Gaunerei im wilden Westen – EXIT – das Spiel: Die Entführung in Fortune City von Kosmos (Rezension)

EXIT – Das Spiel: Die Entführung in Fortune City | Escape offline | ab 10 Jahren | 1 bis 4 Spielende | Inka & Markus Brand | Kosmos

EXIT Spiele sind mittlerweile wohl nahezu jeder Person in der Brettspielwelt ein Begriff. Es sind nur einmalig spielbare Rätselabenteuer, in der nahezu keine Spiel der Reihe einem anderen gleicht. Jetzt wurde auch noch der Sheriff in Fortune City entführt und wir müssen uns der Sache annehmen. Ob das Spaß gemacht hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Exit Spiel Entführung in Fortune City mit allen Materialien.

EXIT – Das Spiel: Entführung in Fortune City.

Das Spiel
EXIT – Das Spiel: Die Entführung in Fortune City
ist ein Rätsel-Escape Spiel von Inka & Markus Brand und bei Kosmos erschienen. Es ist für 1-4 Spielende geeignet und kann ab 10 Jahren gespielt werden.

Das Spielprinzip aller EXIT-Fälle ist das gleiche. Offiziell haben wir 60 Minuten Zeit, um alle Rätsel zu lösen und in diesem Fall den Sheriff aus den Händen seiner Entführern zu retten. Von vornherein gesagt, wir halten uns nie an diese Zeitvorgaben.

Rätselspiele sollen zum miteinander grübeln, diskutieren und zusammenarbeiten motivieren. Und im Gegensatz zu einem Escape Room, in dem ich eingeschlossen werde und wirklich nur eine begrenzte Zeitspanne habe, sollte man sich hier meiner persönlichen Meinung nach so viel Zeit lassen, wie man möchte, um das Ganze genießen zu können. Schließlich sind die EXIT-Spiele nach einmaligen Spielen zerstört und wandern in den Müll.

Durch das Spiel leitet uns das kleine Notizbuch vom Sheriff mit allerlei nützlichen Hinweisen, wer die Diamanten geraubt und ihn entführt haben könnte. Ohne zu viel zu spoilern ist mir im Vergleich zu Vorgängern der Reihe aufgefallen, dass man mittlerweile auch bei EXIT darauf achtet, spannende und interessante Hintergrundgeschichten zu entwickeln. Diese können zwar nicht unbedingt mit anderen Vertretern des Genres mithalten, sind aber schon deutlich immersiver als die ersten Spiele der EXIT-Reihe.

Zu sehen ist die Decodierscheibe von EXIT: das Spiel.

Dieses Gerät steht bei jedem EXIT Spiel im Mittelpunkt.

Im Mittelpunkt steht bei EXIT immer die Decodier-Scheibe. Wenn wir eine Kiste, eine Truhe oder einen Schrank finden mit einem der geometrischen Formen, wie beispielsweise dem Kreis, dem Kreuz oder ähnlichem, dann müssen wir die dazu passende Zahlenkombination aus 3 Zahlen ermitteln. Diese geben wir in der Decodierscheibe ein, die uns dann eine Lösungskarte vorgibt. Lagen wir richtig, erhalten wir neue rote Rätselkarten sowie neues Material. Lagen wir falsch, müssen wir wohl nochmal gründlich überlegen. Zum Glück gibt es aber die grünen Lösungskarten, die uns in 3 Stufen dabei helfen, der Lösung auf den Grund zu gehen.

 

Fazit
Ich habe mittlerweile wahnsinnig viele Rätsel- und Escape-Spiele gespielt und rezensiert. Vor der EXIT-Reihe bin ich aus verschiedenen Gründen immer wieder zurückgeschreckt. Erstens war es eine meiner ersten Erfahrungen mit Spielen dieser Art und die war leider nicht besonders positiv. So eine schlechte Erinnerung brennt sich leider ins Gedächtnis.

Zweitens finde ich in Zeiten von Klimawandel den Gesamtgedanken hinter der gesamten Reihe nicht besonders nachhaltig oder zeitgemäß. Mir ist klar, dass das das auch bei jedem Legacy Spiel der Fall ist. Die meisten dieser Legacy-Spiele bringen aber in der Regel Inhalt für mehr als 60-90 Minuten. Da habe ich dann weniger das Gefühl, dass es sich „nicht lohnt“. Aber grundsätzlich sollte man wohl den Gedanken von Nicht-Wieder-Nutzbaren Legacy-Spielen in den heutigen Zeiten überdenken. Dennoch wollte ich EXIT noch ein Mal eine Chance geben.

Also habe ich mich mit meiner Mutter zusammen nach Fortune City begeben. Hier ein Tipp meinerseits. Die offiziellen Empfehlungen lauten zwar stets 1-4 Personen, aber mit mehr als 2, maximal 3 Personen würde ich Spiele solcher Art nicht mehr spielen. Das Material ist meist zu klein und zu wenig umfangreich, als das alle am Spieletisch ohne großen Aufwand am Spielerlebnis teilhaben könnten.

Von Entführung in Fortune City war ich allerdings positiv überrascht. In üblicher Exit-Manier musste kombiniert, gebastelt und geknickt werden. Wir mussten verschiedene Gebäude in Fortune City aufsuchen, um den Sheriff finden zu können und sind dabei vielen verdächtigen Gestalten begegnet. Mehr möchte ich nicht dazu sagen, um euch den Rätselspaß nicht zu verderben, falls ihr das Spiel selbst ausprobieren möchtet. Meiner Meinung ist Fortune City eines der bisher stärksten Spiele der Reihe zusammen mit dem „Toten Mann im Orient Express“.

Bewertung / Test
+ immer wieder innovative Rätsel & Mechanismen
+ Geschichten mittlerweile spannender
+ gut strukturiertes Hilfesystem, falls man nicht weiterkommt
– nicht nachhaltig

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Escape offline”

  • ... Altersgruppe 10 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Exit - das Spiel: Entführung in Fortune City (2021)

Spielidee: Inka & Markus Brand
Grafik: –
Verlag: Kosmos
Anzahl der Spielenden: 1- 4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten

Generationentauglichkeit: Nein. Rätsel- & Escape Spiele bauen auf kleinteiligen Rätseln und zum Teil gruseligen oder brutalen Hintergrundgeschichten auf, sie eignen sich somit nicht für alle Generationen. Auch dieser Exit-Teil ist nichts für die Jüngsten.

 

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