MySeven | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2-4 Personen | Michael Schacht | Schmidt Spiele | generationentauglich

Wer Rummikub mag, sollte sich MySeven einmal genauer anschauen. Denn auch hier geht es darum, Reihen zu bilden und mit den vorhandenen Steinen immer wieder neue Möglichkeiten zu schaffen. Allerdings kommt MySeven deutlich einfacher daher – und genau das macht seinen besonderen Reiz aus.
Tiere auslegen, sammeln und tauschen
Das Spielprinzip ist schnell erklärt: In der eigenen Auslage werden Reihen verschiedener Tiere gesammelt. Wer passende Tiere hat, kann diese mit Steinen aus den persönlichen Auslagen der Mitspielenden tauschen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, weitere Tiere aus dem eigenen Vorrat anzulegen.
Ein bisschen Taktik gehört also durchaus dazu. Auch wegen der teilweise auslegungsfähigen aber entscheidenden Sonderregeln, die das Ziehen von zusätzlichen Steine erlauben. Jeder ausgelegte Stein bringt nämlich am Ende einen Punkt. Dazu kommen Bonuspunkte für ein oder zwei Siebenerreihen. Allerdings kann die Zahl der ausgelegten Steine durchaus wichtiger sein als die Bonuspunkte. So kann am Ende die Person gewinnen, die einfach die meisten Tiere in ihrer Auslage gesammelt hat – auch wenn sie keine vollständige Siebenerreihe vorweisen kann.
Rummikub – aber einfacher
Für mich hat MySeven einen großen Pluspunkt: Es erinnert mich an Rummikub, das ich sehr gerne spiele. Ich liebe es, eine komplette Auslage auseinanderzunehmen, neu zu kombinieren und plötzlich ganz andere Möglichkeiten zu entdecken. Bei MySeven ist dieses Prinzip allerdings deutlich einfacher gehalten. Dadurch fällt der Einstieg wesentlich leichter. Gleichzeitig ist MySeven weniger taktisch und stärker vom Glück abhängig.
Sind sich alle bei den Regelkenntnissen ebenbürtig, lässt sich MySeven dadurch vergleichsweise leicht gewinnen. Das kann gerade für Familien- und Generationenrunden ein Vorteil sein: Alle haben eine echte Chance auf den Sieg.
Niedliche Tiere und große Steine
Auch optisch richtet sich MySeven eher an ein breites Publikum. Die Tiere sind farbig und schematisch gestaltet und dadurch gut zu unterscheiden. Das macht das Spiel besonders übersichtlich. Und natürlich tragen die niedlichen Tiere dazu bei, dass MySeven schon auf den ersten Blick sympathisch wirkt. Die Spielsteine selbst sind angenehm groß. Sie liegen gut in der Hand und lassen sich problemlos auf den mitgelieferten Haltern aufstellen.

Ein kleiner Verschiebe-Marathon
Einziger wirklicher Kritikpunkt aus meiner Sicht: Wenn die Reihen wachsen, kann es etwas nervig werden. Dann heißt es verschieben und wieder Platz schaffen – insbesondere wenn eine lange Auslage quer über den gesamten Tisch bewegt werden muss. Das ist kein großes Problem, kann den Spielfluss aber etwas bremsen.
Schnell gespielt – und gerne noch einmal
MySeven spielt sich schnell und unkompliziert. Die Regeln sind leicht zugänglich, die Spielzüge gehen flott von der Hand und man muss keine lange Partie einplanen. Genau deshalb ist die Versuchung groß, nach dem Ende einer Partie gleich noch eine Runde zu spielen. Wer ein leicht zugängliches Legespiel mit niedlicher Gestaltung sucht und dabei ein bisschen Rummikub-Gefühl erleben möchte, bekommt hier eine unkomplizierte Alternative.
Fazit
MySeven ist ein einfaches, schnelles und generationenfreundliches Legespiel, das vor allem durch seine leichte Zugänglichkeit punktet. Wer Rummikub liebt, wird einige bekannte Elemente wiedererkennen, sollte aber keine ähnlich tiefgehende taktische Herausforderung erwarten. Dafür eignet sich MySeven hervorragend für gemischte Runden. Die großen, gut greifbaren Steine, die übersichtliche Gestaltung und die einfachen Regeln machen den Einstieg leicht. Durch den vergleichsweise hohen Glücksanteil haben auch weniger Erfahrene gute Chancen. Für mich ist MySeven deshalb vor allem ein Spiel für alle, die gerne schnell losspielen und locker unterhalten werden wollen.
Bewertung / Test
+ Einfache und schnell verständliche Regeln
+ Niedliche, übersichtliche Tiergestaltung
+ Große und gut greifbare Spielsteine
+ Schneller Spielfluss
+ Glück sorgt für relativ ausgeglichene Chancen
– Vergleichsweise glückslastig
– Viel Plättchengeschiebe
(Eine Rezension von Manuela Marquardt)

Wichtige Informationen zu unseren Rezensionen (KLICK)
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Spielecafé der Generationen – Jung und Alt Spielt – YouTube
MySeven (2024)
Spielidee: Michael Schacht
Verlag: Schmidt Spiele
Anzahl der Spielenden: 2-4
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahre
Spieldauer: 20 Minuten
Generationentauglichkeit: Die einfachen Regeln, die übersichtlichen Tierdarstellungen und die großen Steine machen MySeven zu einem Spiel, das sich problemlos mit unterschiedlichen Generationen spielen lässt. Besonders schön ist, dass weniger Erfahrene nicht automatisch chancenlos sind.
Pädagogisch wertvoll: MySeven fördert vor allem das Erkennen von Mengen und das Sortieren sowie vorausschauendes Denken. Auch der Umgang mit Entscheidungen und die Konzentration werden angesprochen. Der pädagogische Anspruch steht allerdings nicht im Vordergrund.