bunte Tiere – Tentacolor von Loki (Rezension)

Tentacolor | Kinderspiel | ab 4 Jahren |  2 bis 4 Spielende | Davide Panizza | Loki | pädagogisch wertvoll | generationentauglich

Die Tiefen des Meeres sind nur zu etwa fünf Prozent erforscht. Das ist nicht besonders viel. Was alles dort so schlummert können wir wahrscheinlich nicht mal erahnen. Doch wenn man vielleicht glaubt, dass dort nur dunkle Wesen ihr zu Hause haben, täuschen wir uns vielleicht. Es könnte doch gut möglich sein, dass auch ganz bunte Tentaclors in der Dunkelheit wohnen. Tauchen wir doch einfach mal in die Tiefe und begeben uns dort hin, wo noch niemand zuvor war.

Spieleschachtel mit Inhalt

 

Das Spiel
Tentacolor
 ist ein Kinderspiel von Davide Panizza und bei Loki erschienen. Es ist für 2-4 Spielende geeignet und kann ab 4 Jahren gespielt werden.

Beim Anblick dieser kleinen Schachtel freut sich das Auge. Auch die Illustration der Karten ist einfach zauberhaft. Doch wie spielen wir „Tentacolor“?
Bevor wir beginnen können, müssen wir die Kreatur aus vier Karten zusammenlegen. Die Anzahl der Tentakeln kann man je nach Spieleranzahl anpassen. Es ist wichtig, dass alle Kinder an einem eigenen Tentakel-Ende sitzen, da alle einen eigenen Arm verlängern.

Die vier großen Karten kommen in die Tischmitte. Die Anzahl der Arme kann je nach Spieleranzahl angepasst werden.
Die Zeichnungen wirken mild, aber dennoch farbenfroh auf das Auge. Tentacolor kann je nach Spieler:innenanzahl angepasst werden.

 

An alle wird eine Karte verdeckt ausgeteilt. Die restlichen Karten bilden einen Nachziehstapel. Wer zuletzt im Meer war, darf das Spiel beginnen und zieht ein zusätzliche Karte. Wir spielen im Uhrzeigersinn.

Bist du am Zug, machst du nacheinander drei Aktionen. Zu Beginn ziehst du erstmal eine weitere Tentakelkarte. Schau dir jetzt deine Karten gut an. Jedes Tentakelstück besteht aus zwei Farben. Das Ziel des Spieles ist es, fünf aufeinanderfolgende Karten derselben Farbe an der Tentakel anzulegen. Es müssen aber nicht beide Farben stimmen. Eine reicht. Und das ist auch schwierig genug. Hast du im Zug davor bereits eine grüne Karte angelegt, solltest du jetzt möglichst wieder eine grüne Karte anlegen.
Als dritte Aktion wird eine Karte an das nächste Kind weitergegeben. Man hat also immer drei Karten auf der Hand wenn man am Zug ist.

Die Arme von Tentacolor werden bunt und immer länger.
Ich muss eine meiner drei Karten anlegen. Leider ist kein gelb dabei. Am besten verlängere ich den Arm mit lila.

 

Da „Tentacolor“ aber nicht gerne alleine ist, lädt sie immer wieder Freunde mit besonderen Fähigkeiten zu sich ein. So ist da beispielsweise der Hai, der mir dabei hilft von einer anderen Tentakel eine Karte zu entfernen. Kommt ein Fischschwarm vorbei, werden meine Mitspielenden umhergewirbelt und verlieren ihre Handkarte. Sie dürfen aber sofort eine neue nachziehen. Manchmal kommt auch ein einzelner Fisch vorbei. Er hilft mir meinen Tentakelarm zu verlängern. Ich ziehe eine Karte vom Stapel und lege eine weitere Karte aus meiner Hand an.

Du gewinnst das Spiel, wenn du fünf Karten einer Farbe in einer Kette anlegen konntest. Du darfst dann noch ein Tentakelende aussuchen und die Tentakel vollenden.

Auf dem Bild sieht man verschiedene Karten. Sie zeigen Sonderkarten, sowie Karten ohne besonderen Effekt.
Neben den normalen Karten, gibt es drei verschiedene Sonderkarten.

 

Fazit
„Tentacolor“ ist ein Spiel, das sehr hübsch aussieht und wohl auch zu einem Blindkauf verleiten lässt. Doch leider verspricht die Schachtel mehr als das Spiel hergibt. Für Vierjährige ist das Spiel mit den strengen Regeln viel zu schwierig. Zu Beginn macht es mehr Sinn, erstmal fünf Karten einer Farbe an der Tentakel zu haben, also auch mit Unterbrechungen. Das reicht vollkommen aus. Dann dauert es auch nicht so lange und es wird beim Kind auch viel mehr erreicht. Auch die Freunde helfen einem nicht immer. Was ist, wenn ich keine passende Karte habe, aber sie trotzdem anlegen muss?! 

Das Kinderspiel spielten auch gerne die Senior:innen gerne mit. Auch hier wurden die strengen Regeln abgemildert. Doch zum Glück sind jederzeit Hausregeln erlaubt. Wir spielten oft ohne „Freunde“, oder sie wurden nur eingesetzt, wenn das Kind das auch wollte. Außerdem durften die Farben auch unterbrechen. Hauptsache es wurden fünf Karten einer Farbe gesammelt. So hatten die Kinder viel mehr Freude und blieben aufmerksamer am Spieltisch. Einigt man sich auf Hausregeln, kann man ein wunderbares Spielerlebnis haben. 

 

Bewertung / Test
+ das Spiel lässt Hausregeln zu
+ wunderschöne Optik, stabiles Material
– die eigentlichen Regeln sind zu streng

 

(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Rezensentin Köstlinger Christiane

 

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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Kinderspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre

Tentacolor (2022)

Spielidee: Davide Panizza
Grafik: Cécile Le Brun
Verlag: Loki, Vertrieb Hutter Trade
Anzahl der Spielenden: 2-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 4 Jahren
persönliche Altersempfehlung: Nur mit Hausregeln ab 4 Jahre geeignet.
Spieldauer: 20 Minuten

Generationentauglich: Die Farben sind gut zu erkennen. Es ist jedoch ein Kinderspiel.
Pädagogisch wertvoll: Das Kind lernt die Farben zuzuordnen und sich zu konzentrieren.

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