Tetris? Nein, Te-Trix! – Te-Trix von moses. (Rezension)

Te-Trix | Familienspiel | ab 8 Jahren | 1 bis 4 Spielende | Christof Tisch | moses.| eingeschränkt generationentauglich

Sagt dir der Name Alexei Paschitnow etwas? Nun ja, Alexei hat 1984 „Tetris“ erfunden. Und was als Computerspiel vor knapp vier Jahrzehnten startete, kann noch heute als Spielprinzip begeistern. Und außerdem hat „Tetris“ das wunderbare Wort Tetrominos in Spielekreisen salonfähig gemacht. Schauen wir uns doch mal an, wie sich das bekannte Tetris-Spielprinzip in dem Würfelspiel „Te-Trix“ umgesetzt wurde.

Ein Block und vier Würfel - das ist Te-Trix
Te-Trix, nicht Tetris

 

Das Spiel
Te-Trix
ist ein Familienspiel von Christof Tisch und bei moses. erschienen. Es ist für 1-4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

 

„Te-Trix“ kommt in dem bekannten Platz sparenden Schuber. Das fühlt sich schon mal vertraut an und sieht auch im Regal immer wieder schön aus. Wenn man die Schublade rauszieht, fallen sofort vier sechsseitige Würfel ins Auge. Aber statt den gewohnten Zahlen zeigen sie drei Symbole, nämlich Kreis, X oder Kästchen. Auf jedem Würfel ist jedes Symbol zweimal zu finden. Außerdem kommt ein Block mit Spielblättern zum Vorschein. Die haben alle eine schwarze Rückseite für das Solo-Spiel, aber vier unterschiedlich farbige Seiten für das Mehrpersonen-Spiel, nämlich Gelb, Blau, Weiß und Rot. Das Blatt ist in ein 7×7 großes Gitter unterteilt. Auf einem Feld befindet sich bereits eines der Symbole. Im unteren Teil ist ein Bereich, um am Schluss die Punkte zu berechnen.

Alle, die sich in eine Runde „Te-Trix“ einklinken, bekommen ein Blockblatt in einer unterschiedlichen Farbe. Stifte muss man sich aber selbst organisieren. Ich empfehle eher schwarze Filzstifte statt grauen Bleistiften zu nehmen. Das wird kontrastreicher und dann kommen die Symbole, die man einträgt, optisch besser zur Geltung. Und bringt euch ruhig noch drei Farbstifte mit. Die können bei der Endwertung ganz hilfreich. Dazu aber später mehr.

Der Spielablauf ist sehr eingängig. Wer das Spiel beginnt, würfelt die vier Symbolwürfel und baut sie dann nach Belieben zu einem Vierer-Tetromino zusammen. Schaut ruhig mal auf das Bild, damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie diese Formen aussehen können. Über die Anordnung der Symbole zueinander entscheidet ausschließlich die Person, die gewürfelt hat. Da dürfen die anderen nicht reinquatschen oder später etwas verändern. Tendenziell packt man aber schon gleiche Symbole nebeneinander. Dann geht es ans Eintragen.

EIn Blick in die Anleitung auf die verfügbaren Formen
Brettspiel-Vorbereitung: Schnappt euch vier Würfel und baut die Formen nach.

 

Alle übertragen nun genau diese Form auf ihr Blockblatt. Drehen ist erlaubt, Symbole verändern aber nicht. Dabei gilt: Du darfst einzeichnen, wo Platz ist, aber nichts übermalen. Eine strikte Anlegeregel gibt es eigentlich nicht. Sogar wenn man mal über den Rand ragen würde, dürfen die „Ausreißer“ einfach weglassen werden. Wichtig ist nur, dass mindestens ein Symbol pro Runde auf dem Block eingezeichnet wird. Das ist erst einmal ein bisschen verwunderlich. Eigentlich hatte ich mit einem harten Optimierungsspiel in meinem 7×7-Raster gerechnet. Immerhin muss man beim Original ganz schön quetschen und tricksen, um den vorhandenen Platz möglichst effizient auszunutzen. „Te-Trix“ ist da ein gutes Stück entspannter. Ach ja, Zeitdruck kennt das Spiel auch nicht.

Wenn alle eingetragen haben, wird im Uhrzeigersinn weitergewürfelt und die Prozedur wiederholt sich. Gespielt wird solange, bis jemand eine Form nicht mehr eintragen kann. Worauf will ich nun aber strategisch spielen? Am Ende habe ich im optimalen Fall alle Kästchen meines Gitters gefüllt. Das sieht echt ganz schön wild aus. Jetzt durchforste ich mein Spielfeld nach Flächen mit gleichen Symbolen, die waagrecht oder senkrecht aneinander grenzen und aus mindestens fünf Kästchen bestehen. Hier kommen nun die Farbstifte ins Spiel, die ich euch vorhin empfohlen habe. Ordnet jedem Symbol nun eine Farbe zu und markiert nun diese Flächen jeweils entsprechend. Und siehe da, es wird übersichtlich auf dem Spielplan.

Die Flächen, die gewertet werden können, wurden zur Hilfe coloriert .
Farbe bringt in alles Leben.

 

Um seine Punkte zu errechnen, wird multipliziert. Für jedes Symbol gilt: Anzahl gültiger Flächen mal die Anzahl der Symbole. Strategisch ist es also effizienter auf mehrere kleine Flächen zu spielen als auf einen großen Symbolteppich. Habe ich zwei Flächen und insgesamt 14 Symbole sind das nämlich 28 Punkte. Habe ich nur eine Fläche mit 14 Symbolen sind das 14 Punkte. Aha! Alle drei Symbole werden abgerechnet, die Werte zu einer Summe addiert und fertig ist dein persönliches Ergebnis. Die Person mit der höchsten Zahl gewinnt „Te-Trix“.

 

Fazit
„Te-Trix“ ist ein unterhaltsames Würfelspiel für Personen, die Strukturen lieben. Das ursprüngliche Tetris-Prinzip findet sich allerdings nur in den Formen wieder. Im Spiel darf ich eigentlich fast alles, was mir mit meiner Tetromino-Vorgabe so einfällt, sogar den größten Teil davon ignorieren. Das ist zwar total entspannt, weil es den Druck herausnimmt, aber führt bei mir dazu, dass mein Optimierer-Herz ein wenig enttäuscht ist. Es klappt halt immer alles irgendwie. Aber um mal meine eigene Wortschöpfung zu bemühen: „Te-Trix“ ist ein prima Kaffeetisch-Spiel für bis zu vier Personen.

Die Solo-Variante auf der schwarzen Blockseite geht mit dem Eintragen der Formen schon strenger um. Da dürfen insgesamt nur 8 Symbole über den Rand ragen. Das zwingt ein bisschen mehr zum Optimieren – und ehrlich: Ich mag den Solo-Modus als Herausforderung lieber. Am Schluss kann ich mein Ergebnis gegen eine Tabelle abgleichen, um zu sehen, wie gut ich bin.

Den Tipp, drei Farbstifte bereit zu legen, um die Abrechnung übersichtlicher zu gestalten, habe ich euch ja bereits gegeben. Die Anleitung weist darauf nicht explizit hin, sondern empfiehlt die Flächen zu schraffieren oder zu umranden. In einem Beispielbild zur Verdeutlichung, wie die Punkte zusammengerechnet werden, hat man das aber redaktionell genauso gemacht. Ergo: Farbe ist einfacher.

Wären die Blöcke etwas größer geraten, wäre das Spiel durchaus generationentauglich. Die Würfel sind echt super kontrastreich. Alles was auf dem Spielplan passiert, aber nur eingeschränkt, wenn Bleistift benutzt wird.

 

 

Bewertung / Test
+ entspannte Würfeloptimierung
+ mit kleinen Upgrades auch generationentauglich
– keine wirkliche Puzzle-Herausforderung

 

(Eine Rezension von Oli Clemens)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Roll and Write”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Titel (Jahr)

Spielidee: Christof Tisch
Grafik: Agsty Im, Kreativbunker, Christof Tisch
Verlag: moses.
Anzahl der Spielenden: 1-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Spieldauer: 10 bis 20 Minuten

Generationentauglichkeit: Macht mal den Spielplan größer, dann klappt das mit den sehr kontrastreichen Würfeln für Jung und Alt.

 

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