Rund oder schrumpelig? Das ist hier die Frage! – Genotyp (Rezension)

Genotyp | ab 14 Jahren | 1 – 5  Spielende | John J. Coveyou, Paul Salomon und Ian Zang | Schwerkraft

Wer sich schon einmal Gedanken darüber gemacht hat, was man von den eigenen Eltern so vererbt bekommen hat und was die Gene damit zu haben, der kommt an Gregor Mendel nicht vorbei.  Seine Vererbungslehre könnt ihr nicht nur in Schulbüchern und Lexika nachschlagen, sondern nun auch auf dem Tisch erleben. Ob ihr dabei auch was lernt?

Spieleschachtel und Inhalt

Das Spiel
Genotyp ist ein Workerplacement Spiel im Kennerbereich von John J. Coveyou, Paul Salomon und Ian Zang und bei Schwerkraft erschienen. Es ist für 1 bis 5 Spielende geeignet und kann ab 14 Jahren gespielt werden.

Zur Vorbereitung breitet ihr den Spielplan aus, platziert die Würfel und Marker neben den farblich passenden Bereichen auf der linken Spielplanhälfte.

Rechts findet ihr oben die Schatzkammer, dort kommen alle Münzen hin, darunter im Forschungsbereich kommen die Holzmarker auf den Abacus, daneben, in den Bereich der Universität die Merkmalsmarker, neben das Spielfeld die Beete, Würfelplätze und  Assisentenkarten. Im Bereich Anzucht und Schuppen legt ihr, je nach Spielendenanzahl offene Karten aus.

Spielaufbau zu Beginn

Alle erhalten einen eigenen Garten, dazu drei Schaufeln und 3 Forschungsmarker. Nun ziehen alle drei Erbsenpflanz- und eine Werkzeugkarte, außerdem dürfen sich alle eine Münze nehmen.

Aufbau des eigenen Gartens

Wer zuletzt im Garten gearbeitet hat, darf anfangen. Das Spiel geht über 5 Runden, jede Runde hat drei Phasen. Auf der Rückseite der Anleitung findet ihr ein gute Übersicht, die ihr bei den ersten Partien bereit halten solltet.

In Phase 1, der Arbeitsphase könnt ihr eure Schaufeln einsetzten, die Workerplacementphase! Dies könnt ihr nutzen, um zu Gärtner (in euren eigenen Beet pflanzen und/oder ernten), ihr könnte neue Anzucht- oder Werkzeugkarten nehmen. Ebenso habt ihr die Möglichkeit in der Schatzkammer Geld zu erhalten oder in der Universität Merkmalsmarker nehmen und auf eure Pflanzen legen.

Gartenspielplan im fortschreitendem Spiel

Außerdem könnt ihr auch durch das Verändern der Elterngenplättchen die Gene verändern.

Das Herzstück des Spiels ist dann allerdings die zweite Phase, die Pflanzenzuchtphase.

Spielplan in fortgeschrittenem Spiel: Würfel wurden platziert

Nach dem Würfeln und Zuordnen der Würfel, dürft ihr euch nacheinander Würfel nehmen und auf euren Würfelplätzen einsetzen. darüber könnt ihr die Merkmale eurer Pflanzen abdecken. Sind alle Merkmale abgedeckt, könnt ihr diese Karten bei der Aktion „Gärtnern“ ernten und dafür später Siegpunkte bekommen.

Würfel wurden im Garten eingesetzt

Die dritte Phase dient euch dazu, eure Forschung zu verbessern. Der Stand auf dem Abacus gibt euch den aktuellen Wert an. Ihr dürft neue Beete oder zusätzliche Würfelplätze kaufen oder einen zusätzlichen Aktionsmarker erwerben.

Braucht ihr Unterstützung in der Forschung, dann werbt einen Assistenten an, der euch im Laufe der Partie hilfreich sein können.

Der Abacus mit Forschungsverbesserungen

So spielt ihr insgesamt 5 Runden. Am Ende zählen alle Punkte auf den geerntete Pflanzen. Zusätzlich konntet ihr im Laufe des Spiels Forschungsziele festlegen. Solltet ihr dadurch auch noch Punkte bekommen, rechnet die dazu! Auch das restliche Geld und nicht fertige Merkmalsmarker bringen euch noch Punkte!

Fazit

Genotyp ist ein cleverer Mix aus Worker Placement und Dice Drafting, der mich begeistern konnte. Die Interaktion des Kennerspiels ist genau richtig, überdeckt dabei den strategischen Charakter nicht. Lediglich das Würfeln kann unter umständen dazu führen, dass die eigenen Taktik nochmals überdacht werden muss. Je mehr Mitspielende, desto höher ist hier die Gefahr, dass man auch mal leer ausgeht oder viel Geld zahlen muss, um die Gene zu manipulieren. Das Material ist sehr hochwertig und ein wunderbarer Anblick auf dem Spieltisch. Da macht es noch mehr Spaß das Spiel auszupacken. Lediglich zu zweit wollte nicht so richtig der Spielspaß aufkommen, denn da kommt man sich kaum in die Quere, dann kommt die Taktik mehr zum Tragen gegenüber dem Würfeln!

Bewertung

+ hohe Interaktion
+ wenig Downtime
+ Spielmaterial hat eine tolle Qualität
+ Begleitheft zum wissenschaftlichem Hintergrund
– zu zweit leider weniger Spielspaß
– Würfelglück kann manchmal leider zu wichtig sein

(Eine Rezension von Julia Schneider)

Julia Schneider

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
  “Kennerspiel”

  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre

GENOTYP (2021)

Spielidee: John J. Coveyou, Paul Salomon und Ian Zang
Grafik: Tomasz Bogusz und Amelia Sales
Verlag: Schwerkraft Verlag
Anzahl der Spielenden: 1 bis 5
Altersempfehlung Verlag: ab 14 Jahren
eigene Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 bis 75 min

Generationentauglichkeit: Das Spiel ist recht kleinteilig, wer damit aber zurecht kommt und sich vielleicht noch für das Thema interssiert wird hier mit unterschiedlichen Generationen spielen könnne.

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