Wer ist am schnellsten im Weltraum? – Race for the Galaxy von Pegasus (Rezension)

Race for the Galaxy | Kennerspiel | ab 12 Jahren | 2-4 Spielende | Thomas Lehmann | Pegasus

„Race for the Galaxy“ gilt vor allem für Weltraumliebhaber:innen als absoluter Klassiker und sollte vermutlich von jedem Brettspiel interessierten Menschen mal ausprobiert werden. Deshalb wage auch ich mich jetzt an das Spiel und berichte euch in der folgenden Rezension von meinen Erfahrungen.

Zu sehen ist das Spiel Race the Galaxy mit dem gesamten Spielmaterial.
Race for the Galaxy

 

Das Spiel Race for the Galaxy von Thomas Lehman ist ein Kennerspiel für 2-4 Spielende ab 12 Jahren. Es ist bei Pegasus erschienen und eine Partie dauert 30 bis 60 Minuten. Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Ausspielen und Kombinieren der Karten, die meisten Siegpunkte am Ende zu haben.

Alle Spielenden starten mit 7 verschiedenen Aktionskarten auf der Hand. Die Startwelten, die es unter anderem zu erkunden gilt, werden gemischt und zufällig an die Mitspielenden verteilt. Der Rest wird in den Kartenstapel gemischt. Von diesem Kartenstapel ziehen nun alle noch einmal 6 Karten, von denen nur 4 behalten werden. Jetzt kann es auch schon los gehen.

Zu sehen ist der Spielaufbau für 4 Spielende.
Spielaufbau für 4 Spielende

 

Jede Spielrunde ist insgesamt in mehrere Phasen gegliedert. Diese Phasen sind auch auf den 7 Aktionskarten  abgebildet. Zu Beginn jeder Runde wählen die Spielenden geheim eine Aktionskarte aus, die dann verdeckt vor sich gelegt wird. Zeitgleich werden die Karten umgedreht und die Phasen, die mithilfe der Karten gewählt wurden, laufen nun nacheinander ab.

Der:Die Spielende, der:die dafür gesorgt hat, dass die jeweilige Phase abgewickelt wird, kriegt einen Bonus. Dieser Mechanismus gilt wohl als einer der prägendsten der Brettspiel-Geschichte! Auch mich hat er nachhaltig beeindrucken können. Das Abschätzen, welche Aktion ich unbedingt selbst brauche und bei der ich deshalb auf Nummer sicher gehen muss, und das Pokern darauf, welche Aktionen meine Mitspielenden selbst wählen könnten, ist ein super Element des Spiels!

Zu sehen sind die Aktionskarten.
Jede:r erhält ein eigenes Deck mit Aktionskarten.

 

Nachdem alle Phasen abgehandelt wurden, endet eine Runde. Am Ende einer Runde darf man nicht mehr als 10 Handkarten besitzen, die 7 Aktionskarten zählen hier nicht mit. Alle überzähligen Karten müssen abgeworfen werden.

Zu sehen sind die Startwelten.
Das sind die Startwelten, mit denen zu Beginn alle Mitspielenden ausgestattet werden.

 

Bei den Phasen, die durch das Auswählen der Aktionskarten eingeläutet werden können, unterscheidet man folgende:

Erkunden:
Alle ziehen 2 Karten vom Nachziehstapel, von der eine behalten werden darf.

Entwicklung:
Ausspielen einer Entwicklungskarte gegen Bezahlung der üblichen Kosten. Die Kosten werden ebenfalls durch Handkarten getilgt. Jede Entwicklungskarte kann nur 1x pro Spielendem ausgelegt werden:

Siedeln:
Auslegen einer neuen Welt. Entweder gegen Bezahlung der Kosten, oder wenn die Welt einen Verteidigungswert aufweist, ohne Abwerfen von Handkarten, aber nur wenn die eigene Kampfstärke höher ist.

Verbrauch:
Durch das Ausspielen von Welten oder durch die Phase Produktion kann man Güter erhalten. Diese muss man nun verkaufen. Sie kommen dann auf den Ablagestapel und geben als Belohnung entweder Siegpunkte oder neue Handkarten. Man darf auch mehr Güter als durch den eigentlichen Verbrauch nötig verkaufen.

Produktion:
Alle Welten, die produzieren, erhalten eine neue verdeckte Karte, die für das Produkt der Welt steht. Dabei unterscheidet man vier Sorten. Jede Welt kann immer nur ein Gut besitzen. Doch Vorsicht: Manche Welten liefern nur unregelmäßig Güter.

Das Spiel endet, sobald ein:e Mitspielende:r zwölf oder mehr Karten ausliegen hat, oder sobald die zu Spielbeginn abgezählten Siegpunkte aus der Mitte verbraucht sind. Zu den dann bislang erzielten Punkten werden anschließend noch die Punkte für ausgespielte Karten gezählt.

 

Fazit
„Race for the Galaxy“ hat mir super gut gefallen! Es ist zwar ein älteres Spiel, was deutlich an der Ikonografie zu erkennen ist, aber sobald man die Symbolik und den Ablauf einmal verinnerlicht hat, spielt es sich wirklich flott und flüssig. Zu Beginn könnte man denken, das Spiel zuerst zu beenden, bringt Vorteile mit sich. Der Name „Race“ lässt darauf ja ebenfalls schließen, aber im Grunde genommen zählen nur die Siegpunkte. Dafür brauchen wir nicht nur Güter produzierende Welten, sondern auch Möglichkeiten, diese Güter in Siegpunkte oder neue Handkarten zu tauschen.

Das Balancing zwischen Karten wegen ihrer Funktion auszuspielen oder sie nur als Bezahlung zu nutzen, prägt das gesamte Spiel und hat mich das ein oder andere Mal vor harte Entscheidungen gestellt. Es hat aber definitiv Spaß gemacht und bei mir die Lust geweckt, andere Spiele dieses Universums wie beispielweise Roll for the Galaxy ebenfalls kennen zu lernen.

 

Bewertung / Test
+ toller Kernmechanismus
+ Weltraumfeeling kommt durch Zeichnungen auf
– unübersichtliche Ikonografie
– wenig Interaktion

 

(Eine Rezension von Sarah Eischet)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)

 

Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Kenner- und Expertenspiel”

  • ... Altergruppe 12 bis 49 Jahre
  • ... Altergruppe 50 bis 75 Jahre
  • ... Altersgruppe ab 76 Jahre

Race for the Galaxy (2007)

Spielidee: Thomas Lehmann
Grafik: Martin Hoffmann, Claus Stephan, Mirko Suzuki
Verlag: Pegasus (ehemals Abacus)
Anzahl der Spielenden: 2-4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 12 Jahren
Spieldauer: 30 – 60 Minuten

Generationentauglichkeit: Nein, die Regeln sind nicht besonders einstiegsfreundlich auch die Ikonografie wird erst nach einigen Partien eindeutig und die Symbolik ist recht klein gestaltet.

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