Punkteraub – Sneaky von Kendi (Rezension)

Sneaky | Familienspiel | ab 8 Jahren | 2-4 Personen | Yannik Walter | kompetitiv | Kendi | generationentauglich

Sneaky: In der Spieleschachtel sind Würfel und Karten.

Bei „Sneaky“ wird gewürfelt und geräubert. Ein turbulentes Würfelspiel mit Dynamik. Von Stillstand kann hier nicht die Rede sein. Die Spielenden versuchen mit Farbwürfel allgemeine sowie gegnerische Karten für sich einzuheimsen. Man bangt um seine Punkte und ist dann froh, wenn der Raubzug doch nicht geglückt ist. Ist man selbst am Zug, freut man sich natürlich, wenn man den anderen etwas wegnehmen konnte. 

Es gibt Räuber mit den Punktewerten 1 – 3 in sechs verschiedenen Farben. Legt dazu 3 verschiedenfarbige Räuber mit den Werten 1, 2 und 3 in die Spielmitte. Bestimmt eine Person, die beginnt. Teilt an jeden noch 2 Handschellen aus. Schon kann es losgehen. 

Bist du am Zug, darfst du so oft würfeln wie du möchtest. Jedoch musst du immer mindestens 1 Würfel auf eine der Karten ablegen können. Die Höhe der Würfel, die man für eine Karte benötigt, bestimmt anschließend auch den Wert der Karte. Für eine 3er Karte braucht man also 3 Würfel. Sie ist am Ende 3 Punkte wert. 

Man kann Würfel in der Spielmitte ablegen, aber auch bei den Mitspielenden. Die Farbe muss korrekt sein. Auf der einen Seite ist es natürlich wichtig die anderen zu beklauen. Es sollte aber auch auf die allgemeine Auslage geachtet werden. Diese Räuber wollen wir ebenfalls zu uns locken und werden dann am Zugende, wenn wir mindestens 2 Räuber aus der Mitte zu uns geholt haben, mit einer weiteren Handschelle belohnt. Sollte es uns nicht gelingen, mindestens einen Räuber aus der Spielmitte zu holen, müssen wir eine Handschelle abgeben. 

Sind alle Würfel aufgebraucht oder du hast frühzeitig aufgehört, nimmst du dir alle Karten, die mit den geforderten Würfeln erfüllt wurden. Karten mit einem Punkt darfst du sofort verdeckt zur Seite legen. Karten mit 2 und 3 Punkten legst du offen auf deinen persönlichen Gewinnerstapel. Nur die Oberste ist für die anderen zum Räubern zugänglich. Die Auslage wird wieder auf 3 Karten aufgefüllt. Die nächste Person ist am Zug. 

Wurde die letzte Räuberkarte vom Nachziehstapel aufgedeckt, wird die Runde noch zu Ende gespielt. Es gibt Punkte für die jeweiligen Räuberkarten. Wer die meisten Handschellen besitzt, erhält 5 Punkte. Alle Personen, die keine Handschelle mehr haben, müssen von ihrem Ergebnis 2 Punkte abziehen. Wer ist der erfolgreichste Räuber? 

Sneaky: Ich bin im Zug. Ich habe noch 3 Würfel.
Gebe ich mich mit einer „1“ zufrieden, oder würfle ich nochmal? Ein angenehmer Nervenkitzel begleitet das Spiel.

 

Fazit
„Sneaky“ ist ein Ärgerspiel, aber dennoch angenehm in seiner Spielweise. Sicherlich versuchen die Mitspielenden einem Punkte zu klauen, jedoch mache ich das in meinem Zug ja auch. Es wirkt ausgeglichen. Jeder hat die gleichen Chancen. Hier entscheidet das Würfelglück. Jedoch ist es auch ratsam nicht zu gierig zu sein und sich auch mal mit einer Karte zufrieden zu geben. 

Auf Raubzug ging jede Generation mit. Die Karten sind übersichtlich und neutral gestaltet. Die Regeln sind eingängig. Da offen gespielt wird, können Personen, die wenig und zum ersten Mal „Sneaky“ spielen, gut durch das Spiel geführt werden. 

 

Bewertung / Test
+ kurzweiliges Würfelspiel für Jung und Alt
+ angeregte Dynamik, es ist immer was los
+ idealer Einstieg für Neulinge
– in den Testrunden hatten wir keine Probleme, jedoch ist gutes Licht zu empfehlen um die Würfelfarben leichter unterscheiden zu können

 
(Eine Rezension von Christiane Köstlinger)

Rezensentin Köstlinger Christiane  
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Sneaky (2026)

Spielidee: Yannik Walter
Grafik: Oliver & Sandra Freudenreich
Verlag: Kendi
Anzahl der Spielenden: 2-4 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren 
Spieldauer: ca. 20 Minuten

Generationentauglich: Ja. Die Regeln sind für alle gut verständlich und macht allen Spaß. 
Pädagogisch wertvoll: Wenn die Frustoleranz noch nicht so ausgereift ist, kann man sie hiermit gut erweitern.