Lass deine Insel harmonisch wachsen – Atua von Schmidt Spiele (Rezension)

Atua | ab 8 Jahren | 1 bis 6 Spielende | Scott Almes |  Schmidt Spiele | Familienspiel | pädagogisch wertvoll  | generationentauglich

ATUA: Spielverpackung und -material

Atua sind die Götter Polynesiens. Sie haben die dortigen Inseln erschaffen. Jetzt ist es an uns, eine Insel voller Harmonie zu schaffen – dazu führt uns die Anleitung in die Welt von Atua: Hier bilden wir aus Karten eine Insel.

Über 9 Runden nehme ich jeweils eine der ausliegenden Inselkarten. Auf alle übersprungenen Karten lege ich eine Kokosnuss. Habe ich weniger Kokosnüsse als für alle Karten notwendig wären, ist meine Auswahl dadurch eingeschränkt. Neue Kokosnüsse bekomme ich, wenn ich später eine Karte wähle, auf bereits welche liegen. Diese füge ich dann meinem Vorrat hinzu. Dieses Prinzip kennen wir z.B. aus dem Spiel Canva.

Die neu erworbene Karte muss ich zu meinen bereits ausgelegten Karten hinzufügen. Strand muss an Strand liegen und Wasser darf nicht direkt an Festland grenzen, dies wird durch die grafische Gestaltung sehr deutlich. Es ist zusätzlich notwendig, ein Symbol auf einer bereits vorhandenen Karte abzudecken. D.h. wir dürfen Karten in jeder beliebigen Ausrichtung, auch schräg zu unserer Insel hinzufügen, es gibt keine Vorgaben. Die Karten haben Symbole für unterschiedliche Harmoniequellen und Totems welche im Verlauf des Spiels gewertet werden. Symbole möchte ich natürlich so platzieren, dass ich sie später überdecken kann, um nicht wertvolle Punkte zu verlieren. Anders gewertet werden die Vulkane: Hier ist der Abstand zu meinem Dorf relevant. Wenn man ein wenig geübter im Spiel ist, bieten sie eine gute Möglichkeit mehr Punkte zu erreichen. 😉

Eine Zwischenwertung gibt 3-mal und am Ende des Spiels dann die Schlusswertung. Für die Zwischenwertungen entscheiden die Spielenden unabhängig voneinander, welche der 6 verschiedenen Quellen sie jetzt werten möchten. Am Schluss werden dann die restlichen Quellen und noch Punkte durch Bewohner, Schicksalsplättchen und eventuell Bonuspunkte für Strand und Kokosnüsse dazugerechnet. Bewohner- und Schicksalsplättchen können optional weggelassen werden um einfacher in das Spiel hineinzukommen.

Im Solospiel baue ich meine Insel im Wettstreit mit dem virtuellen Gegner Tahuma. Hierzu wird lediglich eine Karte aufgedeckt und ausgeführt, dann bin ich wieder am Zug.

ATUA: Spielsituation
Diese Schicksalsplättchen geben extra Punkte für die Küstenlinie der Insel und die Vulkane, sofern niemand sonst mehr Karten in seiner Insel eingebaut hat.

 

Fazit

Atua ist ein gemütliches Familienspiel. Vor mir entsteht eine Insel mit häufig merkwürdigen Formen. Wir legen die Karten so an, dass Symbole uns möglichst viele Punkte bringen. Die reduzierten Anlege-Regeln erleichtern den Einstieg. Dennoch erfordert Atua ein gewisses Maß an Vorausplanung. Lege ich ein noch zu wertendes Symbol an den Inselrand, habe ich später vielleicht Probleme, einen passenden Legeplatz für die nächste Inselkarte zu finden.

Außerdem ist entscheidend, wie gut man die Wertung plant. Sammle ich Symbole so, dass ich sie später überdecken kann, möchte ich diese Kategorie frühzeitig werten. Werte ich jedoch zu früh (z.B. die Vulkane) und erhalte später immer wieder dieses Symbol erneut, ärgere ich mich. So lernt man mit jeder Partie etwas mehr dazu.

Leider ist der Aufbau der Anleitung etwas verwirrend. Das hat mir den Einstieg erschwert. Wenn man aber einmal drin ist, reizt der ungewöhnliche Legemechanismus öfter mal eine Insel zu erschaffen. Das Spielmaterial ist schön und angemessen. Vor allem die Kokosnüsse aus Holz gefallen.

Die Auswahl an verfügbaren Karten ändert sich im Spiel ständig. Das bringt einen gewissen Glücksfaktor ins Spiel. Für den einen mag das negativ sein, für andere lockert es das Spielgefühl auf. Auch als Gott, muss man anscheinend mit den vorhandenen Ressourcen haushalten können…

Bewertung / Test
+ ungewöhnlicher Legemechanismus
+ gutes Material
+/- Glücksfaktor durch Kartenauslage
– Anleitung unübersichtlich

 

(Eine Rezension von Sandra Sternkopf)


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Atua (2025)

Spielidee: Scott Almes
Grafik: Olivier Danchin
Verlag: Schmidt Spiele
Anzahl der Spielenden: 1 – 6
Altersempfehlung Verlag: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten

Generationentauglichkeit: Die eigene Insel ist schon eine wacklige Angelegenheit, hier muss man vorsichtig sein um nichts ins Rutschen zu bringen
Pädagogisch wertvoll: Ich muss mir überlegen , wie eine Karte an meine Insel passt, bevor ich sie auswähle. Das trainiert die räumliche Vorstellungskraft!