Wer spukt den hier im Gruselhaus? – Mystery House von Schmidt Spiele (Rezension)

Mystery House | Escape | ab 14 Jahren | 1 bis 4 Spielende | Antonio Tinto | Schmidt Spiele 

Escape Spiele.. Wer kennt sie mittlerweile nicht? Nahezu jeder Verlag bietet einen Rätsel-Vertreter in den eigenen Reihen an. So also auch Schmidt Spiele. Hier aber der besondere Clou, das Ganze soll ein 3D-Abenteuer sein. Ob das funktioniert und Spaß macht, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist die Verpackung von Mystery House inkl. des gesamten Spielmaterials.
Mystery House von Schmidt Spiele

 

 

Das Spiel
Mystery House ist ein Escape-Spiel von Antonio Tinto und bei Schmidt Spiele erschienen. Es ist für 1-4 Spielende geeignet und kann ab 14 Jahren gespielt werden.

Dabei greift das Spiel auf einen innovativen Mechanismus zurück: Es gibt eine große dreidimensionale Box, die durch rasterförmige Aussparungen für jeden Fall ein individuelles Setting ermöglicht. Das Raster ist mit Buchstaben und Zahlen gekennzeichnet. Das Grundspiel beinhaltet ein Tutorial sowie 2 Fälle. Entscheidet man sich für eine dieser 3 Optionen, muss man die Ortskarten des Falles den Koordinaten entsprechend in die Box einbauen. Dabei sollte man versuchen so wenig wie möglich zu sehen, um sich die Überraschung für das spätere Spiel nicht zu nehmen. Dadurch ergibt sich ein dreidimensionaler Spielplan, bei dem zumindest zu Beginn nicht alle Orte und Wände einsehbar sind. Zusätzlich gibt es für jeden Fall Inventarkarten, die durchnummeriert sind und einfach neben der Box platziert werden.

Bevor es nun losgehen kann, muss die spielbegleitende App heruntergeladen und geöffnet werden. Auf dieser wird nun der gewünschte Fall ausgewählt und das Spiel kann beginnen. Jede:r Spielende wird einer Seite der Box zugeordnet und sollte diese nun genau betrachten. Die Box darf aber jederzeit gedreht werden, sodass jede Person jede Seite sehen kann.

Zu sehen ist das aufgebaute Mystery House Spiel.
So wird das Mystery House jedes Mal individuell aufgebaut.

Man kann nun mit dem gesamten Haus per App interagieren. Dafür gibt man die Koordinate von dem Ortsplättchen, mit dem die Interaktion gewünscht ist, ein. Dieses kann dann erkundet werden. Sieht man beispielsweise einen Ball auf E5, dann wählt man in der App zunächst E5. Nun werden verschiedene Gegenstände aufgelistet. Wenn ein Ball dabei ist, klickt man auf diesen. Durch diesen Mechanismus vermeidet man wildes Raten, denn wählt man einen Gegenstand aus, der gar nicht auf der Ortskarte E5 zu sehen ist, gibt es eine Zeitstrafe. Die App verrät einem nun interessante Dinge über den Ball oder fordert sogar auf diesen in Form einer Gegenstandskarte ins Inventar aufzunehmen.

Sehen wir jetzt an Ort E6 einen Basketball-Korb, dann können wir nach Auswahl der Koordinate auch versuchen mit diesem und dem Ball zu interagieren. Dafür muss in der App die Option Objekte verwenden ausgewählt und dann das entsprechende Objekt aus unserem Inventar verwendet werden.

Die letzte Möglichkeit ist die Eingabe eines Codes. Das können sowohl Zahlen- als auch Buchstaben-Codes sein, die durch die unterschiedlichen Schlösser vorgegeben werden. Wenn sich dadurch neue Räume öffnen, kann es sein, dass die App dazu auffordert, Ortskarten aus dem Raster zu entfernen. Dadurch werde also neue Bereiche einsehbar, mit denen dann wiederum interagiert werden kann.

Sollte man mal nicht weiterkommen, gibt es auch immer die Option Hinweise und Tipps zu erhalten.

Zu sehen sind die 2 Fälle des Grundspiels von Mystery House.

 

 

Fazit
Wie bereits schon öfters erwähnt, bin ich ein großer Fan von Rätsel- und Escape-Spielen. Ich versuche eigentlich von jedem Anbieter mal einen Vertreter auszuprobieren. Bei Mystery House hat mich das dreidimensionale Element sehr interessiert. Die Tatsache, dass nicht alle Bereiche des Spielbretts von Anfang an einsehbar sind, klang sehr reizvoll. Das Spiel hat allerdings einige Schwächen. Die angegebene Mitspielendenzahl passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Wir haben das Spiel zu 2. Gespielt und konnten nicht alles perfekt einsehen. Zu 4.

Hätte man sich dermaßen eng um das Brett gedrängt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es so Spaß gemacht hätte. Außerdem sollte man das Spiel definitiv höher lagern. Wir haben immer andere Spielekartons darunter gestellt, um bessere Sicht zu erhalten, da man sonst einen steifen Nacken bekommen hätte. Desweiteren waren manche der Rätsel wirklich weit daher geholt. Für mich war es auch nach Tipp manchmal nicht ersichtlich, wie ich auf die Lösung hätte kommen sollen.

Sieht man aber von diesen Schwächen ab, bekommt man einen durchschnittliches Rätsel-Spiel, das durch den innovativen Aufbau doch ziemlich punktet. Uns hat es jedenfalls Spaß gemacht. Denn die App macht das ganze durch auditive Elemente sehr atmosphärisch und das um die Ecke denken (& gucken) war ein schönes erfrischendes Element.

Zu sehen ist das Spiel auf anderen Spielekartons gestapelt.
Hier muss man sich helfen, damit man keine Nackenschmerzen bekommt

 

 

Bewertung / Test
+ innovatives Konzept des dreidimensionalen Erkundens
+ sehr atmosphärisch
– Unrealistische Anzahl der Mitspielenden (mehr als 2 eigentlich nicht sinnvoll)
– Rätsel zum Teil sehr abstrakt/an den Haaren herbeigezogen/wenig thematisch

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Escape”

  • ... Altersgruppe 14 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre
2.5

Mystery House (2019)

Spielidee: Antonio Tinto
Grafik: Daniela Giubellini, Alessandro Paviolo
Verlag: Schmidt Spiele
Anzahl der Spielenden: 1-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 14 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten

Generationentauglichkeit: Nein, die Themen sind zum Teil sehr gruselig. Außerdem sind Details sehr schwer zu erkennen. Das Spiel eignet sich also weder für jüngere Menschen noch für Personen mit Sehschwäche.

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