
Jumanji, das haben wir alle schon mal gehört. Diese Geschichte um ein geheimnisvolles Spiel, das Menschen in sich hineinzieht und zum Weiterspielen zwingt – bis zum „bitteren“ Spielende. Vor allem durch die Filme in letzter Zeit verknüpfe ich Jumanji mit knallharter Action, wilden Abenteuern auf einer Insel und natürlich mit einem glorreichen Erfolg am Ende des Spiels.
In Jumanji Stampede sind bereits alle Charaktere auf der Insel und da es ein kooperatives Spiel ist, startet man gemeinsam von der Mitte aus und läuft über die Insel um Kompassmarker einzusammeln. Hinter fünf dieser Marker verbergen sich Kristalle, die zu den jeweils passenden Tempeln gebracht werden müssen – gleichzeitig bewegt sich der Bösewicht auf einer vorgegebenen Linie über die Insel.
Bin ich am Zug, lege ich mein nächstes Ziel fest und sammle dabei Kompassmarker auf, handele danach Gefahren ab und bezwinge hoffentlich Hindernisse auf meinem Weg. Die Hindernisse werden durch einen Würfelwurf ausgelöst und können uns von unseren Feldern schubsen und so ein Leben kosten. Nach mir bewegt sich der Bösewicht. So geht das Spiel weiter, bis entweder alle versteckten Kristalle gefunden und zu den Tempeln gebracht wurden oder der Bösewicht den Mount Rhino erreicht. Sollte ihm das gelingen, haben wir verloren. Glücklicherweise bleiben wir dann nicht in Jumanji gefangen, sondern können einfach neu starten.

Fazit
So nüchtern wie meine Beschreibung des Spielablaufs gestaltet sich das gesamte Spiel. Das Actiongefühl der Ursprungsgeschichte kommt in Jumanji Stampede kaum auf. Die knappen Regeln sind schnell erklärt und man kann sofort losspielen. Vor allem in der ersten Partie, wenn noch alles neu erscheint, man die Kugeln rollen lassen will und der Affe durch die Gegend fliegen soll, ist Jumanji ein bisschen aufregend. Für weitere Partien bestand jedoch wenig Interesse bei meinen Mitspielenden.
Am Ende einer Partie ist es ein bisschen viel Hin- und Herlaufen, um die Token einzusammeln. Wenn ich zu weit weg bin und die anderen die Kristalle bereits gefunden haben, kann ich nichts Gescheites machen. Das fühlt sich sehr unbefriedigend an. Dazu kommt, dass das Spiel durch Plättchen und Würfel sehr glückabhängig ist.
Unter sich haben die Kinder schnell aufgehört, das Spiel richtig zu spielen und eher mit den Objekten rumgeschossen. Dafür ist es mir aber insgesamt ein bisschen zu viel Plastik.
Das Material lässt sich in der Schachtel nicht wirklich schön aufbewahren, da man alles nur „hineinwerfen“ kann. Das ist für die Langlebigkeit der Spielkarten und kleinen Spielteile nicht ideal.
Bewertung / Test
+ kooperatives Erlebnis
+ ansprechende Flug-Elemente
+/- eher ein Spielzeug
– Glückslastig
– langweiliges Hin- und Herlaufen
– Actionstimmung der Filmvorlage kommt hier nicht auf
(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)

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Jumnji Stampede (2024)
Spielidee: Erica Boujouris, Kyle Hussa-Lietz
Grafik: Mat Edwards
Verlag: Spin Master
Anzahl der Spielenden: 2 – 4
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Generationentauglichkeit: man kann schon mitspielen, die Figuren immer richtig zu bewegen und einzusetzen ist aber fummelig
Pädagogisch wertvoll: Absprachen sind notwendig, um nicht zu viel Zeit zu vertrödeln