Nova Luna 2.0 – Framework von Pegasus (Rezension)

Framework | Familienspiel | ab 8 Jahren | 1 bis 4 Spielende | Uwe Rosenberg | Edition Spielwiese im Pegasus Verlag | 

Zuerst kam Nova Luna, dann Sagani und nun Framework mit ähnlichem Spielprinzip. Bisher schwören viele auf Sagani als das taktischere, graphisch ansprechendere Spiel. Ich gehöre eher zur Nova-Luna-Fraktion, weil man beim Spielen nicht so gemein sein kann und es sich prima eignet, Menschen mit unterschiedlichen Spielerfahrungen gut zu unterhalten. Was macht jetzt Framework anders und löst es die beiden anderen Spiele ab?

Spielkarton und Inhalt

 

Das Spiel
Framework ist ein Familienspiel von Uwe Rosenberg und beim Pegasus Verlag erschienen. Es ist für  1 – 4 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Der Spielaufbau ist sofort erledigt: alle bekommen die Spielsteine ihrer Farbe und wer das Spiel beginnt, zieht die ersten Plättchen aus dem gut dimensionierten Beutel. Es wird immer ein Plättchen mehr gezogen als Spielende dabei sind. Der:die Startspieler:in bekommt ein Plättchen mehr. Das Erste und das, was die anderen übrig gelassen haben.

Das genommene Plättchen startet die eigenen Auslage und jedes neue Plättchen wird angelegt, immer gerade und nicht diagonal. Die Plättchen zeigen farbige Rahmen und/oder in der Mitte eine Aufgabe.

Sechs Plättchen unterschiedlicher Art
Unterschiedliche Plättchen mit unterschiedlichen Aufgaben

 

Die Aufgaben können simpel sein, dass eine Anzahl Rahmen angrenzend angelegt sein muss. Dabei zählen benachbarte Rahmen mit. Manche zeigen mehrere Aufgaben mit einer oder mehreren Farben oder geben zwei Farben zur Auswahl. Einzelne Plättchen verlangen eine Reihenfolge in der Aufgabenerfüllung.

Alles ist klar und gut verständlich. Nur die Unterscheidung von Rot und Braun ist etwas schwierig. Bei den Rahmen zeigen sich unterschiedliche Strukturen, das kann man sich merken. Schade, dass unsere Kriterien für das Generationenspiel noch nicht so weit durchgedrungen sind. Hier hätte man spätestens nach dem Probedruck leicht Abhilfe schaffen können.

Wurde eine Aufgabe erfüllt, wird sie mit einem Spielstein abgedeckt. Zunächst schaut man nur auf einzelne Aufgaben, doch im fortschreitendem Spiel wird klar, dass etwas Planung sinnvoll ist um Synergieeffekte zu nutzen. Und wenn eine größere Anzahl Rahmen einer Farbe geschafft wurde, lassen sich passende Aufgabenkarten dazu anlegen. Doch Vorsicht: sind die Rahmen umgeben von Aufgabenplättchen, lässt sich dieses Rahmenfeld nicht weiter ausbauen.

 

Eine erste Auslage von fünf Plättchen
Die ersten Plättchen. Es wird ungefähr klar, wie es weitergehen sollte.

 

Im obigen Beispiel fehlen links noch zwei grüne Rahmen. Ist das geschafft, kann die rechte Aufgabe gelöst werden. Da fehlt jetzt nur noch ein blauer Rahmen. für die braune 3 rechts liegt unten schon mal ein Plättchen bereit für die Nachbarschaft, welches wiederum auf die gelben Rahmen wartet.

Weiter fortgeschrittene Auslage, eine Aufgabe ist als erfüllt markiert
Die erste Aufgabe ist erfüllt: die geforderten vier grünen Rahmen sind benachbart.

 

Die Auslagen wachsen und wachsen bis jemand alle 22 Spielsteine einsetzen konnte. Dann endet das Spiel sofort. Andernfalls ist Schluss, wenn der Sack mit den Plättchen leer ist und nichts mehr gezogen werden kann. Dann hat gewonnen, wer die wenigsten Spielsteine übrig hat.

 

Fazit

Die Plättchen sind hier viel klarer als bei Nova Luna. Das Ziehen aus dem Sack ersetzt den Mondkreis und die unterschiedliche Zugweite. Da kann Nova Luna taktischer sein, doch hatten viele Mitspielende schon etwas Probleme mit dem Überblick: Aufgaben und Zahlen in einem Design. Das macht Framework deutlich besser.

Noch schneller erklärt als die beiden Vorgänger hat es ebenso eine Lernkurve schon in der ersten Partie. Ohne dass man eine Taktik groß erklären muss, sieht jede:r Spielende selbst, wie man Plättchen sinnvoll und vorausschauend legt.

Der Auswahlmechanismus ist durchaus spannend. Ich sehe ja, was zur Verfügung steht und -wie es immer so ist- wird das beste Plättchen vorher weggeschnappt. Oder als Startspieler: welches wird wohl für mich übrig bleiben, welches kann ich gut einbauen? Auch wenn das eigentliche Legen eher solistisch ist, spielt es sich doch mit- und gegeneinander.

Wenn ich nicht schon die anderen beiden hätte, also keines von beiden, wäre Framework für mich die erste Wahl. Wer Nova Luna oder Sagani schon besitzt, findet hier nicht so viel Neues, dass ich zu einer unbedingten Anschaffung raten würde. Ein Fehler wäre es nicht – aber auch kein Muss.

Nachtrag: in unserem Weißenburger Spieletreff kürzlich kam Framework sehr gut an. Die Mitspielenden kannten keines der Vorgänger.

Bewertung / Test
+ übersichtlich, reduziert auf das Wesentliche
+ schnell gelernt
– Mensch, wären doch die Farben besser unterscheidbar!

 

 

(Eine Rezension von Paul Theisen)


Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Framework (2022)

Spielidee: Uwe Rosenberg
Grafik: Lukas Siegmon
Verlag: Edition Spielwies im Pegasus Verlag
Anzahl der Spielenden: 1 – 4
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren

Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglichkeit:  ja, bis auf die Unterscheidung der Farben Braun und rot

Pädagogisch wertvoll: konzentrationsfördernd

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