Wenn Gedanken sich verbinden – Wie Arsch auf Eimer von frechverlag (TOPP) (Rezension)

Wie Arsch auf Eimer | Familienspiel | ab 10 Jahren | 3-8 Personen | Christian Fiore & Knut Happel | frechverlag | generationentauglich

Wie Arsch auf Eimer Spielschachtel und Karten

Wohlfühlspiel ohne Falsch

Manchmal braucht ein gutes Spiel gar nicht viel: ein paar Bilder, ein bisschen Fantasie und die Bereitschaft, sich auf die Gedanken anderer einzulassen. Genau das bietet „Wie Arsch auf Eimer“ – und heraus kommt ein richtiges Wohlfühlspiel.

Die Regeln sind denkbar einfach: Acht Bildkarten kommen auf den Tisch. Alle versuchen, aus diesen acht Bildern vier Paare zu bilden. Welche Bilder zusammengehören? Das entscheidet jede Person für sich. Dabei gilt: Erlaubt ist, was einem selbst als Assoziation einfällt. Es gibt also kein „Falsch“. Das gefällt mir an „Wie Arsch auf Eimer“ besonders gut. Niemand muss Angst haben, eine fehlerhafte Verbindung herzustellen. Es muss keine Diskussion darüber geben, ob eine Assoziation nun logisch, kreativ oder völlig abwegig ist. Wenn ich zwei Bilder miteinander verbinde, dann passen sie für mich eben zusammen. Punkt.

Das Ziel ist, möglichst viele Paare zu finden, die mindestens eine andere Person am Tisch ebenfalls gebildet hat. Wer so die meisten übereinstimmenden Assoziationen findet, sammelt am schnellsten Punkte und gewinnt. Da kann dann schon mal kurz Frust aufkommen, wenn die eigenen Gedanken einfach zu individuell waren. Allerdings steht bei „Wie Asch auf Eimer“ nicht das Gewinnen und Verlieren im Mittelpunkt, sondern die Frage: „Wie passen aus deiner Sicht denn ausgerechnet diese beiden Bilder zusammen?“ So kommen die unterschiedlichsten Gedanken zum Vorschein. Und es entstehen ganz automatisch kleinste Gesprächsanlässe.

Der kleine Haken: die Schreiberei

So unkompliziert die Spielidee ist, eine Sache stört mich dann doch: Die Assoziationen müssen auf einem Blankozettel notiert werden. Und damit beginnt das Grübeln nicht über die Bilder, sondern über die beste Art, die eigenen Antworten aufzuschreiben. Schreibe ich einfach alle Begriffe auf? Dann habe ich mehr Schreibarbeit. Oder notiere ich nur die Nummern der Karten? Theoretisch wäre Letzteres natürlich praktischer. Allerdings sind die Zahlen auf den Karten ziemlich klein. Wenn ich nicht direkt vor den Karten sitze oder in besonders kleiner Runde spiele, sind sie für mich zu schlecht lesbar, um sie komfortabel zu verwenden. Und damit wird auch die spätere Auflösung etwas komplizierter: Die notierten Zahlen müssen erst wieder den entsprechenden Bildern zugeordnet werden. Wer hier eine gute Lösung findet – beispielsweise ein vorbereitetes Schema auf Papier –, hat deutlich mehr Spaß am Spiel.

Dieser kleine Kritikpunkt ändert für mich allerdings wenig am Gesamteindruck. „Wie Arsch auf Eimer“ ist ein Spiel, das ich mir in ganz unterschiedlichen Gruppen gut vorstellen kann. Es braucht keine besonderen Vorkenntnisse, niemand muss besonders gut spielen können und vor allem dürfen alle einfach die eigenen Gedanken einbringen. Gerade dadurch entsteht eine angenehme Atmosphäre, in der nicht unbedingt die cleverste oder schnellste Person gewinnt, sondern manchmal einfach diejenige, die ähnlich denkt wie die anderen am Tisch.

Fazit

„Wie Arsch auf Eimer“ ist für mich ein echtes Wohlfühlspiel. Die Regeln sind schnell verstanden, niemand kann mit seiner persönlichen Assoziation wirklich etwas falsch machen und die Auflösung sorgt immer wieder für kleine Gesprächsanlässe. Etwas störend finde ich die notwendige Schreiberei. Hier hätte ich mir eine komfortablere Lösung gewünscht, beispielsweise größere Kartennummern.

Bewertung / Test
+ Sehr einfache Regeln
+ Sofortiger Einstieg möglich
+ Jede Assoziation ist erlaubt
+ Regt zu ganz kurzen Gesprächen an
+ Wohlfühlatmosphäre
– Assoziationen müssen umständlich auf Papier notiert werden
– Kartennummern sind relativ klein und dadurch schlecht lesbar

(Eine Rezension von Manuela Marquardt)

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Wie Arsch auf Eimer (2025)

Spielidee: Christian Fiore & Knut Happel 
Verlag: frechverlag
Anzahl der Spielenden: 3-8
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahre
Spieldauer: 20 Minuten

Generationentauglichkeit: „Wie Arsch auf Eimer“ eignet sich hervorragend für generationenübergreifende Runden. Es braucht kein spezielles Wissen und keine ausgeprägten strategischen Fähigkeiten. Besonders schön: Unterschiedliche Generationen können ganz unterschiedliche Assoziationen entwickeln – und genau das macht die kurzen Gespräche interessant.

Pädagogisch wertvoll:  „Wie Arsch auf Eimer“ ist kein klassisches Lernspiel – aber als spielerischer Anlass für Kommunikation, Kreativität und kurze Impulse zum gegenseitiges Kennenlernen durchaus lohnend.