
Jetzt steht er wieder an, der Umzugstag! In der Provinz Quebec, Kanada ziehen alle traditionell am 1. Juli um. Klingt wie eine logistische Herausforderung die seinesgleichen sucht. Ist aber so.. mittlerweile nicht mehr ganz und gar, es gibt wohl auch in Kanada an anderen Tagen Umzüge, aber für viele Menschen ist es immer noch ein wichtiges Datum. Ganz ursprünglich entstand dieser „Moving-Day“ aus einer Vorgabe zum Schutz von Landarbeitern, nicht vor Beginn des Frühjahrs Mietverträge zu kündigen.
Das bedeutet natürlich, dass nicht jeder rechtzeitig eine professionelle Fima findet um die eigenen Kisten zu tragen und zu transportieren. So ist es nun auch uns ergangen: Wir nehmen was geht um unsere Besitztümer umzuziehen. Alle Spielenden bekommen 3 verschiedene Fahrzeuge und ziehen im Laufe des Spiels mehr oder weniger geeignete Umzugshelfer dazu. Tatsächlich führt der enorme Bedarf auch dazu, dass „Heavy-Duty“-Lastenräder häufig für Umzüge eingesetzt werden und manch Helfer macht wohl mehr kaputt als am Ende heile ankommt.
Jede Runde wählen wir aus der Auslage eine Kombination von Kartons und Karten, ähnlich wie bei Cascadia, und sortieren alles in unsere Fahrzeuge. Jede Kiste hat ein Gewicht und gehört zu einer Klasse, alle Helfenden haben eine Stärke, manche können nicht so gut mit zerbrechlichen Sachen umgehen…
Am Ende des Spiels wird zuerst geprüft ob Kartons kaputt gehen weil schwerere obendrauf stehen. Dann sehen wir wie viel von dem was im Fahrzeug ist auch wirklich von den zugeordneten Helfern getragen werden kann, ggfls. gehen zerbrechliche Dinge auch nochmal kaputt. Dann wird gewertet was noch übrig ist: Gleichfarbige Kartons nebeneinander sind ebenso punktebringend wie Kartons einer Kategorie.

Fazit
Moving Day lädt uns alle ein zu erzählen. Wir erinnern uns an eigene Erlebnisse bei Umzügen. So ist jede Partie unterhaltsam. Die Bilder auf den Kartons und Karten sind gut gestaltet „Jetzt kommt eine ganz tattrige…. Das könnte ich sein.“ lassen Mitspielende schon mal Vergleiche zu.
Das das Spiel selbst im Ablauf dann noch sehr intuitiv funktioniert macht die Sache rund: Wir stapeln Kartons in Fahrzeuge, natürlich müssen wir unten anfangen. Pech, wenn dann zum Schluß noch etwas ganz Schweres kommt… aber auch das haben viele schon beim umziehen erlebt. Die schwere Bücherkiste auf der zuletzt noch jemand gesessen hat muss jetzt oben drauf, oje! Jetzt komme ich schon wieder ins erzählen!
In meinen Partien hatte niemand Probleme in der Verwaltung oder mit dem Symbolen, einzig die Gewichtsangabe hat sich nicht so passend angefühlt. Vielleicht hätten die Zahlen mal 10 sein können, so das Kartons 10, 20 oder 30 Kilo wiegen. Ungewohnt ist es, dass auf alle Fälle Kartons kaputt gehen, das muss man erst mal verstehen. Dann plant man das beim puzzeln ein, dass hilft für die Wertung am Ende. Ansonsten spielt man gleich eine zweite Partie um noch geschickter zu werden.
Bewertung / Test
+ ein Thema bei dem alle Mitreden können
+ Symbole und Abläufe sind gut zu erklären und nachzuvollziehen
+ witzige Gestaltung passt zum Thema
+/- ungewohnt, dass man akzeptieren muss nicht alles so zu puzzlen, dass es auch gewertet werden kann
(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)

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Moving Day (2024)
Spielidee: Mads Floe
Grafik: Natalia Kordowska
Verlag: Piatnik
Anzahl der Spielenden: 2 – 4
Altersempfehlung Verlag: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Generationentauglichkeit: sehr geeignet, alles ist gut zu erkennen, das Material lässt sich gut verwalten
Pädagogisch wertvoll: