So nah und doch so fern – Lakota von Kosmos (Rezension)

Lakota | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 6 Spielende | Philippe Proux | Kosmos |  generationentauglich

Ich bin immer wieder auf der Suche nach Spielen, die wirklich leichte Regeln haben, deren Erklärung nicht länger als 5 Minuten dauert (da mein Vater sonst nicht mehr zuhört) und die mehr Spaß machen als „Mensch Ärger Dich nicht“, „Uno“ oder „Monopoly“, um meinen Eltern die Welt der Brettspiele langsam aber sicher nahezubringen. Lakota ist so ein Spiel, das diese Kriterien erfüllt. Ob es mir gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Zu sehen ist das Spiel Lakota von Kosmos.
Lakota von Kosmos

 

Das Spiel
Lakota
ist ein Familienspiel von Philippe Proux und bei Kosmos erschienen. Es ist für 2-6 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

 

Zu sehen ist das Spielbrett von Lakota zum Beginn einer Partie.
Am Anfang ist es noch recht leicht, Stäbchen abzulegen, ohne Vorlagen zu geben.

 

Lakota ist die Neuauflage des Geschicklichkeitsspiels „Tasso“. Ziel ist es, als Erste:r die abhängig von der Anzahl der Mitspielenden aufgeteilten 60 Holzstäbchen so schnell wie möglich los zu werden. Dafür legen wir reihum die Holzstäbchen auf dem runden Spielbrett ab. Sollten wir es schaffen eine Brücke zwischen 2 Stäbchen zu bilden, dürfen wir ein weiteres Stäbchen ablegen. Sobald ein Stäbchen als Gerüst genutzt wurde, darf es nicht mehr für weitere Brücken eingespannt werden.

Das ist auch quasi schon alles. Trotzdem bietet Lakota genug taktische Möglichkeiten. Zum einen muss ich geeignete Lücken finden, die meinen nachfolgenden Mitspielenden keine Vorlagen bieten, um mehr Stäbchen loszuwerden. Zum anderen muss ich gut abschätzen, ob ich selbst in der Lage bin eine Brücke zu bauen. Das Verschieben und Berühren anderer Stäbchen ist dabei natürlich nicht erlaubt. Sollten mir Stäbchen einstürzen oder vom Spielbrettrand fallen, muss ich alle heruntergefallenen Stäbchen sowie eines von der rechts neben mir sitzenden Person als Strafe aufnehmen.

Zu sehen ist das Spielbrett von Lakota am Ende einer Partie.
Zum Ende hin wird es immer leichter Brücken in verschiedenen Etagen zu bilden.

 

Gewonnen hat die Person, die als erste alle Stäbchen losgeworden ist.

 

Fazit

Holz ist einfach ein haptisch ansprechendes Spielmaterial, das ich immer wieder gerne in der Hand halte. Lakota ist ein super Spiel für Familien mit einfachen Regeln, das dennoch taktische Möglichkeiten und Spieltiefe bietet. Man benötigt ein wenig räumliches Vorstellungsvermögen, um abschätzen zu können, ob eine Brückenbildung möglich ist oder nicht. Von mir eine klare Empfehlung. Ich greife immer wieder gerne zu Lakota, wenn es darum geht Wenigspielende mit leichten Regeln für eine halbe Stunde an den Spieltisch zu kriegen.

 

Bewertung / Test
+ leichte Regeln
+ haptisch ansprechendes Material
– Strafregelung

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiel”

  • ... Altersgruppe bis 12 Jahre
  • ... Altersgruppe 13 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 70 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 71 Jahre

Lakota (2004)

Spielidee: Philippe Proux
Grafik: Karl Otto Homes, Dahee Lee
Verlag: Kosmos
Anzahl der Spielenden: 2-6
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren

Eigene Altersempfehlung: ab 5-6 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglichkeit: Absolut. Die Regeln sind ganz simpel und das Material für jedes Alter groß genug gestaltet.